Menschen versammeln sich an einem See in Braunlage, umgeben von den malerischen Harzer Hügeln und Bäumen. Der rot-weiße Wurmbergturm steht oben auf dem Hügel, Gebäude und ein Skilift sind unter einem teilweise bewölkten Himmel zu sehen.

Der Wurmberg bei Braunlage: Euer Guide zum Action-Gipfel des Harzes

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Moin, servus und hallo liebe Harz-Freunde!

Packt die Wanderstiefel ein, ölt die Mountainbike-Ketten oder wachst die Ski – je nachdem, wann ihr diesen Artikel lest. Heute nehmen wir uns einen der spannendsten Berge Norddeutschlands vor. Nein, wir reden heute mal nicht vom berühmten Nachbarn, dem Brocken. Wir reden über seinen etwas kleineren, aber dafür deutlich wilderen und actionreicheren Bruder: den Wurmberg.

Mit seinen 971 Metern ist er der höchste Berg Niedersachsens und der zweithöchste im gesamten Harz. Aber Zahlen sind nur Schall und Rauch. Was zählt, ist das Erlebnis. Und da hat der Wurmberg einiges zu bieten, was ihr auf dem oft überlaufenen Brocken vergeblich sucht. Ob ihr Adrenalinjunkies seid, entspannte Genusswanderer oder Familien, die ihre Kids müde bekommen wollen – hier seid ihr richtig.

In diesem Blogbeitrag nehme ich Euch mit auf den Gipfel. Wir verraten euch, wie ihr am besten hochkommt, wo das Bier am besten schmeckt, warum hier Monster rollen und was es mit den mysteriösen toten Bäumen auf sich hat. Schnappt euch einen Kaffee, lehnt euch zurück – es geht los!

Anreise & Basis: Willkommen in Braunlage

Bevor wir den Gipfel stürmen, müssen wir erst mal ankommen. Euer Basislager ist Braunlage. Der Ort liegt direkt am Fuße des Wurmbergs und versprüht diesen typischen Harzer Charme – eine Mischung aus nostalgischem Kurort und modernem Sportzentrum.

Wenn ihr mit dem Auto anreist, steuert ihr am besten den Großparkplatz an der Talstation der Wurmbergseilbahn an (Adresse für das Navi: Am Amtsweg, 38700 Braunlage). Ein kleiner Tipp vorab: An sonnigen Wochenenden oder wenn im Winter der erste Schnee fällt, ist hier die Hölle los. Seid also früh da! Es gibt kaum etwas Nervigeres, als den halben Vormittag mit der Parkplatzsuche zu verbringen, während ihr eigentlich schon oben die Aussicht genießen könntet. Der Parkplatz ist kostenpflichtig, aber das ist im Harz mittlerweile Standard.

Solltet ihr direkt in Braunlage übernachten*, lasst das Auto am besten an der Unterkunft stehen. Der Ort ist nicht riesig, und ihr könnt die Talstation von fast überall gut zu Fuß erreichen. Das spart nicht nur Geld, sondern wärmt auch schon mal die Waden auf.

Blick aus dem Auto auf die Station der Wurmbergseilbahn in Braunlage an einem bewölkten Tag, mit geparkten weißen Autos, Bäumen, einem Parkschild und einer Straße, die zum Eingang führt.

Der Aufstieg: Qual der Wahl oder reine Muskelkraft?

Jetzt steht ihr unten und wollt nach oben. Und hier scheiden sich bereits die Geister – oder besser gesagt: die Sportlertypen. Ihr habt im Grunde drei Möglichkeiten, den Gipfel zu erklimmen.

Die entspannte Panorarafahrt (Wurmbergseilbahn)

Für alle, die es gemütlich mögen, mit kleinen Kindern unterwegs sind oder ihr Mountainbike dabei haben, ist die Seilbahn die erste Wahl. Die Gondeln sind lang (es ist die längste Seilbahn Norddeutschlands!), sie schweben über den Wald und bieten euch schon während der Auffahrt grandiose Ausblicke. Die Fahrt ist in zwei Sektionen unterteilt.

