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Wandern auf dem Pfänder - Im Sommer und im Winter

Wandern auf dem Pfänder – Im Sommer und im Winter

by Kathleen

Der Pfänder, oberhalb von Bregenz und dem Bodensee gelegen, ist sowohl im Sommer als auch im Winter ein echtes Wanderparadies. Viele – größtenteils ebene – Wanderwege und verschiedene laden dazu ein, die Wanderstiefel zu schnüren und los zu laufen.

Wir selbst waren schon zu fast allen Jahreszeiten hier unterwegs und hatten jedes Mal eine gute Zeit. Deshalb möchte ich Euch einige Touren vorstellen, die sich sowohl im Sommer als auch im Winter für eine Wanderung auf dem Pfänder eignen. 

Wandern auf dem Pfänder - Übersicht

Was gibt es hier zu entdecken?

Wie komme ich auf den Pfänder?

Der Pfänder liegt oberhalb der Stadt Bregenz am Bodensee, welche über die A96 zu erreichen ist. Solltet Ihr wirklich nur Bregenz und den Pfänder besuchen wollen, empfehle ich euch, die letzte Ausfahrt vor der Grenze zu nutzen. So spart Ihr Euch die Mautgebühr der Österreichischen Autobahn. Auch mit der Bahn* ist Bregenz sehr gut erreichbar. So kommt Ihr schon entspannt und umweltfreundlich vor Ort an.

In Bregenz selbst startet dann die Pfänderbahn, eine Seilbahn, die Euch direkt und ganz gemütlich bis nach oben bringt. Die Talstation befindet sich direkt neben der Altstadt und ist von den meisten Parkhäusern und Hotels aus sehr gut zu erreichen. Die Bahn verkehrt zu jeder halben und vollen Stunde und die Fahrt dauert etwa 6 Minuten

Pfänderbahn

  • Adresse: Steinbruchgasse 4, 6900 Bregenz, Österreich
  • Öffnungszeiten: täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr | jeweils zur halben und vollen Stunde | bei großem Andrang wird viertelstündlich gefahren | ggf. abweichende Öffnungszeiten an Feiertagen
  • Eintritt: Erwachsene 15,00 bzw. 10,00 € | Kinder 7,50 € bzw. 5,00 €
  • Weitere Informationen: www.pfaenderbahn.at

Ganz Mutige können den Pfänder natürlich auch zu Fuß besteigen. Auf knapp 4 Kilometern gilt es dabei 600 Höhermeter zu überwinden. Die Dauer der Wanderung beträgt ja nach Kondition zwischen 1,5 und 3 Stunden. Übrigens findet in jedem Jahr der Pfänder -Berglauf statt. Sie schnellsten Läufer legen dabei die Strecke in unter 30 Minuten zurück. Wenn das mal kein Ansporn ist.

Wer es dagegen gemütlich mag, der kann den Pfänder auch mit dem Auto erreichen. Von Lochau führt eine enge Straße nach oben, die nur erfahrenen Fahrern empfohlen werden kann, besonders im Winter. Von dem kleinen Parkplatz aus sind es dann noch etwa 15 Fußmarsch bis zur Pfänderspitze.

> Hoteltipps
Bregenz hat viele verschiedene empfehlenswerte Hotels zu bieten.

Besonders zu empfehlen sind die folgenden Hotels:

Oder Ihr stöbert einfach mal in dieser Übersicht*

Wanderung auf dem Pfänder im Sommer

Meine Sommer-Wanderung auf dem Pfänder startete an der Bergstation der Pfänderbahn. Zuerst habe ich mich in Richtung des Wildgeheges gehalten. Auf einem kleinen Rundwanderweg gibt es die verschiedensten Tiere des Alpenraums bestaunen. Unter anderem hatte ich die Gelegenheit ein Murmeltier zu sehen, was in freier Wildbahn doch eher schwierig ist. Gerade wenn Ihr mit Kindern unterwegs seid, ist dies eine schöne kleine Wanderung. 

Zumal am Ende des Rundweges auch noch ein wunderschöner Wild-Spielpatz auf die Kinder wartet. Hier können sie sich nach Herzenslust austoben.

