
Die 30 schönsten Kleinstädte Deutschlands – Entdeckt Fachwerk, Geschichte und Idylle
Deutschland ist weltberühmt für seine Metropolen, doch wer die wahre Seele des Landes sucht, muss in die Provinz reisen. Dort, wo Kopfsteinpflaster die Hufe alter Postkutschen widerhallt und Fachwerkhäuser seit 500 Jahren die Stellung halten, beginnt das eigentliche Abenteuer.
Hier stelle ich Euch 30 Kleinstädte vor, die Ihr unbedingt besuchen müsst. Jede einzelne hat ihren eigenen Charakter, ihre eigene Geschichte und ganz besondere Schätze, die darauf warten, von euch entdeckt zu werden.
1. Rothenburg ob der Tauber (Bayern)
Rothenburg ob der Tauber ist das absolute Kronjuwel der Romantischen Straße und zieht Besucher aus aller Welt in seinen Bann. Wenn ihr durch das Spitaltor die Stadt betretet, fühlt ihr euch sofort in das späte Mittelalter zurückversetzt. Die Altstadt ist ein Gesamtkunstwerk aus Türmen, Toren und verwinkelten Gassen.
Das berühmte „Plönlein“, ein schmales Fachwerkhaus an einer Straßengabelung, ist wohl eines der meistfotografierten Motive Deutschlands. Doch Rothenburg bietet mehr als nur Fassaden: Im Mittelalterlichen Kriminalmuseum erfahrt ihr alles über die Rechtsgeschichte und schaurige Strafinstrumente vergangener Zeiten.
Für Weihnachtsfans ist das Weihnachtsdorf von Käthe Wohlfahrt ein absolutes Muss – hier herrscht das ganze Jahr über Adventsstimmung. Ein besonderes Highlight für euch ist der Gang auf der historischen Stadtmauer, die den alten Kern fast vollständig umschließt und spektakuläre Ausblicke auf das Taubertal bietet.
Abends solltet ihr euch dem Nachtwächter anschließen*, der mit Hellebarde und Laterne durch die dunklen Gassen führt und schaurig-schöne Geschichten erzählt.
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Monschau (Nordrhein-Westfalen)
Tief in den Tälern der Eifel versteckt, liegt Monschau, eine Stadt wie aus einem Bilderbuch.
Das Besondere hier ist die Architektur: Die prächtigen Fachwerkhäuser mit ihren schwarzen Schieferdächern schmiegen sich so eng an die Windungen des Flusses Rur, dass man kaum glauben mag, wie sie dort erbaut wurden. Monschau war einst ein Zentrum der Tuchmacherindustrie, was man heute noch am prunkvollen „Roten Haus“ bewundern kann. Dieses barocke Patrizierhaus einer Tuchmacherfamilie ist heute ein Museum und zeigt euch den luxuriösen Lebensstil des 18. Jahrhunderts inklusive einer weltberühmten Wendeltreppe aus Eichenholz.
Ein weiteres kulinarisches Highlight ist die historische Senfmühle, in der ihr über 20 verschiedene Senfsorten probieren könnt – ein perfektes Mitbringsel für eure Lieben.
Die Stadt ist zudem der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark Eifel. Besonders im Winter, wenn der Duft von Printen durch die Gassen zieht und die Weihnachtsbeleuchtung die Schieferfassaden zum Glänzen bringt, versprüht Monschau einen unvergleichlichen Charme, dem ihr euch kaum entziehen könnt.
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Cochem (Rheinland-Pfalz)
Cochem ist das Herzstück der Untermosel und besticht durch eine Lage, die dramatischer kaum sein könnte.
Über der Stadt thront majestätisch die Reichsburg Cochem, deren Silhouette mit ihren vielen Zinnen und Türmchen die gesamte Umgebung dominiert. Obwohl die Burg im 17. Jahrhundert zerstört wurde, ließ ein Berliner Geschäftsmann sie im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil wiederaufbauen, was ihr heute dieses märchenhafte Aussehen verleiht.
In der Altstadt selbst findet ihr enge Gassen mit moseltypischem Fachwerk und gemütliche Weinstuben, in denen der regionale Riesling fließt.
Ein technisches Denkmal der besonderen Art ist der ehemalige Bundesbank-Bunker, der tief im Felsen versteckt liegt und in dem während des Kalten Krieges eine geheime Ersatzwährung gelagert wurde.
Für den besten Überblick solltet ihr die Sesselbahn zum Pinnerkreuz nehmen. Von dort oben habt ihr einen atemberaubenden Blick auf die Moselschleife und die steilen Weinhänge. Oder genießt den Ausblick auf die Stadt und die Mosel von einem Boot aus*.
Cochem ist der perfekte Ort für euch, wenn ihr Geschichte mit exzellentem Wein und Natur verbinden möchtet.
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Quedlinburg (Sachsen-Anhalt)
Willkommen in der Welterbestadt Quedlinburg, einem lebendigen Geschichtsbuch am Rande des Harzes. Mit über 2.000 Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten gilt die Stadt als eines der größten Flächendenkmale Deutschlands.
Der Spaziergang durch die Altstadt ist wie eine Zeitreise: Von den schlichten, wuchtigen Ständerbauten des Mittelalters bis hin zum prachtvollen, verzierten Fachwerk der Renaissance ist alles vertreten.
