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Immer auf Reisen

Halle an der Saale

Halle an der Saale – Halloren und Salz

Alle Sehenswürdigkeiten und Reisetipps

by Kathleen

Halle an der Saale – damit verbindet man Salz, die leckeren Halloren-Kugeln und Georg Friedrich Händel. Dass die Stadt noch viel mehr tolle Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, davon konnte ich mich vor einigen Wochen selbst überzeugen. Was es in Halle an einem Tag so alles zu entdecken gibt und was Ihr unbedingt sehen müsst, dass erfahrt Ihr hier.

Was gibt es in Halle zu entdecken

Was gibt es hier zu entdecken?

Wie komme ich nach Halle?

Halle kann man sehr gut mit der Bahn* erreichen. Mehrere ICE halten hier, auch der Regionalverkehr bietet viele Möglichkeiten. Ich bin selbst mit der Bahn angereist und sowohl mein Hotel als auch die Innenstadt war sehr gut zu Fuß zu erreichen. Und auch der FlixBus* hält direkt am Hauptbahnhof, falls Ihr diese Reisevariante bevorzugt.

Wenn Ihr eine weitere Anreise habt, könnt Ihr auch einen Flug* zum Flughafen Halle-Leipzig buchen. Von dort aus erreicht man Halle und auch Leipzig per Nahverkehr. Oder Ihr bucht einen Mietwagen* und reist auf diese Weise weiter.

Wie komme ich nach Halle

Sehenswürdigkeiten in Halle

Marktkirche Unser lieben Frauen mit den Hausmanntürmen und dem roten Turm

Die Marktkirche Unser lieben Frauen mit Ihren markanten Hausmannstürmen sowie dem Roten Turm prägt das Bild der Altstadt von Halle. Das imposante Gebäude macht sowohl vom Marktplatz als auch vom Hallmarkt aus betrachtet eine gute Figur.

Neben der Kirche beherbergt der Komplex mit seinen 5 Türmen auch eine Bibliothek und ein kleines Luther-Museum.

Die Kirche entstand zwischen 1529 und 1554 aus den jahrhundertealten Vorgängerkirchen St. Gertruden und St. Marien. Auch die Hausmanntürme entstanden in dieser Zeit. Der Rote Turm stammt dagegen schon aus dem Jahr 1506.

Die Marktkirche beeindruckt durch ihre reichliche Innenausstattung. Besonders sehenswert der hölzerne Flügelaltar aus dem Jahr 1520, das bronzene Taufbecken aus dem Jahr 1430 sowie die prachtvolle Kanzel aus dem Jahr 1540. Zudem gibt es Luthers Totenmaske, die in Eisleben abgenommen wurde, zu bestaunen. Ein Ort der Stille, um zur Ruhe zu kommen und zu staunen. 

Die Marienbibliothek beherbergt Bücher aus allen Gebieten der Wissenschaft des 15. bis 18. Jahrhunderts. Neben wertvollen Bibeln und Gesangbüchern findet man hier wichtige Publikationen zu allen Naturwissenschaften aber auch frühe Reiseliteratur. Ein echter Schatz für alle, die alte Bücher lieben. Die Bibliothek kann derzeit nur im Rahmen einer Führung , die man vorab telefonisch vereinbaren muss, besucht werden. 

Dank der Hausmannstürme kann man auch einen wundervollen Blick über die ganze Stadt haben. Wer sich die 225 Stufen hinauf gearbeitet hat, den erwartet eine beeindruckende Aussicht. Montags bis Freitags ist der Aufstieg drei Mal täglich im Rahmen einer Führung möglich. In den Sommermonaten kann man die Hausmannstürme an den Wochenenden auch ohne Führung erklimmen.

Der Name des Roten Turms stammt wahrscheinlich daher, dass früher hier ein Blutgericht abgehalten wurde. Darauf weist auch das markanteste Detail des Turms, der Roland hin, der schon  zwischen 1547 und 1718 als Symbol der Blutgerichtsbarkeit unmittelbar am Turm stand. Dass die Figur noch so gut erhalten ist, verdanken wir einem während des Zweiten Weltkriegs um den Roland gemauerter Backsteinturm mit aufgesetzter Betonplatte. Während der restliche Turm bei einem Angriff im Januar 1945 schwer beschädigt wurde, blieb der Roland gut erhalten und bildet so heute noch das Glanzstück des Gebäudes. 

