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Reiseapotheke – meine Tipps für Dich

Reiseapotheke – meine Tipps für Dich

by Kathleen

Die Reiseapotheke ist für uns ein ganz wichtiger Punkt auf der Packliste und die wichtigsten Sachen haben wir auch bei der kürzesten Reise mit dabei. Meist ist meine Lieblingsmitbewohnerin dafür zuständig. Kein Wunder, Sie arbeitet in der Apotheke und sitzt somit an der Quelle, um wirklich nichts Wichtiges zu vergessen.

Mit ihrer Hilfe ist auch dieser Beitrag hier entstanden, in dem ich Euch meine Tipps für Eure Reiseapotheke gebe. Die Links führen größtenteils zu Amazon, aber immer zu Produkten, die ich auch nutze und reinen Gewissens empfehlen kann.

Disclaimer – meine Tipps ersetzen keine Beratung durch Arzt oder Apotheker. Lest Euch immer die Packungsbeilage gut durch und greift auf für Euch bewährte Medikamente zurück.

Reiseapotheke – meine Tipps für Dich

Was gibt es hier zu entdecken?

Reiseapotheke – ja oder nein?

Einige glauben ja eine Reiseapotheke sei nicht wichtig, da man bei Bedarf einfach das benötigte Medikament kaufen kann. In Deutschland mag das gelten, aber auch hier kann man an Wochenende oder Feiertagen schon Probleme haben und viel Zeit auf der Suche nach der offenen Apotheke verlieren.

Zudem benötigt man manche Medikamente (wie zum Beispiel Schmerzmittel oder Mittel gegen Übelkeit) oft eher spontan. Wird Dir im Flugzeug plötzlich übel, dann nützen Dir die Medikamente am Boden auch nichts. Und auch auf Wanderungen macht es keinen Spaß, wenn man plötzlich schnell Hilfe braucht, aber keine Medikamente dabei hat und die nächste Apotheke weit entfernt ist.

Noch etwas komplizierter wird es auf Reisen in europäische Ausland oder gar auf Fernreisen. Hier eine Apotheke zu finden und dem Apotheker zu erklären, was einem fehlt, kann manchmal ein echtes Abenteuer sein. Hilfe bekommt man eigentlich immer, aber ob das dann auch das Mittel der Wahl in Deutschland wäre ist fraglich. 

Und so versuchen wir immer, die wichtigsten Medikamente einzupacken. Falls dann doch etwas fehlt oder man an etwas nicht gedacht hat, kann man immer noch die Apotheke aufsuchen

Verschreibungspflichtige Medikamente first

Verschreibungspflichtige Medikamente sollten natürlich immer zuerst in die Reiseapotheke wandern, denn diese am Reiseort zu ersetzen, kann ein echtes Problem werden. Die Menge richtet sich natürlich nach der Dauer Eurer Reise. Zusätzlich sollten Ihr noch ein kleine Reserve einpacken.

Alle Richtlinien zur Mitnahme von Medikamenten findet Ihr beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie über die entsprechenden Informationen des Zolls.  Hier könnt Ihr Euch vorab informieren, damit Ihr keine Probleme bekommt.

Für verschreibungspflichtige Medikamente solltet Ihr zudem eine Kopie des Rezepts vorlegen können. Für Betäubungsmittel brauchst Du zudem eine ärztliche Bestätigung, dass diese eingenommen werden müssen.


Was gehört in die Reiseapotheke?

Desinfektionsmittel – Das Handdesinfektionsmittel* kennt seit Corona jeder, für uns gehört es schon seit Jahren zum festen Begleiter. Oftmals besteht unterwegs nicht die Möglichkeit, sich vernünftig die Hände zu waschen. Dann ist das Desinfektionsmittel die Rettung. Zudem haben wir noch eine Sprühdesinfektion für kleine Wunden* dabei. Bei Fernreisen und wenn wir mit dem Hund unterwegs sind ist außerdem Betaisodona* unser Begleiter. So haben Keime keine Chance.