Über der Stadt thront der Schlossberg mit der Stiftskirche St. Servatius, einem Meisterwerk der Romanik. Hier könnt ihr den berühmten Domschatz bewundern, der nach einer abenteuerlichen Odyssee in die USA nach dem Zweiten Weltkrieg wieder an seinen Platz zurückgekehrt ist. Quedlinburg war die erste Hauptstadt der deutschen Könige, und im Schlossmuseum erfahrt ihr alles über König Heinrich I., der hier begraben liegt.
Die Stadt hat eine ganz eigene, fast mystische Atmosphäre, besonders wenn ihr durch die engen „Höllenhof“-Gassen schlendert. Für Kunstliebhaber bietet die Lyonel-Feininger-Galerie moderne Akzente in diesem historischen Umfeld.
Nehmt euch Zeit, denn an jeder Ecke wartet ein neues Detail an den geschnitzten Holzbalken darauf, von euch entdeckt zu werden.
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Meersburg (Baden-Württemberg)
Meersburg am Bodensee ist eine Stadt, die durch seine vertikale Gliederung besticht. Die Stadt teilt sich in die quirlige Unterstadt direkt am Seeufer und die herrschaftliche Oberstadt, die über steile Treppen und Gassen erreichbar ist.
Das Wahrzeichen ist die Burg Meersburg, die älteste bewohnte Burg Deutschlands. Hier lebte und starb die berühmte Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, deren Arbeitszimmer ihr heute noch besichtigen könnt. Direkt daneben steht das Neue Schloss, eine barocke Residenz der Fürstbischöfe von Konstanz, die mit ihren prunkvollen Sälen und der weiten Terrasse einen scharfen Kontrast zur mittelalterlichen Burg bildet. Von der Terrasse aus habt ihr einen der schönsten Ausblicke über den Bodensee bis hin zu den Schweizer Alpen.
Meersburg ist zudem ein bedeutender Weinort; die steilen Hänge rund um die Stadt bringen hervorragende Weiß- und Rotweine hervor, die ihr in der Staatsweinkellerei oder gemütlichen Gaststätten verkosten könnt.
Spaziert durch die Steigstraße, die die beiden Stadtteile verbindet, und genießt das mediterrane Flair, das durch die vielen Blumen und das milde Seeklima entsteht.
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Dinkelsbühl (Bayern)
Dinkelsbühl ist oft die „bescheidenere Schwester“ von Rothenburg, steht ihr aber in Sachen Schönheit in nichts nach. Das Besondere an dieser Stadt ist ihre Authentizität; sie blieb von Kriegen weitgehend verschont, was ihr ein extrem harmonisches Stadtbild beschert hat.
Die Stadtmauer mit ihren 18 Türmen und vier Toren ist fast vollständig erhalten und lädt zu einem langen Rundgang ein. Das Herz der Stadt ist das Münster St. Georg, eine der prächtigsten spätgotischen Hallenkirchen Süddeutschlands. Ein absoluter Blickfang ist das „Deutsche Haus“, ein prächtiger Fachwerkbau der Renaissance am Marktplatz.
Jährlich im Juli feiert die Stadt die „Kinderzeche“, ein historisches Festspiel, das an die Rettung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg erinnert (und die die Grundlage zu Weihnachtslied “Ihr Kinderlein kommet” lieferte).
Für euch als Besucher ist Dinkelsbühl ein Ort der Entschleunigung. Es gibt keine modernen Werbeschilder oder grellen Neonlichter, alles fügt sich harmonisch in das mittelalterliche Bild ein. Besucht das Haus der Geschichte, um mehr über die bewegte Vergangenheit der Stadt zu erfahren, oder genießt einfach einen Kaffee auf dem Marktplatz und lasst die prachtvollen Giebelhäuser auf euch wirken.
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Wernigerode (Sachsen-Anhalt)
Wernigerode – die „Bunte Stadt am Harz“, wie sie der Dichter Hermann Löns nannte, macht ihrem Namen alle Ehre.
Das Rathaus von Wernigerode am Marktplatz ist mit seinen zwei spitzen Türmen und der kunstvoll geschnitzten Fachwerkfassade eines der schönsten Gebäude Europas. Von hier aus könnt ihr durch die Fußgängerzone schlendern, in der sich ein Fachwerkgiebel an den nächsten reiht.
Hoch über der Stadt thront Schloss Wernigerode. Ursprünglich eine mittelalterliche Burg, wurde es im 19. Jahrhundert zu einem prunkvollen Residenzschloss umgebaut und wird oft als das „Neuschwanstein des Nordens“ bezeichnet.
Ein Muss für jeden Besucher ist eine Fahrt mit den Harzer Schmalspurbahnen. Die historischen Dampfloks schnaufen direkt vom Bahnhof Wernigerode los und bringen euch hinauf auf den Brocken, den sagenumwobenen Berg der Hexen. Für Technikbegeisterte bietet das Luftfahrtmuseum spannende Einblicke.
Wernigerode ist die perfekte Mischung aus städtischer Kultur und dem direkten Zugang zur wilden Natur des Harzes. Vergesst nicht, das „Schiefe Haus“ zu besuchen, dessen Boden eine erstaunliche Neigung aufweist, weil es über einem alten Mühlenbach errichtet wurde.