Für die Erwachsenen gibt es eine kleine „Kunstausstellung“ zu entdecken. Gegen einen freiwilligen Beitrag von 1,00 € könnt Ihr hier das eine oder anderen Kunstobjekt bestaunen.

Start der Sommer-Wanderung auf dem Pfänder
Start der Sommer-Wanderung auf dem Pfänder

Nachdem ich wieder an der Bergstation angekommen war, ging es weiter in Richtung Pfänderspitze. Diese befindet sich auf 1064 Metern Höhe. Hier gibt es ein kleines Gasthaus mit 25 Sitzplätzen. Im Sommer könnt Ihr von der Terrasse aus einen wundervollen Ausblick genießen und dabei regionale Gerichte genießen. Sehenswert ist auch das Holzkreuz, welches vom Lochauer Bildhauer Professor Hans Nitz 1994 geschnitzt und aufgestellt wurde.

Die Pfänderspitze im Sommer
Die Pfänderspitze im Sommer

Die nächste Station der Wanderung war der Sendeturm auf dem Pfänder. Der knapp 95 Meter hohe Sendeturm befindet sich in 1050 Metern Höhe –  und damit nur knapp unterhalb der Pfänderspitze. Der Turm wurde zwischen 1955 und 1957 errichtet und 2012 saniert. Bis heute stahlt der Sendeturm Radio- und Fernsehprogramme für Bregenz und dessen Umgebung aus.  Außerdem reicht der Standort aufgrund seiner exponierten Lage weit nach Deutschland, aber auch in die Schweiz, hinein und wird daher auch von beiden Ländern als Sendemast genutzt.

Vom Standort des Sendemast aus, habt Ihr zudem eine wunderbare Aussicht. Ihr solltet also unbedingt einen Moment inne halten und den Blick schweifen zu lassen. Ihr werdet es nicht bereuen.

Der Sendeturm auf dem Pfänder
Der Sendeturm auf dem Pfänder
Der Sendeturm auf dem Pfänder

Nun geht es weiter in Richtung des Teresienkapelle. Die kleine Kapelle ist schon weithin sichtbar und befindet sich in direkter Nähe zum Gasthaus „Schwedenschanz“. Die Kapelle wurde 1929 nach Plänen von Zimmermeister Anton Reichart errichtet. Dies war seine Art dafür zu danken, dass sein Frau und sein Sohn eine schwere Krankheit überlebt hatten. Gewidmet ist die kleine Kapelle der Heiligen Theresia. 

Wenn Ihr Zeit habt, dann solltet Ihr auch einen Blick in die Kapelle werfen. Er erwartete ein wunderschöner kleiner Gebetsraum mit dem Altar der Heiligen Theresia, die Rosen über Bregenz regnen lässt. Hier könnt Ihr perfekt einen Moment der Stille genießen.

Die Theresienkapelle auf dem Pfänder
Die Theresienkapelle auf dem Pfänder
Die Theresienkapelle auf dem Pfänder

Auf einem Rundbogen um den Parkplatz des Pfänder geht es nun wieder zurück zur Bergstation.  Dabei lauft Ihr unter anderem auf dem Schwedenweg entlang. Hier findet Ihr viele interessante Tafel, die über den 30-Jährigen Krieg und den Überfall der Schweden auf Bregenz informieren. Ein sehr spannender Ausflug in die Geschichte der Gegend und ein gutes Beispiel dafür, welchen starken Eindruck dieser Überfall hinterlassen hat.

Zudem wandelt Ihr auch auf dem Käsewanderweg. Wer Lust auf eine weitere Wanderung hat, sollte diesem folgen und viele tolle Käsereien bis hinein ins Allgäu entdecken. Allerdings müsst Ihr alle Einkäufe im Rucksack zurück tragen. Zumindest wenn Ihr zurück nach Bregenz wollt. 

So neigt sich eine tolle Wanderung seinem Ende zu. Über die Bergstation ging es für mich wieder zurück ins Hotel. 

Ihr habt Lust bekommen, meine Sommer-Wanderung nach zu wandern? Sie ist streckenmäßig nicht sehr lang, aber man kann unterwegs oft stoppen und staunen. Und Ihr solltet Euch auf jeden Fall viel Zeit nehmen, um die vielen tollen Ausblicke zu genießen.

