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Gustav-Adolf-Gedenkstätte Lützen

Lützen – Gustav-Adolf-Gedenkstätte

by Kathleen

Das wir auf unseren Reisen immer mal wieder kleine Ausflüge an der Anreise-Strecke machen, hatte ich Euch ja schon erzählt. Auf diese Weise haben wir schon oft ein verstecktes Juwel entdeckt. Wie zum Beispiel das Schiffshebewerk Niederfinow. Oder auch im letzten Jahr auf unserem Weg nach Berlin, als wir einen kurzen Abstecher nach Lützen gemacht und dort die Gustav-Adolf-Gedenkstätte besucht haben. Ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit, genauer gesagt zurück zum Dreißigjährigen Krieg. Damals fand in dem kleinen Ort im heutigen Sachsen-Anhalt eine große Schlacht statt, bei der der schwedische König Gustav Adolf starb. An Ihn erinnert diese Gedenkstätte.

Gustav-Adolf-Grabkapelle in Lützen

Was gibt es hier zu entdecken?

Wie erreiche ich die Gustav-Adolf-Gedenkstätte?

Der Ort Lützen befindet sich in direkter Nähe von Kreuz Rippachtal (Kreuzung zwischen A9 und A38), in der Nähe von Leipzig und Weißenfels. Er gehört noch zu Sachsen-Anhalt, befindet sich aber in direkter Nähe der Grenze zu Sachsen.

Der Ort und auch die Gedenkstätte sind gut ausgeschildert und leicht zu finden. Da sich auch ein kleiner Freizeitpark direkt neben daneben befindet, kann man das Ganze kaum übersehen. Parkplätze gibt es vor Ort genug.

Die Anreise mit den Öffentlichen Verkerhsmitteln* ist nicht ganz so einfach, jedoch auch möglich.

Lützen Gustav-Adolf-Gedenkstätte

Kleiner geschichtlicher Ausflug

Wir reisen zurück in das Jahr 1632 – seit 14 Jahren tobt in Europa der Dreißigjährige Krieg zwischen Katholiken und Protestanten. Auf Seiten der letzten kämpft auch das schwedische Heer unter seinem Anführer, dem schwedischen König Gustav Adolf.

Am 16. November 1632 war dieser mit seinem Regiment Småländern aufgebrochen, um seinen bedrängten Stellvertreter Bernhard von Sachsen-Weimar zu unterstützen. Er bewegte sich zwischen den Frontlinien auf kürzestem Weg Richtung Westen, doch im dichten Nebel geriet der kurzsichtige König zu nahe an die feindlichen Linien. Infolge dessen wurde er von einem Musketenschuss in den linken Arm getroffen, so dass er seinen Schimmel nicht mehr lenken konnte. Er bat seinen Begleiter Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg, ihn aus dem Getümmel zu bringen. Dabei trafen sie auf einen Schwarm kaiserlicher Kürassiere, die den Gustav-Adolf mit Pistolenschüssen in den Rücken sowie den Kopf und mehreren Stichen töteten.

Am späten Abend wurde der tote König von schwedischen Soldaten auf dem Schlachtfeld geborgen, in die Kirche von Meuchen und dann nach Weißenfels ins heutige Geleitshaus gebracht, wo er zum Weiter-Transport nach Schweden einbalsamiert wurde. Er liegt dort bis heute in einem Marmorsarkophag in der Stockholmer Riddarholmskyrkan. Solltet Ihr einmal in Stockholm sein, könnt ihr dem Grab des Königs gerne einen Besuchabstatten.

Gedenkstein an der Gustav Adolf Gedenkstätte in Lützen

Die Entwicklung der Gustav-Adolf-Gedenkstätte

Bereits kurze Zeit nach der Schlacht wurde an der Stelle, an der man den Leichnam Gustav Adolfs fand, ein Granitfindling gesetzt, der an ihn erinnern sollte – der Schwedenstein. Über 200 Jahre blieb er die einzige Erinnerung an den König. Ihr könnt Ihn auch heute noch vor Ort begutachten.