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Füssen (Bayern)
Füssen liegt am südlichen Ende der Romantischen Straße und ist weltbekannt als Ausgangspunkt für Besuche der Schlösser Neuschwanstein* und Hohenschwangau*.
Doch die Stadt selbst verdient weit mehr als nur einen kurzen Zwischenstopp. Die historische Altstadt ist geprägt von mittelalterlichen Bürgerhäusern und barocken Kirchen. Über den Dächern thront das Hohe Schloss, die einstige Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Augsburg. Besonders sehenswert ist der Rittersaal mit seiner prachtvollen Kassettendecke und den illusionistischen Malereien im Innenhof. Direkt darunter liegt das Kloster St. Mang, dessen prunkvolle Barockarchitektur und das Museum der Stadt Füssen (mit einer bedeutenden Sammlung historischer Lauten und Geigen) beeindrucken.
Füssen ist eine Stadt des Wassers: Der Lechfall am Stadtrand ist ein beeindruckendes Naturschauspiel, bei dem sich der Fluss über mehrere Stufen in eine enge Schlucht stürzt.
Die Kombination aus alpiner Kulisse, den nahegelegenen Seen wie dem Forggensee und der reichen Geschichte macht Füssen zu einem Ort, an dem ihr problemlos mehrere Tage verbringen könnt, ohne dass euch langweilig wird.
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Bacharach (Rheinland-Pfalz)
Bacharach am Rhein ist der Inbegriff der Rheinromantik. Schon Victor Hugo war von diesem Ort verzaubert, der sich eng zwischen den Rhein und die steilen Weinberge schmiegt.
Die Stadtmauer ist teilweise begehbar und bietet euch fantastische Ausblicke auf die Schifffahrt auf dem Strom. Ein Wahrzeichen, das schon von weitem ins Auge fällt, ist die gotische Ruine der Wernerkapelle, die mit ihrer filigranen Architektur über der Stadt schwebt. Direkt darüber thront die Burg Stahleck, eine der imposantesten Burgen am Mittelrhein, die heute als Jugendherberge genutzt wird – ein Kaffee auf der dortigen Terrasse lohnt sich allein wegen der Aussicht.
In der Altstadt findet ihr das „Alte Haus“ aus dem Jahr 1368, ein Paradebeispiel für mittelalterliches Fachwerk, das schon in zahlreichen Filmen als Kulisse diente.
Bacharach ist ein Paradies für Weinliebhaber; der hier angebaute Riesling gilt als besonders mineralisch und fein. Ein Spaziergang durch die engen Gassen, vorbei an Postkarten-Idyllen und kleinen Weinstuben, lässt euch den Stress des Alltags sofort vergessen.
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Tangermünde (Sachsen-Anhalt)
Wenn ihr in den Norden reist, ist Tangermünde an der Elbe ein absoluter Geheimtipp.
Diese Stadt ist ein Juwel der Backsteingotik und hat sich ihren mittelalterlichen Charme fast vollständig bewahrt. Die massive Stadtmauer aus rotem Backstein mit ihren wehrhaften Toren und Türmen umschließt die Altstadt und schützt sie heute vor den Fluten der Elbe.
Besonders beeindruckend ist das Rathaus mit seiner filigranen Schaufassade, das als eines der bedeutendsten profanen Bauwerke der Backsteingotik in Norddeutschland gilt. Tangermünde war einst Residenzstadt von Kaiser Karl IV., was der Stadt eine Bedeutung verlieh, die man heute noch in der prachtvollen Burganlage spürt. Die Burg selbst beherbergt heute ein Hotel, aber der Schlosspark und die Aussichtsplattform auf der Elbe sind für euch zugänglich.
Die Atmosphäre in Tangermünde ist ruhig und beschaulich; die Elbpromenade lädt zu langen Spaziergängen ein, bei denen ihr die Natur des Biosphärenreservats Mittelelbe genießen könnt.
Probiert in den lokalen Gaststätten unbedingt das „Kuhschwanzbier“, eine lokale Spezialität, die perfekt zur herzhaften regionalen Küche passt.
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Lindau (Bayern)
Lindau ist ein echtes Unikat, denn das historische Herz dieser Stadt liegt auf einer Insel im Bodensee.
Schon die Ankunft ist spektakulär: Wenn ihr mit der Bahn über den Damm fahrt oder mit dem Schiff im Hafen einläuft, werdet ihr von der berühmtesten Hafeneinfahrt des Sees begrüßt. Hier stehen sich der Bayerische Löwe und der einzige Leuchtturm Bayerns majestätisch gegenüber.
Die Altstadt von Lindau ist ein Labyrinth aus mittelalterlichen Gassen und Laubengängen, die euch bei Sonne Schatten und bei Regen Schutz bieten. Besonders prachtvoll ist die Maximilianstraße, die Haupteinkaufsstraße mit ihren reich verzierten Bürgerhäusern und dem Alten Rathaus, dessen Fassade mit farbenfrohen Wandmalereien die Stadtgeschichte erzählt.
Für einen Moment der Ruhe solltet ihr den Diebsturm aufsuchen, der mit seinen bunten Ziegeln wie aus einem Märchen wirkt.