Es gibt eine Mittelstation, an der ihr aussteigen könnt (dazu später mehr beim Thema „Monsterroller“). Wenn ihr ganz hoch wollt, bleibt ihr einfach sitzen. Lehnt euch zurück und schaut euch den Harz von oben an. Es hat schon etwas fast Meditatives, über die Wipfel zu gleiten – auch wenn viele der Wipfel leider braun oder kahl sind, aber dazu kommen wir noch im Natur-Teil.

Eine rote Seilbahn fährt an einem Seil über einen Hang in Braunlage, umgeben von dichten grünen Bäumen unter einem bewölkten Himmel.

Die „Wadenbeißer“-Treppe

Ihr wollt euch den Kaiserschmarrn auf der Hütte wirklich verdienen? Dann vergesst die Gondel. Es gibt einen Weg direkt unter der Seilbahn, der teilweise über Treppenstufen führt. Viele Stufen. Sehr viele Stufen. Dieser Aufstieg hat es in sich und ist nichts für schwache Nerven (oder Knie). Aber das Gefühl, wenn ihr oben ankommt, völlig außer Atem, euch umdreht und ins Tal schaut, ist unbezahlbar. Ihr werdet euch fühlen wie echte Gipfelstürmer. Im Winter ist dieser Weg oft vereist oder gesperrt, also checkt das vorher, aber im Sommer und Herbst ist es das ultimative Workout.

Eine malerische Aussicht auf sanfte Hügel und den Wurmberg, bedeckt mit grünen Bäumen und kahlen Waldflächen, unter einem teilweise bewölkten blauen Himmel. Auf der linken Seite des Bildes sind einige Spiegelungen zu sehen.

Die klassischen Wanderwege

Natürlich gibt es auch den Mittelweg. Diverse Forststraßen und Wanderwege schlängeln sich den Berg hinauf. Diese sind weniger steil als die Direttissima unter der Seilbahn und bieten euch mehr Ruhe. Ihr lauft durch dichte Wälder (oder das, was der Borkenkäfer übrig gelassen hat) und könnt die Stille genießen. Plant hierfür je nach Kondition etwa 1,5 bis 2 Stunden ein. Ein schöner Weg führt beispielsweise über das Rodelhaus (dazu später mehr bei den Kulinarik-Tipps).

Ein Schotterweg schlängelt sich durch einen grasbewachsenen Hang, der von hohen, immergrünen Bäumen gesäumt wird, mit einem weiten Blick auf die sanften Hügel des Wurmbergs und einen teilweise bewölkten Himmel im Hintergrund.

Oben angekommen: Das Gipfel-Erlebnis

Wenn ihr den Gipfel erreicht habt – egal wie – dann atmet erst mal tief durch. Die Luft hier oben auf fast 1.000 Metern ist anders. Frischer, oft windiger. Das Erste, was euch auffallen wird, ist der Panoramablick. Bei gutem Wetter könnt ihr weit ins Vorland schauen. Aber der eigentliche Star der Aussicht ist der Brocken. Er liegt direkt gegenüber und wirkt zum Greifen nah. Ihr seht seine charakteristische Kuppe, die Antenne und das Brockenhaus. Und Ihr könnt auch die berühmte Brockenbahn immer wieder entlang ihrer Fahrstrecke entdecken und beobachten. Das ist das perfekte Fotomotiv: Ihr, entspannt auf dem Wurmberg, und im Hintergrund der „große Bruder“.

Ein Berg mit spärlichen, abgestorbenen Bäumen und grünen Waldstücken an seinem Fuß, unter einem bewölkten Himmel. Fernmeldetürme markieren den Gipfel des Wurmbergs, und ein grüner Abfallcontainer steht in der Nähe von Kiefern im Vordergrund.

Die (verschwundene) Schanze und der neue Turm

Früher war der Wurmberg berühmt für seine gigantische Skisprungschanze. Der Anlaufturm war ein Wahrzeichen, das man kilometerweit sehen konnte. Leider musste die Schanze wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Viele Einheimische trauern ihr noch immer nach, denn sie war ein Stück Geschichte.

