Winterwanderung auf der Tauplitzalm

Winterwanderung auf der Tauplitzalm

Es ist Januar geworden, draußen liegt vielerorts der schönste Schnee, doch leider dürfen wir diesen nicht wirklich nutzen. Durch den Corona-Lockdown sollen wir alle zuhause bleiben, doch wer verbietet uns, zu träumen? Und so nehme ich Euch heute mit zu einer kleinen Winterwanderung auf der Tauplitzalm in der schönen Steiermark, die ich vor einigen Jahren erleben durfte. Eine gemütliche Runde mit gigantischem Ausblick.

Obwohl ich in einem schneereichen Gebiet wohne, bin ich kein großer Fan vom Skifahren. Vor ein paar Jahren habe ich mal Langlauf ausprobiert, es aber schnell wieder aufgegeben. Doch Wanderungen durch den Schnee sind etwas wundervolles, etwas wo man die Seele baumeln lassen kann. Besonders auf dieser Strecke war das sehr gut möglich.

Winterpanorama Tauplitzalm

Wie komme ich zur Tauplitzalm?

Die Tauplitzalm befindet sich in der Nähe von Bad Mitterndorf in der Steiermark in Österreich. Skisprungfans kennen den Ort vor allem durch die Skiflugschanze und die dort stattfindenden Wettbewerbe. Aber auch abseits davon ist Bad Mitterndorf immer einen Besuch wert. Von hier aus sind verschiedene Ausflüge möglich, unter anderem Wanderungen auf der Tauplitzalm.

Für Besucher bietet sich die Möglichkeit, direkt in dem kleinen Ort Tauplitz zu parken und die Seilbahn auf die Alm zu nutzen. Mit 17 € für Erwachsene und 10€ für Kinder ist das preislichen auch in Ordnung und man kann entspannt nach oben gleiten.

Wir hatten damals die Möglichkeit direkt bis zum oberen Parkplatz oben auf der Tauplitzalm zu fahren. Hierzu sollte man allerdings gute Nerven mitbringen, denn die Straße ist kurvig und schmal, ganz besonders, wenn sich auch noch rechts und links Schneestürme aufstapeln. Man sollte sich das also gut überlegen.

Oben angekommen wird man allerdings mit einem gigantischen Ausblick belohnt – bis hin zum Dachstein liegen einem die Berge regelrecht zu Füßen.

Steiermark

Quer über die Tauplitzalm

Vom Parkplatz aus ging es für uns unterhalb des Hollhauses entlang bis zum Hauptwanderweg der Alm. Die Strecke war wirklich sehr gut präpariert und lies sich gut laufen. Was mir vor allem positiv in Erinnerung habe ist, dass die Wanderwege von der Langlaufstrecke getrennt präpariert waren. Dadurch kam man sich nicht in die Quere. Leider musste ich bei Winterwanderungen oft anderes erleben. Begleitet wird das Ganze von der Aussicht auf die Berge rund um die Alm.

Tauplitzwanderung

Am Hauptweg angekommen tauchte dann der zugefrorene leicht angezuckerte Großsee vor uns auf. Ein toller Anblick, der einen zur Ruhe bringt und innehalten lässt, denn hier waren wir so gut wie alleine. Diese Stille war einfach unglaublich und wir haben das sehr genossen.

Blick auf den Grosssee

Dem Wanderweg folgend kommt man dann in den Bereich der Skifahrer. Auch hier kommt man aber den anderen Wintersportlern nicht zu nahe und kann sich gut aus dem Weg gehen. Und trotzdem einen Moment innehalten und diese beobachten und Sonne und Schnee genießen. Ganz besonders niedlich sind dabei natürlich die ganz Kleinen, die ersten Schritte auf den Brettern wagen. Diesen zuzuschauen war besonders schön.

Skifahren auf der Tauplitzalm

Rast im Linzer Tauplitzhaus

Auf der Tauplitzalm gibt es sehr viele Möglichkeiten einzukehren. Man kann also auf der Rundwanderung jederzeit eine kleine Rast einlegen oder die Tour entsprechend ausweiten oder verkürzen.

Für uns fiel die Entscheidung auf eine Rast im Linzer Tauplitzhaus. Der Grund dafür war, dass diese sich genau am anderen Ende der Alm auf 1639 Metern Höhe befindet und somit in der Mitte unserer Rundwanderung lag. Hier entspannt einen kleinen Zwischenstopp einzulegen und sich dann auf den Rückweg zu machen war perfekt. Und wir hatten zudem das große Glück, dass wir einen Platz auf der Außenterrasse ergattern konnten. Bei einem Kaiserschmarrn und Radler in der gleisenden Sonne den Urlaub genießen – besser geht es nicht.

Erbaut wurde die Hütte im Jahre 1954 und sie ist wirklich sehr gemütlich. Meine klare Empfehlung gilt allerdings der Terrasse, die bei schönem Wetter gut besucht ist. wenn Ihr den Ausblick steht, dann wisst Ihr warum.

Linzer Tauplitzhaus

Zurück zum Parkplatz

Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es zurück zum Parkplatz. Zuerst ein Stück auf gleichem Weg zurück, später haben wir uns dann eher links in Richtung Kante der Tauplitzalm orientiert. Auch hier wird man mit einem wundervollen Ausblick belohnt, der sich immer wieder ändert und neu entdeckt werden kann.

Was mich noch besonders fasziniert hat waren die eingeschneiten Häuser. So mancher Schneehügel entpuppte sich bei genauerer Betrachtung als kleines Haus. Es war witzig, wenn dann plötzlich ein Schornstein auftaucht. Läuft man dann weiter um den Schneeberg herum sieht man die Vorderseite des Hauses, die in vielen Fällen ausgegraben wurden – im Gegensatz zur Rückseite. Ich stelle mir das irgendwie ganz gemütlich da drin vor.

Tauplitzpanorama

Fazit – eine schöne Wanderung für jedermann

Zusammenfassen lässt sich sagen, dass es sich hier um eine wirklich schöne Wanderung handelt. Der Wanderweg führt zwar hügelig bergauf-bergab, allerdings halten sich die Steigungen in Grenzen. Dadurch ist die Wanderung auch für Ungeübte und Gelegenheitswanderer geeignet.

Die Wanderung kann zudem durch de Anzahl an Wanderwege jederzeit verkürzt oder verlängert werden. Von der Streckenführung her scheint der Weg eher kurz, allerdings sollte man den Schnee nicht unterschätzen. Auch wenn die Wege wirklich gut präpariert sind ist dies doch um einiges anstrengender als eine Wanderung auf festem Boden. Und wer wie wir öfter stehenbleiben, um Fotos zu machen, dann ist man doch eine Weile unterwegs.

Und solltet Ihr jetzt noch mehr Lust auf Wanderungen haben, dann schaut doch mal in dem Bereich vorbei.

Hollhaus

Haus im Schnee auf der Tauplitzalm

Eingeschneites Haus auf der Tauplitzalm

Winterwanderung

Winterwanderung

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