Lindau versprüht ein fast italienisches Flair, besonders wenn ihr an der Uferpromenade einen Espresso genießt und den Blick über das „Schwäbische Meer“ bis hin zu den schneebedeckten Gipfeln der Alpen schweifen lasst.
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Michelstadt (Hessen)
Im Herzen des Odenwaldes gelegen, ist Michelstadt ein Ort, der Architekturfans regelmäßig in Ekstase versetzt.
Das absolute Highlight, das ihr sicher schon auf unzähligen Kalenderblättern gesehen habt, ist das historische Rathaus von 1484. Es steht auf mächtigen Eichenpfosten und wirkt mit seinen zwei spitzen Türmen fast wie ein fantastisches Wesen aus Holz. Doch Michelstadt hat noch mehr zu bieten: Die Stadtmauer ist in weiten Teilen erhalten, und die angrenzenden Kellereihöfe versprühen eine urige Atmosphäre.
Ein Muss für euch ist ein Besuch der Einhards-Basilika im Stadtteil Steinbach, eines der wenigen erhaltenen Bauwerke aus der Karolingerzeit.
Wer es süßer mag, sollte das Café Siefert besuchen – der Inhaber ist Weltmeister der Konditoren und seine Kreationen sind weit über die Grenzen Hessens bekannt.
Im Winter verwandelt sich Michelstadt in eine Weihnachtswelt, die durch die lebensgroßen Holzfiguren und die festliche Beleuchtung des Fachwerks eine ganz besondere Magie entfaltet. Es ist der perfekte Ort für eine entschleunigte Auszeit im Grünen.
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Husum (Schleswig-Holstein)
Husum, die „Graue Stadt am Meer“, ist ein wundervolles Beispiel dafür, dass literarische Beinamen manchmal täuschen können. Zwar nannte der Dichter Theodor Storm seine Heimatstadt so, doch heute präsentiert sich Husum an der Nordsee erstaunlich bunt.
Der Binnenhafen reicht fast bis an den Marktplatz und sorgt dafür, dass Krabbenkutter und Segelyachten zum festen Stadtbild gehören. Ihr könnt hier direkt vom Kutter frische Krabben kaufen oder in einem der Cafés am Hafen das Treiben der Gezeiten beobachten.
Ein kulturelles Highlight ist das Schloss vor Husum, das einzige Schloss an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Im Frühling solltet ihr unbedingt in den Schlosspark pilgern, wenn dort Millionen von Krokussen blühen und den Boden in ein lila Meer verwandeln – ein Spektakel, das sogar mit einem eigenen Fest gefeiert wird.
Literaturfreunde können im Theodor-Storm-Haus auf den Spuren des Dichters wandeln. Husum ist zudem ein idealer Stützpunkt für euch, um das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer zu erkunden oder Ausflüge zu den Halligen zu unternehmen.
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Görlitz (Sachsen)
Görlitz ist ein Phänomen. Die östlichste Stadt Deutschlands blieb im Zweiten Weltkrieg nahezu unversehrt, weshalb ihr hier ein geschlossenes Ensemble aus Gotik, Renaissance, Barock und Gründerzeit findet, das in Europa seinesgleichen sucht.
Diese Perfektion hat sogar Hollywood angelockt: In „Görliwood“ wurden Blockbuster wie The Grand Budapest Hotel* oder Inglourious Basterds* gedreht. Wenn ihr über den Untermarkt schlendert, fühlt ihr euch wie auf einem Filmset.
Besonders faszinierend sind die „Hallenhäuser*“ mit ihren gewaltigen Kreuzgewölben, in die früher die Pferdefuhrwerke der Tuchhändler direkt hineinfahren konnten. Die Peterskirche mit ihrer berühmten Sonnenorgel thront über der Neiße, und nur ein paar Schritte weiter führt eine Fußgängerbrücke direkt nach Polen in die Schwesterstadt Zgorzelec.
Für einen Panoramablick solltet ihr den Rathausturm besteigen.
Görlitz ist keine verschlafene Kleinstadt, sondern ein lebendiges Denkmal, das euch an jeder Ecke mit architektonischen Details überrascht, die ihr so nirgendwo anders findet.
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Bad Wimpfen (Baden-Württemberg)
Hoch über dem Neckartal gelegen, bietet Bad Wimpfen eine Silhouette, die ihr schon von weitem erkennt.
Die Stadt war einst die größte Kaiserpfalz der Staufer nördlich der Alpen, und diese kaiserliche Geschichte ist noch heute an jeder Ecke spürbar. Das Wahrzeichen ist der Blaue Turm, in dem bis heute eine Türmerin wohnt – eine Tradition, die seit Jahrhunderten besteht. Ihr könnt den Turm besteigen und einen grandiosen Blick über das Neckartal und die Dächer der Altstadt genießen.
Die Fachwerkhäuser in Bad Wimpfen sind besonders prachtvoll und oft mit Schnitzereien und Sinnsprüchen verziert. Besonders kurios ist das „Bügeleisenhaus“, ein extrem schmales Gebäude an einer Straßengabelung.
Ein Spaziergang entlang der Pfalzmauer führt euch zu den Arkaden des staufischen Palas, die zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken Deutschlands zählen.