Ein Plakat an einer Wand zeigt die ehemalige Wurmberg-Skisprungschanze in einem Waldgebiet, mit einem deutschen Text über ihre Geschichte von 1950/51 bis 2014 und dem Hinweis auf den Bau eines neuen Wurmbergturms im Jahr 2019.

Aber es ist nicht alles weg: Heute findet ihr dort den Wurmberg-Turm. Dieser Aussichtsturm wurde neu errichtet und bietet euch eine noch spektakulärere Sicht. Wenn ihr schwindelfrei seid, solltet ihr die paar Euro investieren und hochsteigen (oder den Aufzug nehmen). Besonders cool: Es gibt eine Rutsche, mit der ihr einen Teil des Weges wieder nach unten sausen könnt. Ein Riesenspaß, nicht nur für Kinder!

Auf dem Wurmberg steht ein hoher roter Aussichtsturm mit einer spiralförmigen Rutsche, die von der Spitze bis zum Boden hinunterführt. Der Himmel ist teilweise bewölkt, ein weißes Gebäude steht neben dem Turm, und im Hintergrund sind Bäume und ferne Hügel zu sehen.

Action im Sommer: Monsterroller & Bikepark

Jetzt wird es wild. Der Wurmberg hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Mekka für Actionfans entwickelt. Wenn euch Wandern zu langweilig ist, dann passt jetzt gut auf.

Monsterroller – Der Spaß auf dicken Reifen

Das ist das Highlight für Gruppen, Junggesellenabschiede oder Familien mit Teenagern. An der Mittelstation oder oben am Gipfel könnt ihr euch sogenannte Monsterroller leihen. Das sind überdimensionierte Tretroller mit riesigen, dicken Stollenreifen und kräftigen Scheibenbremsen. Nach einer kurzen Einweisung setzt ihr den Helm auf und dann geht es abwärts.

Über eine extra präparierte Schotterpiste (etwa 4,5 Kilometer lang) rollt ihr bis ins Tal nach Braunlage. Das macht unfassbar viel Laune! Ihr könnt es gemütlich angehen lassen oder – wenn ihr euch sicher fühlt – etwas mehr Speed aufnehmen. Aber Vorsicht: Der Schotter kann rutschig sein. Unterschätzt die Fliehkräfte in den Kurven nicht! Es ist ein Erlebnis, das ihr so schnell nicht vergessen werdet und das euch garantiert ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert.

In der Nähe eines Metallgebäudes fahren bunte Seilbahnen den Hang des Wurmbergs hinauf; daneben stehen mehrere Geländewagen und ein Drahtzaun, im Hintergrund eine malerische Landschaft und eine entfernte Stadt.

Der Bikepark Braunlage

Für die echten Könner unter euch ist der Wurmberg ein Paradies. Der Bikepark bietet diverse Strecken für Mountainbiker – von „Flowline“ bis „Downhill“. Ihr seht hier oft Leute in voller Ritterrüstung (Protektoren von Kopf bis Fuß), die ihre Bikes in die Gondel schieben. Oben angekommen stürzen sie sich waghalsig die Trails hinunter, springen über Rampen und brettern durch Anlieger.

Wenn ihr selbst Biker seid: Die Strecken sind naturbelassen und teilweise recht ruppig (Wurzeln, Steine), also genau das, was das Enduro-Herz begehrt. Wenn ihr keine Biker seid: Stellt euch an den Rand der Strecke (natürlich mit sicherem Abstand!) und schaut zu. Es ist beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit und Körperbeherrschung die Fahrer das Gelände meistern.

Luftaufnahme eines Spielplatzes mit Rutschen und Klettergerüsten, umgeben von Bäumen und Wegen. Bei teilweise bewölktem Himmel sind nahe gelegene Gebäude, ein kleiner See und die bewaldeten Hügel des Wurmbergs zu sehen.