Und noch etwas besonderes gibt es über den Roten Turm zu erzählen: Er beherbergt nicht nur das größte Glockenspiel Europas, dessen Glocken im Takt der Zeit ertönen. Sie verraten auch täglich die Zahl der neugeborenen Kinder in Halle und bereiten ihnen mit dem „Halleluja“ aus Händels Messias einen entsprechenden Empfang. Wer noch mehr wissenswerte erfahren möchte, der sollte an einer der Führungen teilnehmen.

Marktkirche Unser lieben Frauen

  • Adresse: An der Marienkirche 2
  • Öffnungszeiten: Montag – Samstag 10:00 – 15:00 Uhr, Sonntag 3:00 – 17:00 Uhr
  • Weitere Informationen: www.marktkirche-halle.de

Marienbibliothek Halle

  • Öffnungszeiten: Eine Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung nach vorheriger Absprache möglich
  • Eintritt: Erwachsende 4,00 € | Ermäßigt 2,00 € | Kinder bis 18 Jahre frei
  • Weitere Informationen: marienbibliothek-halle

Hausmannstürme

  • Adresse: Marktplatz 12
  • Öffnungszeiten: Montag – Freitag 14:00 – 17:00 Uhr, Samstag – Sonntag 10:00 – 15:00 Uhr
  • Eintritt: Erwachsende 7,00 € | Ermäßigt 5,50 € 
  • Weitere Informationen: www.halle365.de

Roter Turm

  • Adresse: Marktplatz
  • Führungen:Montag, Mittwoch, Freitag 17:00 Uhr
    Samstag, Sonntag, Feiertage 14:00 Uhr
  • Eintritt: Erwachsende 6,00 € | Ermäßigt 4,50 € 
  • Weitere Informationen: stadtmuseumhalle.de
Roter Turm und Marktkirche in Halle
Roter Turm in Halle
Roland am Roten Turm
Marktkirche Unser lieben Frauen mit den Hausmanntürmen

Das Händel-Denkmal und Händels Geburtshaus

Er ist der berühmteste Sohn der Stadt und überall präsent – Georg Friedrich Händel. Der berühmte Komponist entdeckte am 23.02.1685 in Halle/Saale das Licht der Welt. Sein Hauptwerk umfasst unter anderem 42 Opern und 25 Oratorien, darunter The Messiah mit dem weltbekannten Chor „Halleluja“.

Händels früheres Geburts- und Wohnhaus (er lebte bis 1703 in Halle) ist heute zu einem Museum umgebaut, in dem man alles über den Komponisten, sein Leben und seine Werke erfahren kann.

1859 setzten die Hallenser dem Komponisten auf dem Marktplatz ein Denkmal.  Die 3,20 Meter hohe Staute zeigt den Komponisten auf ein Dirigentenpult mit Noten seines Oratoriums Messias gestützt. 

Händel-Denkmal
Händels Geburtshaus in Halle

Das Marktschlösschen

Mit seiner leuchtend roten Farbe sticht einem das Marktschlösschen sofort ins Auge. Der Renaissance-Bau aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts beherbergt heute die Tourist-Information sowie das Halloren-Café. Dort solltet Ihr auf jeden Fall einkehren und einige der köstlichen Leckereien genießen.

Marktkirche und das Marktschlösschen

Das Stadthaus

Das neugotische Versammlungs-, Sitzungs- und Festgebäude auf dem Marktplatz ist ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Erbaut wurde es im Jahre 1891.1903 gründete sich hier der Deutsche Philologenverband.

Heute wird das Stadthaus als Sitzungsort des Stadtrats genutzt. Auch das Standesamt der Stadt befindet sich in dem Gebäude. Von außen lassen sich die Zwerchhäuser und Ecktürme bestaunen.

Das Stadthaus

Der Dom zu Halle

Etwas unscheinbar und versteckt ist der Dom zu Halle. Während anderenorts der Dom alles überragt muss man in Halle regelrecht suchen. Der Grund dafür liegt wohl auch in der Geschichte des Gebäudes – Die Kirche wurde 1271 vom Bettelorden der Dominikaner errichtet und um 1330 als Klosterkirche vollendet. Damit ist der Dom das älteste Kirchengebäude der Stadt. Ihren Regeln gemäß verzichteten die Mönche beim Bau ihrer schlichten, dreischiffigen Hallenkirche auf Turm und Querhaus. 