Im Dezember lockt der Altdeutsche Weihnachtsmarkt, der als einer der traditionsreichsten und schönsten des Landes gilt. Bad Wimpfen ist ein Ort für Genießer und Geschichtsfans, die den Charme einer alten Reichsstadt in Ruhe erkunden wollen.
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Marburg (Hessen)
Marburg ist eine Stadt der Kontraste: Unten fließt die Lahn ruhig dahin, oben thront das gewaltige Landgrafenschloss. Dazwischen erstreckt sich die Oberstadt, ein Labyrinth aus Treppen und steilen Gassen, in denen die Brüder Grimm einst studierten und sich angeblich für ihre Märchen inspirieren ließen.
Ihr werdet in Marburg schnell feststellen, dass man hier entweder bergauf oder bergab geht – „andere Städte haben eine Universität, Marburg ist eine Universität“, lautet ein bekannter Spruch. Das studentische Leben sorgt für eine quirlige Atmosphäre in den historischen Gassen.
Ein absolutes Muss ist die Elisabethkirche, der erste rein gotische Kirchenbau auf deutschem Boden und Ziel unzähliger Pilger im Mittelalter. Das Schloss selbst beherbergt ein Museum für Kulturgeschichte und bietet einen Schlosspark, der zum Verweilen einlädt.
Für euch ist Marburg besonders am Abend reizvoll, wenn die vielen kleinen Kneipen und Cafés in der Oberstadt zum Leben erwachen und das Licht der Laternen sich im alten Fachwerk spiegelt. Ein Aufzug verbindet übrigens die Unterstadt mit der Oberstadt, falls eure Beine eine Pause brauchen.
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Rüdesheim am Rhein (Hessen)
Rüdesheim ist der Inbegriff deutscher Weinkultur und das Tor zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.
Weltbekannt ist die Drosselgasse: Auf nur 144 Metern Länge reihen sich hier Weinhäuser und Gaststätten aneinander, in denen oft live Musik gespielt wird. Auch wenn es hier touristisch zugehen kann, solltet ihr dieses Spektakel einmal erlebt haben.
Doch Rüdesheim hat auch eine ruhige, elegante Seite. Fahrt mit der Seilbahn über die sanft geschwungenen Weinreben hinauf zum Niederwalddenkmal. Von der „Germania“ aus habt ihr einen unvergleichlichen Panoramablick über das Rheintal und die gegenüberliegende Stadt Bingen.
Ein besonderer Tipp für euch ist „Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett“, ein Museum für selbstspielende Musikinstrumente, das in einem wunderschönen alten Adelshof untergebracht ist – die Vorführungen dort sind absolut faszinierend.
Nach einem Tag voller Entdeckungen solltet ihr unbedingt einen Rüdesheimer Kaffee probieren, der mit flambiertem Asbach Uralt zubereitet wird.
Rüdesheim verbindet Lebensfreude, Genuss und rheinische Geschichte auf eine Weise, die sofort gute Laune macht.
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Landsberg am Lech (Bayern)
Landsberg am Lech ist eine Stadt, die durch ihre Lage am Fluss geprägt ist wie kaum eine andere. Das absolute Highlight, das ihr bei eurem Besuch nicht verpassen dürft, ist das Lechwehr. In Form einer riesigen Treppe stürzt das Wasser hier über vier Stufen hinab – ein ohrenbetäubendes und faszinierendes Naturschauspiel direkt am Rande der Altstadt.
Die Stadt selbst liegt an der alten Salzstraße und kam dadurch zu großem Reichtum, den ihr heute noch an den prächtigen Bauten sehen könnt. Das Bayertor gilt als eines der schönsten gotischen Stadttore Süddeutschlands und bietet euch einen weiten Blick über das Umland. In der Altstadt findet ihr den farbenfrohen Hauptplatz mit dem Rathaus, dessen Rokokofassade von Dominikus Zimmermann gestaltet wurde.
Ein Tipp für euch: Sucht den „Mutterturm“ am Flussufer auf. Er sieht aus wie aus einem Märchen entsprungen und wurde vom Maler Hubert von Herkomer zu Ehren seiner Mutter errichtet.
Landsberg verbindet bayerische Tradition mit einer fast schon südländischen Lebensqualität am Wasser.
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Calw (Baden-Württemberg)
Die „Hermann-Hesse-Stadt“ Calw liegt eingebettet im tiefen Tal der Nagold und ist ein Inbegriff schwäbischer Fachwerk-Romantik. Wenn ihr über den historischen Marktplatz schlendert, werdet ihr verstehen, warum der Nobelpreisträger Hermann Hesse seine Geburtsstadt als die „schönste Stadt von allen“ bezeichnete.
Über 200 denkmalgeschützte Häuser prägen das Stadtbild, wobei die kunstvollen Schnitzereien und die stattlichen Giebel der Bürgerhäuser von der einstigen Bedeutung Calws als Zentrum des Tuchhandels und der Flößerei zeugen. Ein absolutes Muss für euch ist das Hermann-Hesse-Museum, das tiefere Einblicke in das Leben und Werk des Autors bietet.
Nur einen Katzensprung von Calw entfernt wartet ein weiteres Highlight: Die Klosterruine Hirsau. Diese einst mächtige Benediktinerabtei beeindruckt mit ihrer weitläufigen Anlage und den romanischen sowie gotischen Überresten, die heute eine fast mystische Kulisse für Spaziergänge und kulturelle Veranstaltungen bieten.