Außerdem kann die Wanderung natürlich auch entsprechend erweitert werden. Hier gibt es aber erstmal eine Übersicht der Wanderung sowie die Möglichkeit, eine GPS-Datei herunter zu laden.


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Wanderung auf dem Pfänder im Winter

Die Wanderung im Winter haben wir am Parkplatz gestartet, den man über eine schmale Straße von Lochau aus erreichen kann. Mit viel Spaß im Schnee ging es los in Richtung Pfänderspitze. Nicht nur unser Hund hat sich dabei pudelwohl gefühlt

Schneewanderung auf dem Pfänder
Schneewanderung auf dem Pfänder
Schneewanderung auf dem Pfänder

Erste Station war aber das Gasthaus „Schwedenschanz“, wo wir eine kurze Rast eingelegt haben. Der Name Schwedenschanz geht auf den 30-jährigen Krieg zurück. 1647 hatten die Bregenzer aus Angst vor dem Angriff der Schweden in aller eine Verteidigungsanlage errichtet. Doch sie hatten nicht mit dem  Klus-Hund, einem Verräter, gerechnet. Dieser zeigte den Angreifern einen Weg über den Pfänder und die heute noch bekannte Schwedenschanze – und Bregenz wurde innerhalb kürzester Zeit eingenommen.

Heute lädt das Gasthaus an der Schwedenschanz vor allem zur gemütlichen Einkehr ein. Hier erwarten Euch leckere und regionale Gerichte und eine Terrasse mit toller Aussicht.  

Rast am Gasthaus Schwedenschanz
Rast am Gasthaus Schwedenschanz
Rast am Gasthaus Schwedenschanz

Frisch gestärkt ging es weiter, vorbei an der Theresienkapelle in Richtung Sendemast auf dem Pfänder und zur Pfänderspitze. Im strahlenden Sonnenschein war es einfach nur eine Freude, hier zu wandern. Die einzelnen Zielpunkte habe ich Euch übrigens weiter oben schon bei der Sommer-Wanderung vorgestellt. 

An der Bergstation der Pfänderbahn sind wir dann wieder umgekehrt und über den Schwedenweg wieder zurück zum Parkplatz gelaufen. Natürlich haben wir auch dabei noch einmal die Infotafeln über den Schwedischen Überfall auf Bregenz studiert. Diesmal war ich ja nicht alleine unterwegs.

So ging eine kleine gemütliche Wanderung mit tollen Aussichten sowohl auf Bregenz als auch auf den Bodensee, die Schweizer Alpen und den Bregenzer Wald. 

Ihr habt Lust bekommen, meine Winterwanderung nachzuwandern? Natürlich könnt Ihr diese auch an der Bergstation der Pfänderbahn starten.

Hier gibt es aber erstmal meine eigene Wanderung noch einmal im Überblick und als GPS-Download.


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Lohnt sich eine Wanderung auf dem Pfänder?

Ja, eine Wanderung auf dem Pfänder lohnt sich auf jeden Fall. Und das sowohl im Sommer als auch im Winter. Im Sommer bieten sich natürlich sehr viel mehr Möglichkeiten. Man kann Wanderungen nach belieben erweitern und alle Hütten sind geöffnet. Im Winter hingegen geht es hier eher gemütlich zu. Man hat Wanderwege teilweise ganz für sich alleine und kann die Stille genießen. Dafür muss man schauen, welche Gasthäuser geöffnet hat, wenn man eine Einkehr plant. Und was ist besser nach einer Winterwanderung als eine leckere Heiße Schokolade?

Sommerwanderung auf dem Pfänder
Sommerwanderung auf dem Pfänder

Zum Weiterlesen

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Wer schreibt hier?

Kathleen

Hallo, ich bin die Gründerin von Immer auf Reisen. Seit mehr als 3 Jahren schreibe ich über Deutschland und Europa. Ich liebe es, unser Land immer wieder neu zu entdecken und ich möchte Euch animieren, ebenfalls Neues in Eure eigene Umgebung zu entdecken und so Immer auf Reisen zu sein.

Mein Hauptfokus liegt auf Reisen in Deutschland und Europa, aber es gibt auch einige Beiträge über die USA. Mein zweiter Herzensland Japan hat auf Verliebt in Japan eine neue Heimat gefunden.

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