Auch die Innenausstattung des Doms ist absolut sehenswert. Leider konnte ich selbst auf Grund von Bauarbeiten nicht in den Genuss kommen. Die kapitelllose Achteckpfeiler, der Taufstein aus dem Jahr 1526, die beiden Orgeln und die verschiedenen Grabsteine solltet Ihr Euch bei Eurem Besuch aber auf jeden Fall anschauen.

Dom zu Halle

  • Adresse: Domstraße 3
  • Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 13:00 – 16:00 Uhr, Samstag 11:00 – 16:00 Uhr. Sonntag + Montag geschlossen
  • Weitere Informationen: domgemeinde-halle
Dom zu Halle

Die Moritzkirche

Die Moritzkirche ist das katholische Kirchengebäude der Stadt. Die spätgotische Hallenkirche wurde ab 1388 in mehreren Etappen gebaut. Leider hatte das Gebäude fast von Anfang an mit Probleme zu kämpfen. So musste der erst 1697 errichtete barocken Kirchturm  bereits 1789 nach einem Teileinsturz wieder abgetragen werden. Und auch danach musste die Kirche immer wieder saniert und teilweise zurück gebaut werden.

Trotzdem überzeugt die Kirche mit einer bemerkenswerten Innenausstattung. So gibt es hier unter anderem einen spätgotischen Hochaltar aus dem Jahre 1511, eine Renaissancekanzel von 1592 sowie verschiedene Steinskulpturen wie den  Schmerzensmann aus dem Jahre 1416 zu entdecken

Moritzkirche

  • Adresse: An der Moritzkirche 9
  • Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 11:00 – 12:00 und 15:00 – 17:00 Uhr, Samstag Sonntag  15:00 – 16:00 Uhr, Montag geschlossen
  • Weitere Informationen: moritzkirche-halle.de
Moritzkirche Halle

Der Wasserturm Nord

Noch bis ins 19. Jahrhundert tranken die Hallenser das Wasser der Saale ungefiltert. Als durch die zunehmende Gewässerverschmutzung allerdings immer mehr Krankheiten und Epidemien auftraten, wurde 1867/68 das Wasserwerk Beetzen sowie der Wasserturm Süd am Lutherplatz errichtet. In den Jahren 1897 bis 1899 entstand dann der Wasserturm Nord, der heute das Stadtbild mit prägt. Der beeindruckende Turm mit seinen gelben Klinkensteinen ist weithin sichtbar. Die sandsteinernen Meeresungeheuer am Fuß des Bauwerks sind dabei besonders beeindruckend und ein tolles Fotomotiv.

Wasserturm Nord in Halle
Wasserturm Nord in Halle
Wasserturm Nord in Halle

Die Synagoge

Unweit des Wasserturm Nord befindet sich die Synagoge der Stadt. Von außen sieht man leider nur die Mauer und ein großes Tor. Was für Besucher der Stadt eher nicht so schön ist, weil man gerne das Gebäude sehen möchte, war für die Besucher am 9. Oktober 2019 der Lebensretter. Bei einem teilweise vereitelten Terroranschlag konnte der Täter die massive Tür nicht bezwingen und in die Synagoge eindringen, um dort wahllos zu töten. Leider mussten an diesem Tag trotzdem zwei Menschen sterben, die auf der Straße bzw. in einem nahegelegenen Imbiss erschossen wurden. 

Heute erinnert eine Gedenktafel an diesen schrecklichen Tag und die sinnlose Tat. Ein Moment zum Innehalten. 

Synagoge Halle Saale

Die Pauluskirche

Läuft man die Straße an der Synagoge weiter kommt man zu einem kleinen „Rondell“ in dessen Mitte auf einem Hügel die Pauluskirche thront. Besonders bei Sonnenaufgang strahlen die roten Ziegel der  in den Jahren 1900 bis 1903 erbauten Kirche wie ein Feuer. Ein toller Anblick. 