Calw verbindet für euch auf einzigartige Weise intellektuelle Tiefe mit der urwüchsigen Gemütlichkeit des Nordschwarzwalds.
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Eutin (Schleswig-Holstein)
Mitten in der Seenlandschaft der Holsteinischen Schweiz gelegen, trägt Eutin den Beinamen „Rosenstadt“ und „Weimar des Nordens“. Letzteres verdankt sie ihrer Blütezeit um 1800, als hier bedeutende Dichter und Denker ein- und ausgingen.
Das Herzstück der Stadt ist das Eutiner Schloss, das malerisch von einem Wassergraben umgeben ist. Der englische Landschaftsgarten des Schlosses ist einer der bedeutendsten in Norddeutschland und lädt euch zu ausgiebigen Spaziergängen zwischen alten Bäumen und versteckten Pavillons ein. Im Sommer verwandelt sich der Schlossgarten in eine riesige Freilichtbühne für die Eutiner Festspiele.
Die Altstadt selbst besticht durch klassizistische Fassaden und gemütliche Marktplätze. Da Eutin fast vollständig vom Großen Eutiner See umschlossen ist, solltet ihr unbedingt Zeit für eine Bootsfahrt oder einen Spaziergang entlang der Uferpromenade einplanen.
Für euch ist Eutin der perfekte Ort, wenn ihr Kultur auf hohem Niveau mit der Ruhe einer glitzernden Seenlandschaft verbinden wollt.
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Bernkastel-Kues (Rheinland-Pfalz)
An einer der schönsten Moselschleifen gelegen, teilt sich Bernkastel-Kues in das mittelalterliche Bernkastel und das eher beschauliche Kues. Der Marktplatz von Bernkastel ist vermutlich das, was sich internationale Touristen unter „typisch Deutsch“ vorstellen: Ein Ensemble aus schmalen, hohen Fachwerkhäusern, die sich gegenseitig zu stützen scheinen. Das bekannteste ist das „Spitzhäuschen“ von 1416, dessen Erdgeschoss so schmal ist, dass man sich fragt, wie es überhaupt stehen kann.
Über der Stadt wacht die Burgruine Landshut, die ihr über einen steilen Pfad durch die Weinberge oder bequem mit dem Burg-Express erreicht. Von dort oben ist der Blick auf das Moseltal einfach unbezahlbar. Auf der anderen Flussseite in Kues solltet ihr das Cusanusstift besuchen, das vom berühmten Gelehrten Nikolaus von Kues im 15. Jahrhundert als Armenhospital gegründet wurde und heute eine der wertvollsten privaten Handschriftenbibliotheken der Welt beherbergt.
Für euch ist Bernkastel-Kues der ideale Ort, um bei einer Weinprobe den berühmten „Bernkasteler Doctor“-Riesling zu kosten und das milde Klima des Flusstals zu genießen.
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Schiltach (Baden-Württemberg)
Tief im Schwarzwald, dort wo die Flüsse Schiltach und Kinzig zusammenfließen, liegt ein wahres Fachwerkjuwel. Schiltach ist die Stadt der Flößer, Gerber und Handwerker. Wenn ihr auf dem steilen, dreieckigen Marktplatz steht, werdet ihr von einer Kulisse umringt, die so perfekt erhalten ist, dass sie fast wie ein Freilichtmuseum wirkt.
Das Besondere hier ist die Geschichte der Flößerei: Über Jahrhunderte wurden hier riesige Baumstämme zu Flößen zusammengebunden und bis nach Holland transportiert. Im Schüttesäge-Museum erfahrt ihr alles über dieses gefährliche Handwerk. Für euch ist ein Spaziergang durch die „Gerberviertel“ direkt am Flussufer ein Muss. Hier hängen an den alten Fachwerkhäusern teilweise noch die Vorrichtungen, an denen früher die Felle getrocknet wurden.
Schiltach ist zudem der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen durch den dichten Schwarzwald. Die Kombination aus rauschendem Wasser, dunklen Tannen und den hellen Fachwerkgiebeln macht diesen Ort zu einem der stimmungsvollsten in ganz Baden-Württemberg.
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Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern)
Bad Doberan ist eine Stadt, die Eleganz und norddeutsche Bodenständigkeit perfekt vereint. Das unangefochtene Highlight ist das Doberaner Münster. Die ehemalige Zisterzienser-Klosterkirche gilt als die „Perle der norddeutschen Backsteingotik“ und beherbergt eine Innenausstattung, die fast vollständig aus dem Mittelalter erhalten ist – ein absolutes Unikat in Europa.
Doch Bad Doberan hat noch ein ganz anderes Ass im Ärmel: Die historische Schmalspurbahn „Molli“. Mit lautem Pfeifen und Dampf rattert die Bahn mitten durch die Einkaufsstraße der Stadt, so nah an den Schaufenstern vorbei, dass ihr fast die Auslagen berühren könnt. Die Fahrt führt euch weiter durch eine wunderschöne Allee bis nach Heiligendamm, dem ältesten Seebad Deutschlands. Dort könnt ihr die „Weiße Stadt am Meer“ bewundern, eine Reihe prachtvoller klassizistischer Villen direkt an der Ostsee.
