Festung Marienberg
Ein Tag in ...

Ein Tag in … Würzburg

Heute nehme ich Euch mit in das schöne Würzburg. An einem Tag kann man hier richtig viel entdecken und erleben. Die Stadt am Main hat eine wundervolle Altstadt und auf der Mainbrücke kann man wunderbar ein Gläschen Wein genießend. So lässt es sich in der Hauptstadt Unterfrankens sehr gut aushalten.

Wie komme ich nach Würzburg?

Würzburg ist sowohl mit dem Zug als auch mit dem Auto gut zu erreichen. Durch seine Lage am Kreuz der A7 mit der A3 ist die Stadt aus allen Himmelsrichtungen direkt an der Autobahn zu finden.

Ich selbst bin mit dem Zug gereist. Würzburg hat eine super Anbindung an den ICE und vom Hauptbahnhof aus kann man alles erlaufen. Oder man kauft sich ein Ticket für den Nahverkehr und nutzt Bus und Bahn.

Brunnen am Hauptbahnhof Würzburg
Brunnen am Hauptbahnhof

Die Geschichte Würzburgs

Würzburg wurde im Jahr 704 wurde Würzburg erstmals als Befestigungsanlage „Virteburh“ urkundlich erwähnt. Schon im Mittelalter war die Stadt ein bedeutendes wirtschaftliches, geistliches und hoheitliches Zentrum. Bis zur Industriellen Revolution blieb die überregionale Bedeutung von Würzburg hoch. Hierdurch entstand ein eindrucksvolles Stadtbild – vergleichbar mit herausragenden mitteleuropäischen Altstädten wie Krakau. Dieses tolle Stadtbild wurde allerdings im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Am 16.März 1945 wurde die Stadt in einem Bombenangriff in Schutt und Asche gelegt. 80% der Gebäude wurden beschädigt oder zerstört. Beim Wiederaufbau wurden zwar bedeutende Einzeldenkmäler, wie die meisten Kirchen der Altstadt, entsprechend rekonstruiert, jedoch nur wenige Privathäuser, so dass das Stadtbild heute eher von modernen Bauten geprägt ist.

Kirche in Würzburg

Die Residenz in Würzburg

Mein Spaziergang durch die Stadt begann an der Residenz. Durch den Parkplatz vor dem Gebäude und den fließenden Verkehr kommt das Gebäude von außen leider nicht sehr zu Geltung, was ich sehr schade finde. Denn lasst Euch eines gesagt sein – ein Besuch im Inneren lohnt sich auf jeden Fall.

Erbaut wurde die Residenz im Barock-Stil in den Jahren 1720 bis 1744. Sie diente bis zur Auflösung der geistlichen Territorien durch die Säkularisation als Sitz der Würzburger Fürstbischöfe. Wie die meisten Gebäude in Würzburg wurde auch die Residenz im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Nach der Renovierung wurde sie 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen – mit der Begründung die Würzburger Residenz sei „das einheitlichste und außergewöhnlichste aller Barockschlösser“ und eine „Synthese des europäischen Barock“.

Na, neugierig geworden? Für 9,00 € Eintritt könnt Ihr Euch die Residenz ausgiebig besuchen und die tolle Architektur, die wundervollen Fresken und die verschiedenen Säle und Räume entdecken. Ihr solltet dafür aber einige Zeit einplanen. Ich würde von mindestens 2 Stunden ausgehen.

Die Hofkirche und den Hofgarten könnt Ihr übrigens kostenlos besuchen. In den Sommermonaten könnt Ihr aber auch eine Führung durch den Hofgarten buchen und so noch mehr interessantes und wissenswertes erfahren.

Alle Informationen zur Residenz findet Ihr auf der Webseite der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Residenz Würzburg
Die Residenz

Die Stadt der Kirchen

Man merkt deutlich, dass Würzburg lange Zeit Bischofssitz war. Denn auf dem Spaziergang durch die Stadt gibt es jede Menge tolle Kirchen in allen möglichen Architekturstilen zu entdecken. Nicht umsonst gilt Würzburg als „Die Stadt der Kirchen“. Neben ca 50 katholischen Kirchen gibt es auch jede Menge evangelischen und orthodoxe Kirchen. Zudem haben auch alle anderen Religionsgemeinschaft einen Platz gefunden.

Es lohnt sich also mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen. Es gibt immer wieder neue Kirchen zu entdecken.

