Burgen Südthüringens

Die 5 schönsten Burgen Südthüringens

by Kathleen

Burgen und Schlösser sind von jeher für mich faszinierend und ich besuche diese unglaublich gerne. Hier kann man Geschichte hautnah erleben und erfahren. Und meist geht man etwas schlauer nach Hause als man angekommen ist. Zudem hinterlässt die Schönheit der Gebäude oft einen bleibenden Eindruck. Deshalb habe ich Euch heute die für mich schönsten Burgen Südthüringens zusammengestellt. Die Reihenfolge ist dabei keine Wertung. Alle diese Burgen haben etwas ganz besonderes und verzauberndes an sich und sind einen Besuch wert.

Die Burgen Südthüringens

Thüringen ist bekannt für seine Burgen und Schlösser und viele davon finden sich auch im Süden des Landes. Sie berichten von alten Rittern und unglaublichen Geschichten. Sie nehmen Euch mit in die Vergangenheit und erzählen von Liebe, Leid und oftmals auch von Zerstörung. Ihre Anzahl ist groß, vor allem, wenn man auch Burgruinen mitzählt und deshalb möchte ich Euch hier einige meiner Lieblingsburgen vorstellen. Viel Spaß auf der Reise.

Burgen Südthüringens Henneburg

Die Ruine Henneburg bei Meiningen

Südlich von Meiningen direkt an der Grenze zu Bayern liegt Henneberg mit der namensgebenden Burgruine Henneburg. Diese wiederum wurde nach dem Adelsgeschlecht der Grafen von Henneberg benannte.

Die Burgruine erreicht Ihr über eine kleine Rundwanderung. Über diese könnt Ihr gemütlich nach oben steigen und die Reste dieser wunderschönen Burg besuchen. Von der Burganlage sind unter anderem ein Großteil der Ringmauer der Bergfried, die Mauerschale einer Kemenate, ein Teil eines Wohn- und Wirtschaftsgebäudes mit Kellerportal sowie ein um 1880 ergänzter Turm, ein Brunnen, ein kleiner Teil der Zwingermauer erhalten . Auch der der Trockengraben und verschiedene Wälle heute noch zu erkennen.

Die Henneburg wurde erstmals 1096 im Zusammenhang mit dem Grafen Godebold II. und seinen Bruder Poppo von Henneberg urkundlich erwähnt. Die Burg blieb dann auch bis 1583 im Besitz derer von Henneberg. Dann starb mit dem letzten Grafen von Henneberg-Schleusingen, Georg Ernst, das Geschlecht in männlicher Linie aus. Die Henneburg jedoch wurde noch bis in das beginnende 17. Jahrhundert bewohnt. Im Jahre 1784 ließ Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen den Schlosshof der mittlerweile sehr verfallenen Anlage aufräumen, planieren und ein Lusthaus errichten. Ab 1854 gab es außerdem weitere verschiedene Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen, die durch den Herzog finanziert wurden:

Während der deutschen Teilung war die Henneburg auf Grund Ihrer Lage in direkter Grenznähe nicht mehr zu erreichen und wurde auch nicht mehr erforscht. Erst nach der Wiedervereinigung gab es wieder Sanierungsarbeiten und weitere Forschungen.

Ruine Henneburg

Adresse: Burgweg, 98617 Henneberg

Öffnungszeiten: Rund um die Uhr

Burgen Südthüringens Bibraer Burg

Burg Bibra

Die Burg Bibra findet Ihr in dem kleinen gleichnamigen Ort, der zur Gemeinde Grabfeld gehört. Mitten im Ort gelegen ist die Burganlage nicht zu übersehen.

Die kleinen Wasserburg wurde im 12. Jahrhundert durch die Herren von Bibra, welche bis heute die Burg besitzen, erbaut und 1119 als „Rubertus de Bybera“ erstmals erwähnt. 1486 wurde die Burg im Stil eines fränkischen Königshofes ausgebaut. Im Bauernkrieg 1525 und im Dreißigjährigen Krieg wurde sie jeweils zerstört und doch immer wieder zweckmäßig aufgebaut. Im Bergfried befindet sich eine kleine Burgkapelle, welche 1474 von Weihbischof Georg Antworter aus Würzburg geweiht wurde.

Heute künden Teile der Außenmauer und Ecktürme der einstigen Burg von Ihrer früheren Schönheit. In einem der Häuser befindet sich seit 1994 ein kleines Seminarzentrum mit 17 Betten welches mit regelmäßigen Programmen lockt.

Burg Bibra

Adresse: Burgweg 2, 98631 Grabfeld

Öffnungszeiten: Während verschiedener Veranstaltungen

Weitere Informationen:www.burg-bibra.de

Burgen Südthüringens Burg Maienluft

Burg Maienluft

Die Burg Maienluft bei Wasungen ist die wohl am besten erhaltene der Burgen Südthüringens. Hier befindet sich bis heute ein Restaurant und ein Hotel.

Der Vorgänger der Burg Maienluft geht auf eine Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert zurück, deren Burgsiedlung „castrum cum burgo“ 1190 erstmals erwähnt wurde. Im 13. Jahrhundert wurde diese ausgebaut und mit einem Bergfried versehen. Etwa um 1500 verlor die Burg ihre militärische Funktion. Obwohl sie den Bauernkrieg unbeschädigt überstanden hatte, war sie nicht mehr von strategischer Bedeutung und die Wehranlagen begannen zu verfallen.