Auch das Innere der Kirche mit seiner neugotischen Ausstattung ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Allerdings ist die Kirche nur an den Wochenenden geöffnet.

Ansonsten ist der kleine Park rund um die Pauluskirche eine gute Gelegenheit, um einen Moment auszuruhen.

Die Pauluskirche

  • Adresse: Robert-Blum-Straße 11a
  • Öffnungszeiten: Samstag + Sonntag 15:00 – 17:00 Uhr
  • Weitere Informationen: www.paulusgemeinde-halle.de
Die Pauluskirche in Halle

Der Bergzoo Halle

Von der Pauluskirche aus bin ich weiter gelaufen zum Zoo Halle, um dort einen kurzen Stopp einzulegen. Wenn Ihr mit Kindern unterwegs seid, dann solltet Ihr auf jeden Fall dort einen Besuch einrichten. Selten kommt man in einem Zoo so nah an die Tiere heran wie hier. Ein Erlebnis für die ganze Familie. Auch Hunde sind hier gern gesehene Besucher

Der 1901 gegründete Zoo bietet auf seinen neun Hektar alles was das Herz begehrt. So ermöglicht zum Beispiel die Seebärenanlage  den Besuchern einen eher seltenen Einblick in den unter der Wasseroberfläche gelegenen Lebensraum der Tiere. Es gibt Flusspferde, Elefanten und Tiger zu entdecken. Aber auch Alpakas und Lamas gibt es hier zu entdecken. Dazu deutschlandweit die einzigen Panzerkrokodile. Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall.

Zoologischer Garten Halle

  • Adresse: Reilstraße 57
  • Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 17:00 Uhr
  • Eintritt: Erwachsene 11,50 € | Kinder 6,50 € | Kinder unter 4 Jahren frei | Hund 4,00 €
  • Weitere Informationen: zoo-halle.de
Zoo Halle

Das Historische Straßenbahndepot

Wenn Ihr um den Zoo herum und wieder in Richtung Altstadt lauft, dann kommt Ihr am historischen Straßenbahndepot vorbei. Im Sommer kann man hier an zwei Sonntagen im Monat alte Straßenbahnen, andere Kraftfahrzeuge sowie eine Modellbahnanlage entdecken. 

Darüber hinaus bieten die Halleschen Straßenbahnfreunde immer wieder Sonderfahrten mit einem der alten Gefährte an. Über Termine informiert Ihr Euch am Besten vor Eurer Reise direkt auf der Webseite des Vereins.

Historisches Straßenbahndepot

  • Adresse: Seebener Str. 191
  • Öffnungszeiten: Mai bis Oktober, jeden 1. und 3. Sonntag im Monat 11:00-17:00 Uhr
  • Eintritt: Erwachsene 3,00 € | Kinder 2,00 €
  • Weitere Informationen: www.hsf-ev.de
Historisches Straßenbahndepot Halle

Burg Giebichenstein

Einige Meter vom Historischen Straßenbahndepot entfernt findet Ihr Burg Giebichenstein am Ufer der Saale. 

Die Burg, die 961 das erste Mal urkundlich erwähnt wurde und somit zu den ältesten Siedlungsgebieten der Stadt gehört,  beherbergt heute einen Teil des Kunstcampus der Kunsthochschule Halle. Der größte Bereich der Burg ist daher für Besucher leider nicht zugänglich.

Die Oberburg kann in den Sommermonaten erkundet werden. Dabei kann man über QR-Codes wichtige Informationen und Eckdaten zur Burg erhalten. 

Burg Giebichenstein

  • Adresse: Seebener Str. 1
  • Öffnungszeiten: April bis Oktober Dienstag – Freitag 10:00-18:00 Uhr, Wochenende + Feiertage 10:00 – 19:00 Uhr
  • Eintritt: Erwachsene 4,00 € | Ermäßigt 2,50 € | Kinder bis 14 Jahre frei
  • Weitere Informationen: stadtmuseumhalle.de
Burg Giebichenstein
Burg Giebichenstein
Burg Giebichenstein

Ein Spaziergang in der Saale

„An der Saale hellem Strande
Stehen Burgen stolz und kühn.
Ihre Dächer sind zerfallen,
Und der Wind streicht durch die Hallen,
Wolken ziehen drüber hin.“

Zum Abschluss Eures Stadtrundgangs empfehle ich Euch einen Spaziergang an der Saale entlang. Hier kann man dem Trubel der Stadt entfliehen und einen Moment die Seele baumeln lassen. Die Promenade lädt zum bummeln und zum einfach mal auf eine Bank setzen ein. 