Die Augustinerkirche in Würzburg
Die Augustinerkirche

Die wichtigste Kirche ist dabei natürlich der Würzburger Dom, der sich fast ein kleines bisschen zu verstecken scheint, aber trotzdem nicht zu übersehen ist. Der St-Kilians-Dom ist die Bischofskirche des Bistums Würzburg. Mit seiner Doppelturmfassade und einer Gesamtlänge von 105 Metern ist er das viert größte romanische Kirchengebäude Deutschlands. Beeindruckend oder? Ursprünglich besaß der Dom ein Salvator-Patrozinium, von 855 bis um etwa 1000 war er dem heiligen Kilian geweiht. Später, von etwa 1000 bis 1967 war der Apostel Andreas Dom-Patron. Seit dem 6. Mai 1967 trägt der Dom erneut den Namen des Franken-Märtyrer Kilian.

St Kilian Dom Würzburg
Der St Kilian Dom

Besonders schön ist auch die Marienkapelle – eine spätgotische Hallenkirche, die von den Bürgern der Stadt Würzburg ab 1377 errichtet wurde. Aus diesem Grund ist sie auch bis heute eine Kapelle und keine Kirche. Einen Besuch ist sie trotzdem oder gerade deswegen wert.

Marienkapelle in Würzburg
Die Marienkapelle

Mittagessen im Rathauskeller

Weiter ging mein Spaziergang zum Rathausplatz. Direkt am wunderschönen Vierröhrenbrunnen gab es erstmal ein leckeres Mittagessen. Ich kann an dieser Stelle den Rathauskeller nur empfehlen. Sowohl drinnen als auch draußen kann man gemütlich sitzen und entspannen. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auch in Ordnung.

Meine Käsespätzle waren auf jeden Fall sehr lecker und reichlich. Man fühlt sich hier sehr gut aufgehoben.

Vierröhrenbrunnen
Der Vierröhrenbrunnen

Die Alte Mainbrücke mit Blick auf die Festung Marienberg

Frisch gestärkt und erholt ging es nur wenige Schritte weiter zu meinem persönlichen Highlight – der Alten Mainbrücke. Hier kann man wirklich den Spirit dieser Weinstadt am Main spüren. Besonders an lauen Sommerabend ist ein Besuch einfach herrlich. Überall auf der Brück stehen kleine Tische an denen man gemütlich ein Gläschen Wein genießen und die Seele baumeln lassen kann. So kommen echte Urlaubsgefühle auf.

Auf der alten Mainbrücke Würzburg
Auf der alten Mainbrücke

Von der Mainbrücke aus hat man zudem einen tollen Blick auf die Weinberge und die Festung Marienberg. Wenn Ihr Zeit habt, könnt Ihr bis auf die Festung hinauf wandern und von dort einen herrlichen Blick über die ganze Stadt genießen. Leider hat mir hierfür die Zeit gefehlt, aber beim nächsten Mal wird das in Angriff genommen.

Blick über die Mainbrücke
Blick über die Mainbrücke

Das Falkenhaus

Auf dem Weg zurück zum Bahnhof ging es noch kurz am Falkenhaus vorbei. Für mich ebenfalls ein echtes Highlight – denn es hat eine der schönsten Rokokofassaden Deutschlands. Ursprünglich war das Gebäude der Wohnsitz des Dompfarrers. 1735 ging es dann in den Besitz des Gastwirts Franz Thomas Meißner über. Dessen Witwe war es auch, die das Gebäude mit der prächtigen Rokoko-Dekoration versehen ließ.

Und damit ging mein kleiner Ausflug nach Würzburg auch schon dem Ende zu.

Das Falkenhaus in Würzburg
Das Falkenhaus in Würzburg

Fazit – Würzburg ist eine tolle Stadt

Als Fazit kann man sagen, Würzburg ist eine wirklich tolle Stadt, die viel zu bieten hat. Die wundervolle Altstadt mit der Alten Mainbrücke, gemütliche Lokale in denen es sich genießen lässt, viele tolle Kirchen und Sehenswürdigkeiten und im Inneren der Residenz kann man völlig in der Vergangenheit versinken.

Ich komme auf jeden Fall wieder. Und vielleicht habe ich dann auch Zeit für eine kleine Bootfahrt über den Main.

Der Main in Würzburg
Blick auf den Main
Rathausplatz Würzburg
Der Rathausplatz Würzburg

Ein Tag in Würzburg

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