Die Wurmberg-Wasserwelt

Etwas ruhiger geht es am „Schneiteich“ zu. Dieser künstliche See dient im Winter als Wasserreservoir für die Schneekanonen, ist im Sommer aber ein wunderschönes Ziel. Er liegt idyllisch auf dem Bergplateau. Hier gibt es oft Spielmöglichkeiten für Kinder, wie Wasserspiele oder kleine Flöße. Es ist der perfekte Ort für ein Picknick, während die Sonne auf dem Wasser glitzert. Leider ist Baden hier nicht erlaubt, aber allein der Anblick sorgt für Abkühlung.

Ein kleiner Teich mit bunten Bojen und einem weißen Ruderboot am Ufer; Menschen versammeln sich in der Nähe von Gebäuden und Zelten unter einem sonnigen blauen Himmel, umgeben von grasbewachsenen Wurmberghügeln und Bäumen.

Winter Wonderland: Skifahren im Norden

Wenn der Winter in Deutschland Einzug hält, verwandelt sich der Wurmberg in das größte und modernste Skigebiet Norddeutschlands. Ja, ihr habt richtig gehört. Man muss nicht immer bis in die Alpen fahren.

Alpin-Feeling im Harz

Durch den Ausbau in den letzten Jahren gibt es hier einiges an Pistenkilometern. Von blauen Pisten für Anfänger bis zur steilen „Hexenritt“-Piste ist alles dabei. Dank moderner Beschneiungsanlagen ist das Skigebiet relativ schneesicher, solange die Temperaturen mitspielen. Es gibt einen modernen 4er-Sessellift am Hexenritt, der euch schnell wieder nach oben bringt, und natürlich die Kabinenbahn. Für euch als Skifahrer bedeutet das: Ihr könnt hier echtes Alpin-Feeling genießen. Natürlich sind die Abfahrten nicht so lang wie in Österreich, aber für ein Wochenende oder einen Tagesausflug ist es genial.

Rodeln – Nicht nur für Kinder

Wer nicht auf Brettern steht, schnappt sich einen Schlitten. Es gibt eine ausgewiesene Rodelbahn, die von der Mittelstation startet. Sie ist lang genug, um richtig Fahrt aufzunehmen, aber nicht so steil, dass es gefährlich wird. Wichtiger Tipp für den Winter: Wenn in den norddeutschen Bundesländern oder in den Niederlanden Ferien sind, platzt der Wurmberg aus allen Nähten. Die Wartezeiten an den Liften können dann lang werden. Wenn ihr könnt, kommt unter der Woche. Dann habt ihr die Pisten fast für euch allein.

In der Ferne erhebt sich ein mit Bäumen bewachsener Berg unter einem teilweise bewölkten Himmel, auf dessen Gipfel die Antennen des Wurmbergs thronen. Im Vordergrund rahmt ein Zweig mit grünen Blättern und roten Beeren die malerische Aussicht ein.

Kulinarik: Wo es schmeckt und gemütlich ist

So viel frische Luft macht hungrig. Zum Glück müsst ihr auf dem Wurmberg nicht darben. Hier sind unsere Favoriten für die Einkehr.

Die Wurmberg-Alm

Das ist der Klassiker direkt auf dem Gipfel. Die Hütte ist urig, groß und genau so, wie man sich eine Hütte in den Alpen vorstellt. Hier gibt es Erbsensuppe mit Würstchen, Germknödel, Currywurst, Kässpätzle und natürlich kaltes Bier oder heißen Kakao. An sonnigen Tagen ist die riesige Terrasse der „Place to be“. Hier sitzen Hunderte von Menschen, lassen sich die Sonne ins Gesicht scheinen und genießen das Leben. Die Stimmung ist oft ausgelassen, fast wie beim Après-Ski, nur eben auch im Sommer.

Ein Holzschild mit der Aufschrift Wurmberg Gaststätte steht über einem weißen Schild mit der Angabe 971 m ü NN, das den Höchsten Gipfel Niedersachsens und den Zweithöchsten Gipfel des Harzes markiert.