Gesäumt wird das Ganze durch verschiedene Schiffe, die zu Fahren, Essen und Trinken einladen, sowie tollen Kunstwerke und Kirchen wie die Giebichenstein-Brücke und Petruskirche.

Etwas weiter südlich findet Ihr die Peißnitzinsel, die das Naherholungsgebiet von Halle ist. Spielplätze und eine Freilichtbühne locken hier im Sommer hunderte Menschen an, die etwas Ruhe vom Alltag suchen.

Museen in Halle

Halle hat einige tolle und spannende Museen zu bieten, die zu einem Besuch einladen. Für alle Interessen ist hier etwas dabei. Und so gibt es tolle Möglichkeiten, falls Ihr mal einen Regentag erwischt.

Kunstmuseum Moritzburg

Wer Kunst mag, der wird das Museum in der Moritzburg lieben. Bereits der Innenhof der Burg ist etwas ganz spezielles. Die ältesten Teile stammen von der 1484 errichteten  Residenz der Magdeburger Erzbischöfe. Durch Kriege und Verfall zerstört wurde hier immer wieder gebaut. Heute ist die Moritzburg eine fasziniere Symbiose verschiedener Baustile von der Gotik bis zur Moderne. Dabei greift interessanterweise alles ineinander über, ohne dass es „zusammengestückelt“ aussieht.  Selbst die Maria-Magdalenen-Kapelle fügt sich in dieses Gebilde ein. 

Bei einem Besuch des Museum stehen dann verschiedene Ausstellungen und immer wieder wechselnde Sonderausstellungen offen. Die Sammlung der Moritzburg umfasst heute rund 250.000 Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen, Druckgrafiken, Fotografien, Plastiken, Kunsthandwerks  sowie Münzen, Geldscheinen und Medaillen. Hier kann man wirklich Stunden verbringen – nicht nur als Kunstliebhaber – und Dank Ticketpreisen ist dies auch für die ganze Familie möglich.

Kunstmuseum Moritzburg

  • Adresse: Friedemann-Bach-Platz 5
  • Öffnungszeiten: Donnerstag – Dienstag 10:00-18:00 Uhr | Mittwoch geschlossen
  • Eintritt: Tagesticket 12,00 € | Ermäßigt 9,00 € | Kinder bis 18 Jahre frei
  • Weitere Informationen: www.kunstmuseum-moritzburg.de

Landesmuseum für Vorgeschichte

Ihr wolltet schon immer einmal die Himmelsscheibe von Nebra sehen? Dann seid Ihr im Landesmuseum für Vorgeschichte genau richtig. Sie ist das wohl bekannteste Ausstellungsstück hier. Doch es gibt noch mehr zu erleben. In insgesamt sechs thematischen Ausstellungsabschnitten werdet Ihr durch 400.000 Jahre Menschheitsgeschichte geführt. Die Zeitreise reicht vom Beginn der Steinzeit bis zur frühen römischen Kaiserzeit. Erweiterungen bis zur frühen Neuzeit sind in Planung. 

Hinzu kommen wechselnde Sonderausstellungen, die weitere Informationen rund um die Geschichte bieten. Und wer schon einmal einen kleinen Vorgeschmack möchte, der sollte sich die digitalen Ausstellungen auf der Webseite des Muesums anschauen.

Zudem ist das Landesmuseum Teil der touristischen Route „Himmelswege“, zu der auch  die Arche Nebra, das Sonnenobservatorium in Goseck, die Dolmengöttin bei Langeneichstädt sowie das Ringheiligtum von Pömmelte gehören.

