Die Rheinpromenade in Düsseldorf
Reisen

Düsseldorf – Die Stadt der kurzen Wege

Düsseldorf – nicht umsonst trägt der Ort den Beinamen „Die Stadt der kurzen Wege“, denn das meiste ist in Düsseldorf problemlos zu Fuß erreichbar. Zumindest für Touristen. Vom Hauptbahnhof zur Altstadt benötigt man nur 15 Minuten und entlang des Rheins ist man auch schnell zum Rheinturm oder in die andere Richtung zu den Rheinterrassen gelangt. Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt hat mich in der Hinsicht sehr positiv überrascht. Ähnlich wie Erfurt ist sie eher „klein“ und gemütlich, etwas was ich so nicht erwartet hätte. Und deshalb möchte ich Dich heute mit auf einen kleinen Spaziergang durch die Stadt nehmen.

Düsseldorf_

Die Königsallee

Die Kö ist wohl einer der bekanntesten Orte in Düsseldorf. Die Luxus-Einkaufstraße am Ufer des Flüsschen Düssel, der dem Ort den Namen gab, lässt es sich sehr gut flanieren. Und keine Angst, wenn Ihr mit einem nicht so großen Budget ausgerüstet seid. Neben den weltbekannten Designern gibt es gerade in der Kö-Galerie und im Sevens eine Geschäfte für den kleineren Geldbeutel. Und allein dieses Flair in sich aufzusaugen ist schon einen kleinen Aufenthalt hier wert. Und Window-Shopping und über die Haute Couture zu diskutieren ist

In der Königsallee startet auch der Hopp on Hopp off Bus. Diesen kann ich zum einen empfehlen, um noch etwas mehr über die Stadt und seine Sehenswürdigkeiten zu erfahren. Zum anderen ist er auch ganz nützlich um zum Beispiel doch etwas einfacher zum Rheinturm und dem Medienhafen oder zum Nordpark zu kommen. Mit 18,00 € für 24 Stunden freie Fahrt (eine „Runde“ dauert ca 90 Minuten) kann man auch preislich nichts sagen und wir haben uns einen Tag lang diesen kleinen Luxus gegönnt.

Königsalle Düsseldorf

Der Carlsplatz

Der Carlsplatz ist der Markt von Düsseldorf. Klein, gemütlich und man hat alles, was man braucht. Hier kann man mit dem Einkauf von Lebensmitteln und Blumen einige Zeit verbringen. Und es ist ein Markt mit Tradition. Bereits seit 1804 herrscht hier Marktbetrieb. Und das ist bis heute so. An sechs Tagen in der Woche (außer Feiertagen) kann man hier bummeln und stöbern und leckeres entdecken.

Carlsplatz

Die längste Theke der Welt

Neben der Kö ist Düsseldorf natürlich ganz besonders für „die längste Theke der Welt“ bekannt. Diesen Namen hat die Altstadt bekommen, weil sich hier rund 250 Restaurants, Kneipen, Bars und Cafés auf engstem Raum befinden. Und es ist wirklich aus jedem Land etwas dabei. Wer hier nichts findet, ist selber schuld. Geprägt wird das Ganze zudem durch diverse Brauerei, die sich hier entwickelt und auf die Altbier-Herstellung spezialisiert haben. Das „Alt“ bezieht sich hier auf die Brauart – es handelt sich hier um ein obergäriges Bier, eine sehr alte Brauweise.

Neben tollen Restaurants und urigen Kneipen und Bars gibt es in der Altstadt aber noch mehr zu entdecken. In den historischen Gassen finden sich noch Hausteile aus der Gründungszeit des Ortes im Jahr 1288. Es lohnt sich also auch ein Besuche tagsüber, um die Geschichte zu entdecken.