Das Rodelhaus

Wenn ihr es etwas gediegener und kulinarisch hochwertiger mögt, empfehlen wir euch das Rodelhaus. Es liegt an der Mittelstation (ein kurzes Stück den Berg hinab oder von der Mittelstation zu Fuß erreichbar). Das Rodelhaus setzt stark auf „Slow Food“ und regionale Produkte. Hier gibt es keine 08/15-Pommes, sondern liebevoll zubereitete Gerichte mit Zutaten aus dem Harz. Das Ambiente ist rustikal-schick, mit viel Holz und einem gemütlichen Kaminfeuer im Winter. Es ist der perfekte Ort für ein entspanntes Mittagessen oder Kaffee und Kuchen am Nachmittag. Probiert unbedingt die hausgemachten Kuchen!

Gipfelstürmer Kiosk

Wenn es nur schnell gehen soll, gibt es am Gipfel und an der Talstation auch kleine Kioske für den Snack auf die Hand. Perfekt auch für alle, die sich ihren Bauch nicht allzu voll machen möchten, um weiter gut wandern zu können.

Eine schwarze Pfanne mit gebackenen Käsespätzle und knusprig gebratenen Zwiebeln liegt auf einem weißen Teller, im Hintergrund ein frischer Salat auf einem Holztisch im Freien im Harz.

Ein ernstes Wort zur Natur: Der Wald im Wandel

Wenn ihr auf dem Wurmberg seid, werdet ihr es nicht übersehen können: Der Wald hat sich verändert. Große Flächen, die früher dunkelgrün waren, sind heute grau oder kahl. Die toten Fichten ragen wie Mahnmale in den Himmel. Viele Besucher sind beim ersten Anblick schockiert. „Der Wald stirbt!“, hört man oft. Aber Experten und der Nationalpark Harz sehen das anders: Der Wald stirbt nicht, er wandelt sich.

Eine neblige Wurmberglandschaft mit hohen, blattlosen Bäumen, von denen einige abgestorben oder beschädigt zu sein scheinen, steht zwischen grünen Sträuchern und Gras unter einem grauen, bedeckten Himmel.

Die Fichtenmonokulturen, die vom Menschen angepflanzt wurden, haben durch Dürre und den Borkenkäfer den Kampf verloren. Was jetzt passiert, ist ein natürlicher Prozess. Zwischen den toten Stämmen wächst bereits ein neuer, wilder Mischwald heran. Wenn ihr genau hinschaut (schaut mal auf den Boden!), seht ihr tausende kleine Birken, Ebereschen und junge Fichten. Versucht, diesen Anblick nicht als Zerstörung, sondern als Chance der Natur zu sehen. Es hat eine ganz eigene, raue Ästhetik. Und der Vorteil: Wo keine dichten Baumkronen mehr sind, habt ihr plötzlich Aussichten, die es früher nie gab!

Ein sanft abfallender Hügel mit spärlichem Baumbestand, mit einem Funkturm, einem runden Gebäude und einem hohen rechteckigen Bauwerk auf dem Gipfel des Wurmbergs, unter einem bewölkten Himmel.

Die Geheimnisse unter dem Gipfel: Archäologische Funde

Der Wurmberg ist nicht nur ein Ort der modernen Action, sondern auch ein Geschichtsbuch unter freiem Himmel. In den letzten Jahren rückte der Gipfel in den Fokus von Archäologen, die hier außergewöhnliche Entdeckungen machten. Im Bereich des Gipfelplateaus wurden Spuren einer prähistorischen Besiedlung freigelegt. Die Funde, darunter Keramikscherben, Tierknochen und Werkzeuge, deuten darauf hin, dass der Wurmberg bereits in der Bronze- und Eisenzeit (etwa 1000 v. Chr. bis 500 n. Chr.) als Kultplatz oder kurzzeitiges Siedlungsgebiet genutzt wurde. Besonders spannend sind die Reste von Befestigungsanlagen oder Umhegungen.

Diese archäologischen Grabungen zeigen, dass der Berg aufgrund seiner exponierten Lage und Weitsicht schon vor Jahrtausenden eine strategische und vielleicht sogar eine kultische Bedeutung für die Menschen in der Harzregion hatte. Wenn ihr heute über das Gipfelplateau spaziert, lauft ihr also über uralten, geschichtsträchtigen Boden!