Schmerzmittel – auch das muss immer mit dabei sein. Nichts ist schlimmer, als wenn Kopfschmerzen die Städtereise ruinieren. Auch bei Bein- oder Rückenschmerzen kann man hier kurzfristig Abhilfe schaffen, sollte dann aber weitere Maßnahmen ergreifen, um die Ursache zu bekämpfen. Wirkstoffe gibt es bei Schmerzmitteln* verschiedene, die individuell unterschiedlich wirken. Am besten greift Ihr hier auf das Medikament zurück, das Euch am besten hilft. Vorsicht in tropischen Ländern bei Schmerzmitteln mit ASS. Bei Erkrankungen wie Malaria oder Dengue-Fieber können diese innere Blutungen auslösen.

WundversorgungPflaster* und Blasenpflaster* habe ich eigentlich immer mit dabei. Schnell ist so eine kleine Verletzung oder eine geriebene Blase versorgt und kann einem nicht mehr den Tag vermiesen. In die Reiseapotheke solltet Ihr zudem noch eine kleine Schere* und eine Pinzette* packen. Auf Wanderungen habe ich meist ein kleines Erste Hilfe Set* dabei, um auch bei etwas größeren Problemen reagieren zu können. Zum Glück habe ich es bisher noch nicht gebraucht.

Mittel gegen Durchfall und bei MagenproblemenDurchfallmittel* gehören bei mir inzwischen grundsätzlich zur Hauptausstattung meiner Reiseapotheke. Ich habe leider diverse Lebensmittelallergien und so ist einen schnell der Tag vermiest. Doch auch ohne diese gesundheitlichen Probleme kann man sich im Ausland schnell den Magen verderben, deswegen kommt auch ein Mittel gegen Sodbrennen* und Kohletabletten mit.

Erkältungsmittel – noch so etwas, das man auf Reisen überhaupt nicht gebrauchen kann und sich trotzdem schnell zuzieht – eine Erkältung. Gut wenn man dann Medikamente dabei hat, die dafür sorgen, dass man sich besser fühlt. Bei mir gehört dazu Grippostad*, das bei mir wahre Wunder wirkt. Auch Gelomyrtol* und Nasenspray* ist immer sehr beliebt und ein schneller Helfer. Sollte es Euch richtig erwischt habe, gönnt Euch allerdings lieber ein paar Tage Ruhe anstatt Euch mit Medikamenten voll zu stopfen und Euch durch den Tag zu schleppen

Mittel gegen (Reise-) Übelkeit – es geht oftmals schneller als man denkt und die Reiseübelkeit schlägt zu. Wir mussten das leider auch schon öfter schmerzlich erfahren. Dann ist es gut, wenn man ein entsprechendes Medikament* dabei hat. Es verschafft nicht nur Linderung, sondern gibt einem auch ein besseres Gefühl, so dass man sich nicht in die Übelkeit hineinsteigert.

Sonnenschutz und After Sun – je nach Reiseziel und Reisezeit solltet Ihr Euch auch mit entsprechendem Sonnenschutz* versorgen. Hier gilt – viel hilft viel und Vorsicht ist besser als Nachsicht. Sollte der Sonnenbrand trotzdem passiert sein, dann helfen kühlende Salben* oder After Sun Lotion*

Insektenschutz und juckreizstillendes Gel – Ich habe schon mehrfach gehört, dass der Insektenschutz, den es vor Ort zu kaufen gibt, besser ist. Wer sicher gehen will nimmt trotzdem schon ein entsprechendes Präparat* mit auf die Reise. Ist trotzdem ein Stich passiert hilft es ein juckreizstillendes Gel (z.B. Fenistil*) dabei zu haben. Bei Wespen- und Hornissenstichen hilft übrigens immer noch die gute alte Zweibelhälfte am besten. Unterwegs könnt Ihr Euch in Mitteleuropa mit dem Saft aus den Blättern des Spitz- oder Breitwegerichs behelfen. Der hat mir auch schon gute Dienste geleistet.

Hydrocortison-Salbe – bei Ausschlägen und Entzündungen bringt eine Hydrocortison-Salbe* für schnelle Linderung.

