Reisen

Erste Schritte in New York

Bevor ich das erste Mal nach New York kam, konnte ich die Leute nicht verstehen, die sagten „Dies ist eine besondere Stadt“, „sie nimmt einen gefangen und lässt dich nie mehr los“ etc. Was sollte schon soooo besonders sein? Eine ganz normale Großstadt, wie es tausende andere auf der Welt gibt. Und dann kam ich das erste Mal nach New York – und was soll ich sagen, es ist eine besondere Stadt. Vom allerersten Augenblick an hatte ich so ein ganz besonderes Gefühl, ich kann es nicht beschreiben, aber „es lässt einen nie mehr los“. Wenn Ihr also auch zu den Leuten gehört, die das nicht glauben können, kann ich Euch nur sagen – probiert es selber aus!

Und damit Euch die ersten Schritte in New York etwas leichter fallen, habe ich hier ein paar kleine Tipps zusammengefasst.

New York oder New Jersey?

Wenn Ihr selbst einen Flug nach New York bucht, solltet Ihr auf jeden Fall nicht nur den JFK Flughafen in New York selbst in Betracht ziehen, sondern eventuell auch den Flughafen in Newark / New Jersey. Hier kann man ab und zu ein echtes Schnäppchen machen, besonders wenn Ihr sowieso einen Mietwagen nehmen wollt. Aber auch mit Uber oder Taxi ist man ratz-fatz in der City. Ich persönlich fliege immer nach Newark. Ich bin ein kleines Gewohnheitstier und da meine ersten Reisen in die Gegend beruflich nach New Jersey waren, haben ich mich irgendwie daran gewöhnt.

Wie bereits erwähnt, es gibt hier immer wieder preisliche Unterschiede, daher empfehle ich, beide Varianten als Zielflughafen zu prüfen.

Mietwagen – ja oder nein?

Während ich bei den meisten Reisen in die USA empfehlen würde immer einen Mietwagen zu buchen, ist das in New York etwas anderes. Solltet Ihr nur planen, Euch in New York aufzuhalten, ist ein Mietwagen nicht unbedingt zu empfehlen und eine eher unnötige Ausgabe. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in Manhattan, dort ist meistens viel Verkehr. Wir waren daher meistens mit der Metro unterwegs. Das geht in den meisten Fällen am allerschnellsten. Am Abend könnt Ihr auch Uber und Taxi nutzen, die Einheimischen kennen dann doch den einen oder anderen Schlechweg und umgehen einen Stau, in den wir uns direkt hinein stellen würden. Zudem ist die Parksituation in New York mehr als katastrophal. Von dem her solltet Ihr prüfen, ob Ihr einen Mietwagen benötigt oder eben nicht. Für Tagesausflüge kann man auch tageweise einen solchen mieten, generell würde ich es eher nicht empfehlen.

Der New York Pass – für alle, die das erste Mal die Stadt besuchen

Ihr seid das allererste Mal in New York und wollt besonders viel entdecken? Dann kann ich Euch nur den New York Pass empfehlen. Wir haben diese bei unserem ersten Aufenthalt ebenfalls genutzt und es nicht bereut. Je nach Eurem Bedarf kann man zwischen einer Laufzeit zwischen 1 und 10 Tagen wählen. Wir haben damals den 3 Tage Pass vorbestellt und vor Ort auf 5 Tage upgraden lassen. Neben verschiedenen Stadtrundfahrten zu Land und zu Wasser enthält der Pass auch den Eintritt zu den meistens Sehenswürdigkeiten und Museen (z.B. Das Rockefeller Center, das Empire State Building, MET, MOMA, das Naturkundemuseum, das 9/11 Museum und vieles mehr). Auch Behind the scenes Führungen zum Beispiel in der Radio City Music Hall sind enthalten und richtig interessant.

Wer also in kurzer Zeit möglichst viel entdecken will, der ist hier genau richtig aufgehoben. Und ich kann Euch versprechen, bei über 100 Attraktionen ist mit Sicherheit für jeden etwas dabei. Wenn Ihr pro Tag mehr als 3 „Attraktionen“ nutzt, dann spart Ihr Geld. Wer dabei auch noch etwas auf die normalen Eintrittspreise achtet, der kann hier richtig was gut machen. Damit bleibt mehr Geld für andere schöne Sachen.

Wenn ich Euch neugierig gemacht habe, dann schaut gerne mal auf der Webseite des New York Pass vorbei.

Metro fahren in New York

Wie oben erwähnt haben wir in New York meistens die Metro genutzt, um von A nach B zu kommen. Dies ist meistens die die schnellste und auch billigste Variante. Wir haben uns damals die 7-Tage-Metro-Karte gekauft. Damit kann man 7 Tage lang ohne Limit fahren. Und bei einem Preis von aktuell $33 ist die Karte nach 12 Fahren (Einzelfahrt $2,75) amortisiert. Da wir ständig zwischen den einzelnen Attraktionen hin und her und jeden Tag vom Hotel in die Stadt und wieder zurück gefahren sind, hatten wir die Fahren schnell zusammen und sozusagen wieder gespart.

Die Karten kann man einfach am Automaten kaufen. In manchen Stationen finden sich auch noch Ticketkioske, in dem einem die Mitarbeiter gerne behilflich sind. Aber auch die Automaten sind gut und selbsterklärend. Und danach einfach nur die Karte durchziehen und fertig.