Bad Doberan bietet euch somit die perfekte Kombination aus hochkarätiger Kulturgeschichte und dem entspannten Lebensgefühl der Ostseeküste.
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Burghausen (Bayern)
Wenn ihr euch wie echte Ritter oder Burgfräulein fühlen wollt, dann ist Burghausen an der Grenze zu Österreich euer Ziel. Die Stadt hält einen Weltrekord: Hier steht die längste Burg der Welt, die sich über unglaubliche 1.051 Meter auf einem schmalen Bergrücken erstreckt.
Die Anlage ist so riesig, dass sie gleich sechs Burghöfe umfasst, in denen früher Tausende von Menschen lebten und arbeiteten. Ihr könnt stundenlang durch die Tore, über die Brücken und entlang der Zinnen wandern, ohne die Burg auch nur einmal zu verlassen. Doch vergesst nicht, auch in die Altstadt hinunterzusteigen.
Der Stadtplatz ist ein Paradebeispiel für den Inn-Salzach-Stil: Die Häuser haben bunte, hochgezogene Prunkfassaden, die oft die eigentlichen Dächer verdecken und der Stadt ein fast italienisches, farbenfrohes Gesicht geben. Ein Tipp für euch: Macht eine Fahrt mit einer „Plätte“, den traditionellen Salzkähnen, auf der Salzach. Vom Wasser aus wirkt die mächtige Festung über euren Köpfen noch beeindruckender.
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Oberammergau (Bayern)
Oberammergau ist weltberühmt für zwei Dinge: Die Passionsspiele und die Kunst der Holzschnitzerei. Alle zehn Jahre (das nächste Mal wieder 2030) führt fast das ganze Dorf die Geschichte der Leiden Christi auf – eine Tradition, die auf ein Gelübde aus der Pestzeit von 1633 zurückgeht. Aber auch zwischen den Festspielen ist der Ort ein absolutes Highlight.
Wenn ihr durch die Straßen geht, werdet ihr aus dem Staunen nicht herauskommen: Viele Häuser sind mit extrem aufwendiger Lüftlmalerei verziert. Das „Pilatushaus“ ist dabei das bekannteste Beispiel und wirkt fast wie eine dreidimensionale Leinwand. Oberammergau ist zudem das Zentrum der „Herrgottschnitzer“. In zahlreichen Werkstätten könnt ihr Künstlern dabei zusehen, wie sie aus einfachen Holzblöcken filigrane Figuren zaubern.
Für Naturfreunde bietet der Hausberg Laber (erreichbar mit einer nostalgischen Bergbahn) einen der besten Panoramablicke auf die bayerischen Alpen. Es ist ein Ort, der tief im Glauben und in der Tradition verwurzelt ist, euch aber gleichzeitig mit einer unglaublichen künstlerischen Offenheit empfängt.
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Lübbenau (Brandenburg)
Lübbenau ist das pulsierende Herz des Spreewaldes und ein Ort, an dem die Uhren ein wenig langsamer gehen – was vor allem daran liegt, dass man hier oft mit dem Kahn statt mit dem Auto unterwegs ist. Die Stadt ist von einem Labyrinth aus Hunderten von kleinen Wasserläufen, den sogenannten Fließen, umgeben.
Ein absolutes Muss für euch ist eine Kahnfahrt ab dem Großen Hafen. Während ihr lautlos durch die Erlenwälder gegleitet werdet, serviert euch der Fährmann vielleicht die berühmten Spreewälder Gurken, die ihr hier an jeder Straßenecke in allen Variationen probieren könnt. Besonders sehenswert ist das Schloss Lübbenau mit seinem weitläufigen Park.
Ein kleiner Geheimtipp ist das Dorf Lehde, ein „Museumsdorf“ im Wasser, das nur über Brücken oder per Boot erreichbar ist. Hier erfahrt ihr, wie die Menschen früher in dieser einzigartigen Sumpflandschaft überlebt haben. Lübbenau ist perfekt für euch, wenn ihr die Natur liebt und Lust auf eine der einzigartigsten Kulturlandschaften Deutschlands habt.
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Mölln (Schleswig-Holstein)
Mölln ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Till Eulenspiegel. Der berühmte Narr soll hier im Jahr 1350 gestorben sein, und sein Geist weht noch immer durch jede Gasse der Altstadt. Auf dem Marktplatz steht das Eulenspiegel-Denkmal, und es heißt, dass es Glück bringt, wenn ihr gleichzeitig seinen Daumen und seine Fußspitze berührt (was man an den glänzend geriebenen Stellen deutlich sieht).
Die Stadt liegt malerisch auf einer Halbinsel, umgeben von einer Kette von Seen, was ihr eine wunderbare Frische verleiht. Die St. Nicolai-Kirche, die hoch über dem Markt thront, beherbergt sogar einen Gedenkstein für den Schalksnarren.
Neben den Eulenspiegel-Geschichten bietet Mölln euch eine wunderschöne Backsteinarchitektur und den Kurpark, der zu den schönsten Anlagen des Nordens zählt.