Allergiemittel – Auch wenn Ihr bisher keine bekannte Allergie habt, kann ein Antihistaminika* ein guter Reisebegleiter sein. Gerade wenn es in fremde Länder mit bisher unbekanntem Essen geht kann man so im Fall der Fälle schnell reagieren. Und – Antihistaminika helfen auch gegen stark juckende Insektenstiche, die im Prinzip auch nur eine allergische Reaktion sind.

Die spezielle Reiseapotheke

Während die oben genannten Produkte immer in unsere Reiseapotheke wandern, gibt es manche Produkte, die nur unter bestimmten Umständen benötigt werden. Diese möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten

  • Koffeintablette und Melatonin – gerade bei Fernreisen können die ersten Tage wegen des Jetlag der Horror sein. Koffeintabletten* und Melatonin* können dann helfen, die ersten Tage zu überstehen und den Körper an den neuen Tag-Nacht-Rhythmus zu gewöhnen
  • Augentropfen und Lutschbonbons – manche bekommen im Flugzeug Probleme mit trockenen Augen – entsprechende Tropfen zur Befeuchtung* schaffen hier Abhilfe. Und Lutschbonbons helfen beim Druckausgleich bei Start und Landung.
  • Kompressionsstrümpfe – sind auf Flügen ebenfalls unser treuer Begleiter. Die Kompressionsstrümpfe* helfen, Thrombosen zu vermeiden. Risikopatienten sollten vor dem Flug unbedingt mit dem Arzt reden und sich ggf. entsprechende Medikamente verschreiben lassen.
  • Elektrolyt-Glucose-Pulver – gerade bei Reise in ferne Länder mit ungewohnten Lebensmitteln und mangelnder Hygiene kann man sich schnell einen entsprechend heftigen Durchfall einfangen. Dann ist es gut den Elektrolyt-Haushalt dank entsprechendem Pulver* wieder ausgleichen zu können.
  • Malariamittel und Moskitonetz – speziell wenn Ihr bestimmten Gebieten in Afrika oder Südamerika unterwegs seid sind die Mitnahme eines Malariamittels und eines tragbaren Moskitonetzes zu empfehlen
  • ASS-Tabletten – Ihr wollt seht hoch hinaus? Mit extremen Höhen kommt unser Körper nicht gut zurecht und es kommt zur sogenannten Höhenkrankheit. ASS-Tabletten* können hier durch ihre blutverdünnende Wirkung helfen die leichteren Symptome zu mildern.

Vor der Reise – Krankenversicherung und Impfungen

Wie heißt es doch so schön – Vorbeugen ist besser als Heilen. Informiert Euch daher besser schon vorab, ob für Euer geplantes Reiseziel eine spezielle Impfung empfohlen wird. Genauere Informationen hierzu erhaltet Ihr beim Auswärtigen Amt.  Dann könnt Ihr beim Arzt auch gleich prüfen lassen, ob alle vorhandenen Impfungen ebenfalls noch vorhanden sind oder aufgefrischt werden müssen. Gerade die Tetanus-Schutzimpfung sollte immer aktuell sein.

Zudem empfehle ich auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung* abzuschließen. So seid Ihr im Fall der Fälle abgesichert und könnt, sollte Eure Reiseapotheke nicht mehr weiterhelfen, ruhigen Gewissens einen Arzt aufsuchen. In der Regel zahlst Du die Kosten vor Ort zwar erst einmal selbst, kannst diese jedoch durch die Versicherung wieder erstatten lassen. Also Belege immer gut aufheben.

Reiseapotheke – meine Tipps für Dich

Noch Fragen?

Wo kaufe ich meine Reiseapotheke am Besten?

Auch wenn ich Euch hier die wichtigsten Medikamente verlinkt habe, Euer Apotheker vor Ort wird Euch sicher am Besten. Immer wieder genutzte Medikamente lassen sich natürlich auch ganz einfach online bestellen.

Was mache ich, wenn ich mit Kindern reise?

Viele der genannten und empfohlenen Produkte gibt es auch in spezieller Form für Kinder und Jugendliche. Am besten fragst Du den Kinderarzt und wählst dann die entsprechenden Produkte aus.