Landesmuseum für Vorgeschichte

  • Adresse: Richard-Wagner-Straße 9
  • Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag: 9:00 – 17:00 Uhr | Samstag, Sonntag, Feiertag: 10:00 – 18:00 Uhr | Montag: nur nach Voranmeldung
  • Eintritt: Erwachsene 7,00 € | Ermäßigt 5,00 € | Kinder bis 18 Jahre frei
  • Weitere Informationen: www.landesmuseum-vorgeschichte.de

Das Stadtmuseum im Christian-Wolff-Haus

Wer mehr über die Geschichte von Halle wissen möchte, der ist im Stadtmuseum gut aufgehoben. Auf 3 Etagen könnt Ihr mehr über die Salzgewinnung, die Halloren und vieles mehr über die Geschichte der Stadt erfahren.

Während meines Besuchs gab es zudem eine Ausstellung über das Porzellan in Lettin zu erleben. Eine Reise in die Kindheit.

Leider habe ich auch ein negatives Erlebnis im Stadtmuseum. Eine Mitarbeiterin ist ständig hinter mir her geschlichen. Tauchte plötzlich hinter Ecken auf. Ich habe mich absolut unwohl gefühlt und daher das Museum so schnell als möglich wieder verlassen. 

Stadtmuseum 

  • Adresse: Große Märkerstraße 10
  • Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 10:00 – 17:00 Uhr | Montag geschlossen
  • Eintritt: Erwachsene 5,00 € | Ermäßigt 3,00 € | Kinder bis 14 Jahre frei
  • Weitere Informationen: stadtmuseumhalle.de
Das Stadmuseum im Christan-Wolff-Haus

Das Händel-Museum

Er ist der Sohn der Stadt und seine Werke sind weltberühmt – Georg Friedrich Händel. In seinem Geburtshaus kann man heute alles über sein Leben und sein Wirken erfahren. Daneben gibt es unter anderem historische Musikinstrument zu bewundern. Zusätzlich gibt es wechselnde Sonderausstellungen zu erleben.

Ein kleiner Geheimtipp ist das Café im Innenhof des Hauses, wo es sehr leckeren Kaffee und Kuchen gibt.

Händel-Haus-Halle 

  • Adresse: Große Nikolaistraße 5
  • Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 10:00 – 18:00 Uhr | Montag geschlossen
  • Eintritt: Erwachsene 6,00 € | Ermäßigt 4,50 € | Kinder bis 6 Jahre frei
  • Weitere Informationen: haendelhaus.de
Händel Haus Halle
Händel Haus Halle

Das Hallorenmuseum

Die berühmtesten Süßigkeiten der Stadt sind die Hallorenkugeln. Benannt nach den kugelförmigen Knöpfen der Uniformen der Halloren gibt es die kleinen Leckereien heute in verschiedensten Geschmacksrichtungen.

Im Museum erfährst Du alles über die Kugeln und ihre Geschichte. Im gläsernen Schaugang erhaltet Ihr Einblick in die Produktion und in verschiedenen Seminaren könnt Ihr zudem selbst all die leckeren Köstlichkeiten herstellen. Und für alle, die den Genuss kaum erwarten können gibt es ein Café sowie einen Fabrikverkauf.

Hallorenmuseum 

  • Adresse: Delitzscher Str. 70
  • Öffnungszeiten: Montag – Samstag: 10:00 – 18:00 Uhr | Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr
  • Eintritt: Erwachsene 8,00 € | Kinder 4,50 € | mit Führung + 2,50 €
  • Weitere Informationen: www.halloren.de
Halloren Museum Halle

Die Franckeschen Stiftungen

Die Franckeschen Stiftungen, die früher auch als Glauchasche Anstalten bekannt waren, beherbergen heute über 50 kulturelle, wissenschaftliche, pädagogische und soziale Einrichtungen. 1698 durch den Theologen und Pädagogen August Hermann Francke gegründet, gibt es hier heute unter anderem das historische Waisenhaus, die Kunst- und  Naturalienkammer, die Ende des 17. Jahrhunderts gegründete Bibliothek sowie verschiedene  Einrichtungen der Martin-Luther-Universität zu bestaunen.

Franckesche Stiftung  

  • Adresse: Franckeplatz 1
  • Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 10:00 – 17:00 Uhr | Montag geschlossen
  • Eintritt: Erwachsene 6,00 € | Ermäßigt 4,00 € | Kinder bis 18 Jahre frei
  • Weitere Informationen: www.francke-halle.de

Das Beatles Museum

Ihre Musik ist weltweit bekannt und die Band unvergessen. Und Halle hat den „Pilzköpfen“ ein ganzes Museum gewidmet. Hier erfahrt Ihr alles über die Band, ihre Mitglieder und natürlich ihre Musik. Nicht nur für Beatles-Fans ein Muss.