Im Jahr 1868 begannen man mit der Errichtung verschiedenster Anlagen auf der Burg sowie der Erschließung des Turmes. Nach zwei Bränden in den Jahren 1874 und 1876 musste das große Stallgebäude mit Bauformen des Historismus wieder hergestellt werden. Der Sachsen-Meininger Herzog verkaufte die Burg im Jahre 1898. Kurz danach wurde zum ersten Mal eine Gastwirtschaft eingerichtet. 1992 wurde die Burg umfangreich saniert.

Burg Maienluft

Adresse: Maienluft 1, 98634 Wasungen

Öffnungszeiten Restaurant: Mittwoch, Donnerstag und Freitag ab 15.00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertags ab 12.00 Uhr

Weitere Informationen:burg-maienluft.de

Burgen Südthüringens Johanniterburg_

Johanniterburg Kühndorf

Die Johanniterburg in Kühndorf ist eine der Besondersten der Burgen Südthüringens. Sie ist die letzten umfassend erhaltenen Burg des Johanniterordens im deutschen Sprachraum und das einzige private Objekt der Burgenstraße Thüringen. Ihr findet sie am Fuße des Dolmar und im kleinen Ort Kühndorf ist sie kaum zu übersehen.

Die Burg wurde 1315 vom Johanniterorden auf den Resten einer Vorgängerburg als Kastell aus Breitwohntürmen errichtet. Die Burg wurde ordenstypisch als Kastell aus zwei Breitwohntürmen angelegt, ein Wappenstein aus der Erbauerzeit zeigt noch heute die Trennung in säkularen und klösterlichen Bereich. Im 15. Jahrhundert verlor der Johanniterorder allerdings das Interesse an der Burg und boten diese zum Verkauf an.

1444 kaufte Georg I. von Henneberg-Römhild alle Anteile der Johanniterburg auf und modernisierte diese für eine Verteidigung mit Feuerwaffen, indem er eine Zwingeranlage mit fünf Türmen um die Burg anlegte. 1549 ging die Burg an die Linie Henneberg-Schleusingen über. Nachdem diese ausgestorben war erbten diese 1583 die Herzöge zu Sachsen, die Kühndorf nur noch als Verwaltungs- und Gerichtssitz nutzten.

Seit 1991 wurde die Burg aus privaten Mitteln renoviert. Die historische Substanz wurde wieder freigelegt und die Burg für Besichtigungen geöffnet. Heute wird die Johanniterburg vor allem für Familienfeiern wie Hochzeiten und Geburtstage genutzt. Zudem gibt es Führungen und die sogenannte Burgbelebung mit Darstellern in historischen Kostümen und mit alter Ausrüstung.

Und die Burg dient auch als Drehort, unter anderem für den Märchenfilm „Brüderchen und Schwesterchen (2008)“ und den Horrorfilm „Sin Reaper 3D“ (2012)

Johanniterburg Kühndorf

Adresse: Schloßstraße 17, 98547 Kühndorf

Weitere Informationen:johanniterburg.de

Burgen Südthüringens Hallenburg

Burgruine Hallenburg

Die Ruine der mittelalterlichen Spornburg Hallenburg thront weite oben über der Stadt Steinbach-Hallenberg.

Von wem und wann die diese erbaut wurde, kann nicht zweifelsfrei festgestellt werden. Die Erbauungszeit 909, die Johann Sebastian Güth in der Chronik der Stadt Meiningen angibt, ist umstritten leider fehlt hier jeglicher Nachweis. Zudem gibt es Gerüchte, das die Errichtung der Hallenburg von dem selben Baumeister ausgeführt wurde, der auch Schloss Henneberg erbaute. Allerdings zeigen die Trümmer beider Burgen nicht die geringste bauliche Ähnlichkeit.

Sicher ist aber, dass die Burg 1268 erstmals als „Castum Haldenberc“ in einer lateinischen Schenkungsurkunde erwähnt wird. Als 1583 das Henneberger Grafenhaus ausstarb, stand die Burg im Mittelpunkt ständiger Erbauseinandersetzungen. Und so ging sie im Jahre 1584 aufgrund von Erbverbrüderung an das sächsische Herrscherhaus über. 1608 wurde per landesherrlichem Befehl das ruinöse Haus Hallenberg mit allen seinen Gebäuden niedergelegt. Seit dieser Zeit ist die Burg eine Ruine.

Als am 20. August 1919 die an der Westseite hängende, steil hervorspringende Felskanzel abstürzte, wurde das Gesamtbild der Hallenburg komplett zerstört. Der herabstürzende Porphyrfelsen riss zudem eine Werkstatt im Tal mit sich und zerstörte diese vollständig. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

1945 wurde die Ruine in die geschützten Denkmäler des Kreises aufgenommen. Es wurden erhebliche Geldmittel zum Erhalt zur Verfügung gestellt. Seit 1984 bekrönt wieder eine Dachhaube nach altem Vorbild den Turm.

Burgruine Hallenburg

Adresse: 98587 Steinbach-Hallenberg

Öffnungszeiten: Turmbesichtigungen sind nach Anmeldungen in der Tourist-Information Steinbach-Hallenberg und in den Ferien jeweils mittwochs von 14.00 Uhr bis 16:00 Uhr möglich

Weitere Informationen:thueringen.info/burgruine-hallenburg

Die Burgen Südthüringens auf einen Blick

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Ich hoffe mein kleiner Rundgang durch die schönsten Burgen Südthüringens hat Euch gefallen und Ihr habt Lust bekommen, diese selbst einmal zu besuchen. Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Spaß dabei!

Zum Weiterlesen

Wenn Du in Südthüringen bist, solltest Du auch unbedingt Städte wie Meiningen, Schmalkalden oder Wasungen besuchen.

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