Die längste Theke der Welt

Die Rheinpromenade in Düsseldorf

Natürlich ist auch die Rheinpromenade immer einen Besuch wert. Bei schönem Wetter solltet Ihr auch unbedingt einen Schiffrundfahrt machen. Ansonsten kann man hier gemütlich schlendern oder in einem der Restaurants direkt an der Promenade gemütlich essen und den vorbeiziehenden Schiffen zuschauen. Seit 1987 stehen die historischen Hochwasserschutzanlagen der Rheinwerft einschließlich ihrer Aufbauten (somit auch die historischen Bestandteile der Kasematten) übrigens unter Denkmalschutz. Ein Ort mit viel Geschichte.

Alter Hafen“

Der Alte Hafen geht zurück bis in 16. Jahrhundert. In einem Stadtplan von vor 1620 reichen die Gewässer des Alten Hafens noch bis über den heutigen Maxplatz hinaus. Unter Napoleon wurde der Hafen allerdings zugeschüttet. Heute erinnern ein grünliches Gewässer an den alten Hafen.

Alter Hafen Düsseldorf

Die Pegeluhr

Oberhalb des Weisse-Flotte-Anlegers inmitten der Kassematten befindet sich die historische Pegeluhr aus dem 19. Jahrhundert. An ihr lassen sich neben der Uhrzeit auch der momentane Wasserstand des Rheins ablesen – der kleine Zeiger zeigt dabei die Meter, der große die Zentimeter an. Zudem sind historische Höchststände markiert. Der Normalpegel des Rheins liegt an dieser Stelle übrigens bei 24,48 m über dem Meeresspiegel.

Die Pegeluhr

Der Schlossturm von Düsseldorf

Der Schlossturm stammt noch aus dem 13. Jahrhundert und bildete ursprünglich den nördlichen Abschluss des Düsseldorfer Schlosses. Er ist heute ein letzter Zeuge des ursprünglichen Dorfs an der Düssel. Heute beherbergt das Gebäude das Schiffahrtsmuseum

Schlossturm Düsseldorf

St. Lambertus

Die Kirche St. Lambertus ist das älteste Gebäude in Düsseldorf – seine Wurzeln gehen bis ins 10. Jahrhundert zurück, belegt durch eine Urkunde Papst Hadrians IV. vom 23. Mai 1159. Heute ist das Gebäude die Pfarrkirche der Pfarrei St. Lambertus Düsseldorf. Ihr Kirchweihfest bildet den spirituellen Hintergrund der „Größten Kirmes am Rhein“. Diese ist vor allem durch ein Lied der Toten Hosen bekannt geworden. Im Inneren der Kirche finden sich einige interessante Kunstdenkmäler – ein Besuch ist für Interessierte also auf jeden Fall empfehlenswert.

St Lambertus

Kö-Bogen 1 und 2

Düsseldorf bietet für Architekturliebhaber eine einzigartige Symbiose von alt und neu. Und während die Altstadt und die Rheinpromenade die das alte stehen, sind der Kö-Bogen 1 und 2 ein sehr gutes Beispiel für die moderne und einzigartige Architektur Düsseldorfs. Der Kö-Bogen 2 steht mit seiner Begrünung zudem für neue ökologische Bauweise. Leider war bei unserem Besuch alles eine große Baustelle, so dass ich kaum ein vernünftiges Foto machen konnte. Aber wenn alles fertig ist, wird es bestimmt ganz toll.

Kö-Bogen

Der Medienhafen mit Rheinturm und Landtag

Der Medienhafen ist eigentlich nur ein großes Industriegebiet – hauptsächlich mit Büronutzung. Einen Großteil der Fläche belegt der 1896 eröffnete Düsseldorfer Wirtschaftshafen. Er ist der drittgrößte Binnenhafen Deutschland. Was den Medienhafen so bedeutend macht ist die einzigartige Architektur. Teilweise surreal und futuristisch sind diese anzuschauen. Besonders die Gehry-Bauten ziehen immer wieder Besucher an. Alle die Architektur lieben, sollten hier viel Zeit einplanen