Das Museum wurde bereits 1989 in Köln gegründet, im Jahre 2000 zog es dann nach Halle um. Kein Wunder, dass sich hier eine riesige Sammlung angesammelt hat, die das Herz jedes Musik-Fans hüpfen lässt. 

Beatles Museum   

  • Adresse: Alter Markt 12
  • Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 10:00 – 18:00 Uhr | Montag geschlossen
  • Eintritt: Erwachsene 6,50 € | Kinder 3,50 €
  • Weitere Informationen: www.beatlesmuseum.net
Beatles Museum Halle

Gedenkstätte Roter Ochse

Eine Reise in die jüngere Vergangenheit kann man in der Gedenkstätte Roter Ochse machen. Die 1842 eröffnete Strafanstalt diente in der NS-Zeit als Gefängnis für verurteilte Deutsche, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Und auch danach ging die dunkle Geschichte weiter. Von 1950 bis 1989 nutzte das Ministerium für Staatssicherheit der DDR das Gebäude als Untersuchungshaftanstalt sowie als Gefängnis für politische Häftlinge.

Seit 1996 erinnert die Gedenkstätte an all die unschuldig gefangenen und hingerichteten Menschen und hilft dabei, die Geschichte aufzuarbeiten. Eine wertvolle Arbeit und somit ist die Gedenkstätte auf jeden Fall einen Besuch wert.

Gedenkstätte Roter Ochse  

  • Adresse: Am Kirchtor 20 b
  • Öffnungszeiten: Dienstag – Donnerstag: 10:00 – 16:00 Uhr | Montag und Freitag 10:00 – 14:00 Uhr | Jedes erste Wochenende im Monat 13:00 – 17:00 Uhr
  • Eintritt: Frei
  • Weitere Informationen: gedenkstaette-halle.sachsen-anhalt.de
Gedenkstätte Roter Ochse

Essen gehen in Halle

Leider war ich vom kulinarischen Angebot in Halle etwas enttäuscht. Viele Restaurants haben tagsüber geschlossen und die Suche nach typische Küche gestaltete sich schwierig. Aber ein paar Lokale kann ich Euch doch empfehlen:

  • Alchimistenklause: Etwas abseits der Altstadt, dafür aber typische Küche
  • SAO MAI: Für alle, die asiatische Küche lieben
  • Hallesche Spezialitätenbrauerei: Typische Küche in einem tollen Ambiente

Zu empfehlen sind auch die vielen keinen tollen Bäckereien mit angeschlossenem Café in denen man ein leckeres Frühstück genießen kann.

Essen gehen in Halle

Übernachten in Halle

Da ich mit dem Zug unterwegs war, fiel meine Entscheidung ziemlich schnell auf das ibis Styles Hotel*. Ein schönes, sauberes Hotel von dem aus man gut den Bahnhof und auch die Innenstadt zu Fuß erreichen kann. Ich würde auf jeden Fall wieder hier übernachten

Andere Besucher der Stadt empfehlen auch:

  • The niu Ridge* – dieses Hotel ist ebenfalls sehr zentral gelegen und sehr stylisch. Wenn Ihr mit Hund unterwegs seid, ist dieses Hotel eine gute Wahl, Haustiere sind hier herzlich willkommen
  • Dorint Charlottenhof* – das Hotel bietet viele Annehmlichkeiten wie ein Fitnesscenter und eine Bar
  • Dormero Hotel* – dieses extravagante Hotel kann auf 300 Jahre Geschichte zurückblicken. Zudem ist jedes Zimmer hier individuell gestaltet.

Noch nicht das Richtige gefunden? Dann schaut mal auf booking.com* vorbei. Dort findet jeder das perfekte Hotel.

Übernachten in Halle

Fazit - Eine Reise wert

Halle ist mit all seinen Sehenswürdigkeiten auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier gibt es für alle viel zu entdecken und erleben, auch wenn es hier und da noch Verbesserungsbedarf gibt. Ich bin gespannt, wie sich die Stadt in den nächsten Jahren noch entwickeln wird.

Zum Weiterlesen

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