Nach dem Wiener Kongress kam Lützen 1815 an das Königreich Preußen. Zum damals bevorstehenden 200. Todestag Gustav Adolfs beschloss der Lützener Magistrat, eine Kapelle über dem Schwedenstein zu errichten. Es entstand ein Art Baldachin, der von Schinkel entworfen wurde. Dieser wurde zum 205. Todestag dann endlich eröffnet.

1906 wurde die Gedenkstätte um die vom schwedischen Konsul Oskar Ekman und seiner Frau Maria gestiftete Gustav-Adolf-Kapelle erweitert, die 1907 eröffnet wurde. 1932 und 1982 kamen die beiden typischen schwedischen Holzhäuser hinzu, die heute als Rezeption und Ausstellungsfläche dienen.

Ein Besuch in der Gustav-Adolf-Gedenkstätte

Der Eintritt in die Gedenkstätte kostet 4,00 € für Erwachsene und 2,50 € für Kinder. Im Preis enthalten ist ein Audio-Guide, den ich Euch nur wärmstens empfehlen kann. Station für Station wird hier wirklich viel erklärt und man erfährt jede Menge Wissenswertes.

Wer mag kann für 30,00 € eine Führung buchen, aber ich denke, das lohnt sich wirklich nur für Gruppen. Als einzelne Personen ist der Audioguide völlig ausreichend.

Neben dem Schwedenstein mit seinem Baldachin gibt es die wunderbar ausgestattet Gustav-Adolf-Kapelle zu entdecken. Besonders die Glasfenster, der Altar und der beeindruckende Dachstuhl haben es mir hier angetan. Außerdem ist in einem der Schwedenhäuser eine kleine Ausstellung entstanden, in der es viele weiteren Details zu entdecken gibt

Für den Besuch solltet Ihr mindestens eine Stunde einplanen, wenn Ihr alles in Ruhe sehen möchtet. Weitere Informationen zu der Gedenkstätte, aktuellen Preisen und Öffnungszeiten findet Ihr auf der offiziellen Webseite des Museum Lützen.

 

Und was gibt es sonst noch?

Direkt neben der Gustav-Adolf-Gedenkstätte befindet sich ein kleiner Freizeitpark mit verschiedenen heimischen Tieren und Spielmöglichkeiten. Dieser Ausflug eignet sich also auch sehr gut für Familie.

Für alle, die noch weiter in die Geschichte von Lützen im Dreißigjährigen Krieg und die große Schlacht vor Ort erfahren möchten, gibt es im Schloss eine große Ausstellung zu dem Thema. Hier solltet Ihr auf jeden Fall auf die Kombi-Eintrittskarte von Gustav-Adolf-Gedenkstätte und dem Museum im Schloss zurückgreifen. denn dabei kann man einiges sparen.

Etwas außerhalb der Kernstadt von Lützen findet sich der Ortsteil Röcken. Hier wurde am 15. Oktober 1844 der Philosoph Friedrich Nietzsche als Sohn einer Pastorenfamilie geboren. Ihm gewidmet ist ebenfalls eine Gedenkstätte, welche zu seinem 100. Todestag neben der Kirche – unweit von seiner eigentlichen Grabstätte – aufgestellt wurde.

Baldachin Gustav-Adolf-Gedenkstätte Lützen

Fazit - In Lützen lässt sich ein ganzer Tag verbringen

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eigentlich schade war, dass wir weiter nach Berlin mussten, denn in Lützen lässt sich locker ein ganzer Tag verbringen.

Neben der Gustav-Adolf-Gedenkstätte, dem Museum im Schloss und der Nitzsche-Gedenkstätte gibt es jede Menge weiterer Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind. Mehr Infos hierzu findet Ihr auf der offiziellen Seite der Stadt Lützen.

Für uns heißt es auf jeden Fall – wir kommen wieder!

Zum Weiterlesen

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