Ein großer Gedenkstein auf dem Wurmberg mit deutscher Inschrift erinnert an Dr. Walter Nowottnig (1907-1971), im Hintergrund sind Gras und ein Holzzaun zu sehen.

Praktische Tipps für euren Besuch

Damit euer Ausflug ein voller Erfolg wird, haben wir hier noch eine kompakte Checkliste für euch zusammenstellt:

  • Kleidung: Der Wurmberg ist fast 1.000 Meter hoch. Hier oben ist es fast immer 5 bis 10 Grad kälter als im Flachland. Und der Wind pfeift oft ordentlich. Zwiebelprinzip ist angesagt! Auch im Sommer gehört eine Windjacke in den Rucksack. Festes Schuhwerk ist Pflicht, wenn ihr nicht nur auf der Terrasse sitzen wollt.
  • Preise: Stellt euch darauf ein, dass der Spaß nicht ganz billig ist. Seilbahn, Parken, Essen – da kommt für eine Familie schnell was zusammen. Checkt die aktuellen Preise für die Seilbahn online auf der Webseite der Wurmbergseilbahn, da es oft Familientickets oder Kombinationen gibt.
  • Wandern mit Hund: Eure Vierbeiner sind am Wurmberg herzlich willkommen. In der Seilbahn dürfen sie mitfahren (Maulkorbpflicht beachten, wird aber oft locker gehandhabt – sicherheitshalber einen dabei haben). Auf den Wegen gibt es keine Probleme, aber bitte an die Leine nehmen, da es hier Wildtiere gibt.
  • Beste Zeit:
    • Für Wanderer: Mai/Juni (alles blüht frisch) oder September/Oktober (goldener Herbst, oft tolle Fernsicht).
    • Für Actionfans: Der Sommer, wenn die Monsterroller und der Bikepark offen sind.
    • Für Wintersportler: Januar und Februar sind statistisch die schneesichersten Monate.
  • Stempelstellen: Seid ihr Stempelsammler der „Harzer Wandernadel“? Na klar seid ihr das (oder solltet es werden)! Auch am und um den Wurmberg gibt es die grünen Stempelkästen zu entdecken. Haltet die Augen offen nach den grünen Kästen.

Eine rote Wurmberg-Gondelbahnkabine ist auf einem Berggipfel neben einem großen Felsen mit einer Inschrift zu sehen. Eine weitere Gondel ist im Hintergrund zu sehen, mit Bergen und blauem Himmel am Horizont.

Fazit: Lohnt sich der Wurmberg?

Ein ganz klares: Ja! Der Wurmberg ist vielleicht nicht so mystisch aufgeladen wie der Brocken, aber er ist vielseitiger. Er ist der Berg zum Anfassen, zum Erleben und zum Austoben. Ihr könnt hier einen ganzen Tag verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt. Vormittags wandern, mittags lecker essen, nachmittags mit dem Monsterroller ins Tal düsen und abends in Braunlage noch gemütlich etwas trinken.

Es ist der ideale Ort für Freundesgruppen, die Action suchen, aber auch für Familien, die ihren Kindern die Natur näherbringen wollen, ohne dass das Wort „Wandern“ sofort Proteststürme auslöst (das Versprechen einer Gondelfahrt oder eines Spielplatzes wirkt Wunder).

Also, worauf wartet ihr noch? Der Berg ruft! Schnappt euch eure Leute, fahrt nach Braunlage und macht euch selbst ein Bild vom höchsten Niedersachsens. Und wenn ihr oben steht und rüber zum Brocken winkt, denkt an uns.

Viel Spaß im Harz!

Ein hohes Kreuz steht neben einem Feldweg auf der grasbewachsenen Kuppe des Wurmbergs, mit ein paar Bäumen und Wildblumen im Vordergrund und einer entfernten Waldlandschaft unter einem teilweise bewölkten Himmel.
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