Wie bewahre ich die Medikamente der Reiseapotheke am besten auf?

Um alle Medikamente zu verpacken gibt es Medizintaschen in verschiedenen Größen und Formen. Schaut Euch doch einfach mal hier*  um. Achtet zudem darauf, bis zu welcher Temperatur Eure Medikamente gelagert werden dürfen. Bei Reisen in tropische Länder benötigt Ihr eventuell noch eine entsprechende Kühltasche für Medikamente*

Gehört die Reiseapotheke ins Handgepäck oder in den Koffer?

Da immer wieder Gepäckstücke verloren gehen, sollte die Reiseapotheke, speziell wenn Ihr regelmäßig Medikamente einnehmen müsst, besser in das Handgepäck kommen. Allerdings solltet Ihr darauf achten, dass flüssige Arzneimittel und auch Tuben mit Salben, Gelen oder Cremes über 100ml nicht ins Handgepäck dürfen sondern immer in den Koffer gepackt werden müssen.

Am besten splittet Ihr hier etwas auf. Einen kleinen Vorrat an dringend benötigten Tabletten und so etwas wie Medikamente gegen Reiseübelkeit und Schmerztabletten ins Handgepäck, der Rest in den Koffer.

Kann ich die Reiseapotheke immer wieder verwenden?

Auch Medikamente haben ein Verfallsdatum. Dies gilt vor allem für angebrochene Packungen. Ihr solltet also in regelmäßigen Abständen prüfen, ob die Verfallsdaten überschritten sind und das Medikament entsprechend ersetzt werden muss.

Kann ich unbegrenzt viele Medikamente mit auf Reisen nehmen?

Alle Richtlinien zur Mitnahme von Medikamenten in die einzelnen Reiseländer findet Ihr beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)) sowie über die entsprechenden Informationen des Zolls. Hier könnt Ihr Euch vorab informieren, damit Ihr keine Probleme bekommt.

Tipps, um die Reiseapotheke nicht zu benötigen

Und zum Schluss noch ein paar kleine Tipps, damit Ihr die Reiseapotheke hoffentlich gar nicht erst braucht:

  • Viel trinken – ein gut hydrierter Körper ist weniger anfällig für Krankheitskeime. Doch gerade wenn man ständig unterwegs ist vergisst man schnell zu trinken. Doch versucht darauf zu achten, Eurem Körper genug Flüssigkeit zuzuführen. Aber Achtung – während man in Deutschland in den meisten Fällen bedenkenlos Leitungswasser trinken kann, kann dies in anderen Ländern erst recht zu Problemen führen. Also besser auf Wasser aus der Flasche zurückgreifen
  • Lieber einmal mehr desinfizieren – auf Reisen lernt man viel neues kennen, Viren und Bakterien, die der Körper noch nicht kennt und keine Abwehr aufgebaut hat, sollten besser nicht dazu gehören. Also lieber einmal mehr Hände und Co. desinfizieren als krank zu werden
  • Schütze Dich vor der Sonne – ja, Sonnenstrahlen können gefährlich und damit meine ich nicht nur den schmerzvollen Sonnenbrand. Behaltet das immer im Hinterkopf und schützt Euch lieber etwas zu viel als zu wenig. Die Haut vergisst nichts.
  • Mach mal Pause – Dein Körper ist nicht auf Dauerbelastung ausgelegt und macht dann gerne einmal schlapp. Denke also daran, ihm auch mal etwas Ruhe zu gönnen, auch wenn es auf manchen Reisen etwas schwer fällt. Lieber die Ruhe gegönnt wenn es Dir passt, als vom Körper dazu gezwungen zu werden

Zum Weiterlesen

  • In meinem Beitrag über Reisen mit Hund habe ich auch schon geschrieben, was für Euren Liebling in die Reiseapotheke gehört
  • Vor dem Packen der Reiseapotheke geht es erstmal an Planen. Hier gibt es eine besten Tipps für Eure Reiseplanung
  • Die Reiseapotheke ist fertig? Dann gibt es hier noch meine Packliste für den Rest

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