Für Aktivurlauber ist die Umgebung ein Paradies zum Radfahren und Paddeln. Mölln ist ein Ort mit Humor und Geschichte, der euch immer wieder zum Schmunzeln bringen wird.
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Bad Langensalza (Thüringen)
Wenn ihr Blumen und Parks liebt, werdet ihr Bad Langensalza vergöttern. Die Stadt hat sich in den letzten Jahren zu einer wahren „Gartenstadt“ entwickelt und beherbergt gleich zehn verschiedene Themenparks. Der bekannteste ist der Japanische Garten „Pflanzen- und Wassergenuss“, der eine Oase der Stille und Meditation ist. Ebenso beeindruckend ist der Rosengarten mit über 450 Rosenarten.
Doch Bad Langensalza ist nicht nur grün, sondern auch historisch: Die Altstadt ist fast vollständig von einer mittelalterlichen Stadtmauer umschlossen, und die Fachwerkhäuser aus hellem Travertin-Stein verleihen dem Ort ein ganz besonderes Leuchten. Die Stadt ist zudem ein staatlich anerkanntes Heilbad; in der Friederiken Therme könnt ihr in schwefel- und solehaltigem Wasser entspannen.
Für Geschichtsinteressierte bietet das Augustinerkloster spannende Einblicke. Bad Langensalza ist ein echtes Wohlfühl-Ziel für euch, das die Sinne verwöhnt und perfekt zeigt, wie modern eine historische Kleinstadt sein kann.
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Lüneburg (Niedersachsen)
Lüneburg ist eine Stadt, die buchstäblich auf Salz gebaut wurde – und genau das wurde ihr fast zum Verhängnis. Durch den jahrhundertelangen Salzabbau unter der Stadt senkten sich ganze Viertel ab. Wenn ihr heute durch das „Senkungsgebiet“ spaziert, werdet ihr Häuser sehen, die sich so schief und krumm gegeneinander lehnen, als hätten sie zu viel vom lokalen Bier getrunken. Das macht den Charme der Stadt aus.
Lüneburg war im Mittelalter eine der reichsten Städte der Hanse, was ihr an den gewaltigen Backsteinkirchen und dem prunkvollen Rathaus am Marktplatz sehen könnt. Der „Stintmarkt“ am alten Hafen ist heute der soziale Mittelpunkt der Stadt; in den historischen Lagerhäusern befinden sich unzählige Kneipen und Restaurants, in denen ihr direkt am Wasser sitzen könnt.
Besucht unbedingt das Deutsche Salzmuseum, um zu verstehen, wie das „Weiße Gold“ die Stadt reich machte. Lüneburg ist durch seine Universität jung und lebendig geblieben – eine perfekte Mischung aus hanseatischer Erhabenheit und modernem Lifestyle.
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Schmalkalden (Thüringen)
Zum Abschluss unserer Reise führt uns der Weg in den Südwesten des Thüringer Waldes. Schmalkalden ist ein Ort von welthistorischer Bedeutung, denn hier wurde der „Schmalkaldische Bund“ gegründet, ein entscheidendes Bündnis der Reformation.
Die Altstadt ist ein wahres Fachwerk-Wunder: Fast 90 Prozent der Häuser stammen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert und sind liebevoll restauriert. Über der Stadt thront Schloss Wilhelmsburg, eines der bedeutendsten Renaissanceschlösser in Deutschland. Besonders beeindruckend ist die Schlosskapelle und die originale Orgel aus der Renaissancezeit.
Aber Schmalkalden hat auch eine süße Seite: Die Viba Confiserie hat hier ihren Sitz. In der Viba-Erlebniswelt könnt ihr zusehen, wie Nougat hergestellt wird (und natürlich reichlich probieren).
Für Wanderer unter euch bietet der nahegelegene Rennsteig, Deutschlands berühmtester Höhenwanderweg, endlose Möglichkeiten. Schmalkalden ist der perfekte Schlusspunkt für unsere Tour: Eine Stadt, die zeigt, dass man in der deutschen Provinz auf Schritt und Tritt auf Weltgeschichte und puren Genuss trifft.
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Eure Reise in die schönsten Kleinstädte Deutschland kann beginnen!
Das waren sie – die 30 schönsten Kleinstädte Deutschlands. Ob im tiefen Süden zwischen den schneebedeckten Gipfeln der Alpen oder im hohen Norden an der stürmischen, weiten See: Ihr habt nun die Qual der Wahl für euer nächstes Abenteuer. Jede dieser Städte erzählt ihre ganz eigene, faszinierende Geschichte und wartet nur darauf, von euch in all ihren Facetten erkundet zu werden. Deutschland ist so viel mehr als nur die glitzernden Fassaden von Berlin oder Hamburg.
In diesen kleinen Perlen findet ihr die wahre deutsche Gemütlichkeit, jahrhundertealte Traditionen und eine architektonische Vielfalt, die weltweit ihresgleichen sucht. Ob ihr nun durch mittelalterliche Gassen schlendert, regionale Weine direkt beim Winzer verkostet oder die unberührte Natur der Umgebung genießt – diese Orte werden euch mit ihrem unverwechselbaren Charakter und ihrer herzlichen Gastfreundschaft verzaubern. Packt eure Koffer und begebt euch auf eine Entdeckungsreise, die euch noch lange in Erinnerung bleiben wird!

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