Der Medienhafen Düsseldorf

Der Rheinturm

Der Rheinturm prägt die Skyline von Düsseldorf. Mit seinen 240 Metern am Rande des Medienhafens gelegen ist er kaum zu übersehen. im Inneren bringt Euch ein High-Speed-Aufzug in Sekunden auf 168 Meter Höhe auf die Aussichtsplattform. An klaren Tagen kann man von hier aus sogar den Kölner Dom entdecken. Im Restaurant im Kopf des Turms auf 174 Metern Höhe könnt hr Euch bei leckerem Essen in ca. 70 Minuten einen kompletten Rundumblick verschaffen.

Der Rheinturm in Düsseldorf

Der Landtag in Düsseldorf

Direkt neben dem Rheinturm findet Ihr auch den Landtag von Nordrhein-Westfalen. Ein markantes Gebäude, dessen Inneres (nach Corona) auch gerne besucht werden kann.

Der Landtag von Nordrhein-Westfalen

Der Nordpark

Allen, die inmitten dieser Großstadt etwas Ruhe und Entspannung suchen, kann ich einen Besuch im Nordpark nur empfehlen. Dieser wurde 1936 für die Reichsausstellung Schaffendes Volk, eine Propagandaausstellung der Nationalsozialisten, geplant und im Jahr 1937 eröffnet. Heute bietet es neben dem Aquazoo viele verschiedene Gärten zu jedem Thema, die zum spazieren gehen und entspannen einladen. Wunderbar, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Der Nordpark in Düsseldorf

Little Tokio am Rhein

Wusstet Ihr, dass es in Düsseldorf die größte japanische Gemeinschaft Deutschlands und die drittgrößte Europas befindet? Zwischen Kö und Hauptbahnhof befindet sich „Little Tokyo am Rhein“, der eigentliche Grund für unsere Düsseldorf-Reise. Deswegen wird es hier auch noch einmal einen separaten Beitrag geben, in dem ich Euch das japanische Viertel mit seinen tollen Restaurants und Geschäften vorstellen werde.

Little Tokio

Schon gewusst? – Unbekanntes über Düsseldorf

Gelbe Fußgängerampel

Düsseldorf ist die einzige Stadt in Deutschland an der es auch an Fußgängerampeln eine Gelbphase gibt. Diese wurde für einen Modellversuch im Jahre 1953 installiert und obwohl der Versuch fehl schlug nicht wieder deinstalliert.

Gelbe Fussgängerampel in Düsseldorf

Das Erste Hochhaus in Deutschland

Mit dem Wilhelm Marx Haus besaß Düsseldorf einst das erste Hochhaus nach amerikanischem Vorbild. Das Gebäude war bei seiner Fertigstellung im Jahr 1924 war es mit 57 Metern Höhe das höchste Gebäude Deutschlands. Dank der Persil-Reklame ist es auch heute noch kaum zu übersehen

Wilhelm Marx Haus

Die Säulenheiligen von Düsseldorf

Habt Ihr schon von den Säulenheiligen gehört? Hier handelt es sich um 10 Figuren des Künstlers Christoph Pöggeler, die sich über die Stadt verteilt auf verschiedenen Litfaßsäulen finden. Da ich mich während unserer Reise auch auf die Jagd nach ihnen begebe habe, wird es auch hier einen separaten Beitrag geben.

Die Säulenheilgen

Fazit – Immer eine Reise wert

Düsseldorf ist auf jeden Fall eine Reise wert. Die Stadt hat mich wirklich positiv überrascht und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Ich denke, wir werden auf jeden Fall wiederkommen. Für allen, die Architektur lieben ist die Stadt am Rhein ein absolutes Must-see.

Und sollte ich jetzt Euer Interesse für Düsseldorf geweckt haben, schaut doch mal auf der offiziellen Webseite der Tourist Information vorbei.

Die Stadt der kurzen Wege

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