Leider gibt es neben der 7 Tages Karte dann nur noch eine für 30 Tage. Wenn man entsprechend lange vor Ort lohnt sich aber auch diese. Oder man lädt einfach die 7-Tage-Karte wieder auf.

Weitere Informationen hierzu findet Ihr auf der MTA-Webseite.

Der Times Square – Das Herz New Yorks

Wer an New York denkt, der denkt als erstes an den Times Square. Das pulsierende Herz der Stadt hat noch einmal ein besonderes Flair in dieser besonderen Stadt. Allein all die Reklame-Lichter schaffen ein ganz besonderes Ambiente, das einen gefangen nimmt.

Ein kleiner Warnhinweis an dieser Stelle. Haltet Euch vor den Fantasy-Figuren fern. Sie bieten an ein Foto zu machen, wollen dafür dann natürlich aber auch eine entsprechende Bezahlung und können auch sehr ungehalten werden, wenn dieses nicht so großzügig wie erwartet ist. Ich blocke diese Leute daher immer sofort ab.

Eine Ausnahme bildet hier „The naked cowboy“, dieser lässt sich gerne fotografieren, freut sich über ein kleines Trinkgeld, verlangt aber nichts und ist sehr nett.

Ein Besuch des Broadway – Kultur für alle

Wer Kultur in New York erleben will, der ist auf dem Broadway sehr gut aufgehoben. Ein Besuch eines Musicals ist bei einem Aufenthalt in New York fast schon obligatorisch. Wer gerne Schlange steht und viel Geduld hat, der kann sich tagsüber am Broadway-Pavillon auf dem Times Square anstellen und dort ein echtes Schnäppchen an Rest-Karten für Veranstaltungen am gleichen oder nächsten Tag machen.

Uns war unsere Zeit aber zu wertvoll und so hatten wir die Karten immer schon vorab von Deutschland aus bestellt. Das hat immer wunderbar geklappt und wir hatten nie Probleme. Und allein die Theater sind schon so beeindruckend, dass sich der Eintritt lohnt. Und als Musical-Fan kann ich sagen, Broadway-Musicals sind ein ganz besonderes Erlebnis.

Shopping in New York

Es gibt natürlich unendliche viele Shopping-Möglichkeiten in New York – für jeden Geldbeutel. Was Ihr Euch aber auf keinen Fall entgehen lassen dürft, ist ein Besuch im Traditionskaufhaus Macys. Betritt man das Gebäude, ist man wie in einer anderen Welt. Man fühlt sich plötzlich um 50 Jahre in der Zeit zurück gesetzt. Allein die wunderschönen Räume sind wunderschön anzuschauen. Eine Fahrt auf einer der alten Rolltreppen sind ein echtes Erlebnis. Nur um zu schauen, lohnt sich allein schon ein Besuch. Und das Beste – das Preisniveau entspricht in etwa dem eines deutschen Kaufhauses. Man kann sich also auch das ein oder andere Schöne leisten, um dann zuhause an Macys zurück zu denken.

Auch die Restaurants im Kaufhaus sind sehr zu empfehlen. Besonders das Stella Trattoria 34. Allein die Aussicht ist schon den Preis des Essens wert. Ganz abgesehen vom Ambiente.

Little Italy – gutes Essen zum guten Preis

Auch zum Essen gehen gibt es in New York unendlich viel Möglichkeiten. Aber ein „Must see“ ist auf jeden Fall Little Italy. Dort reiht sich ein leckeres italienisches Restaurant an das nächste. Italienische Küche vermischt mit amerikanischen Einflüssen. Sehr interessant. Ein amerikanischer Bekannter sagte mal zu mir „Es gibt kein schlechtes Restaurant in Little Italy“ und bisher muss ich ihm zustimmen.

Neben den Restaurants gibt es in Little Italy auch unzählige kleine Läden mit italienischen Spezialitäten. Die Cannoli zum Beispiel sind unvergesslich, aber auch Käsespezialitäten, Salami, Schinken und frisch gemachte Pasta ist überall erhältlich. Ein kleiner Bummel lohnt sich.

Abseits des Trubels – High Line Park

New York ist die Stadt, die niemals schläft. Wer einmal etwas Ruhe von dem Trubel möchte, der ist im High Line Park gut aufgehoben – eine 2,33 Kilometer lange ehemalige Bahnstrecke im Westen von Manhatten, die in einen Park umgewandelt wurde. Anders als das restliche Hochbahnnetz von New York wurde die High Line nicht für den Personenverkehr erbaut, sondern ist ein ehemaliger Streckenabschnitt der West Side Freight Line. Der erhaltene Teil des Hochbahn-Viaduktes führt von der West 34th Street (zwischen 10th Avenue und 12th Avenue) in Hell’s Kitchen bis zur Gansevoort Street im Meatpacking District.

Die inzwischen begrünte Hochbahnstrecke lädt zum bummeln und entspannen ein – falls einem mal alles zu viel wird.

Ich könne noch unendlich lange über New York erzählen. Die Stadt hält mein Herz gefangen. Und ich hoffe, ich konnte Euch mit diesem Beitrag ein bisschen Lust darauf machen, sie selbst einmal zu besuchen.

Ward Ihr schon in New York? Habt Ihr vor, dort hin zu reisen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.