
Hochgehschätzt – Eine bezaubernde Wanderung durchs Glastal bei Hayingen
Manchmal sind es die Wege, die uns zeigen, wie vielfältig die Natur in kurzer Zeit sein kann. Der Premiumwanderweg hochgehschätzt auf der Schwäbischen Alb ist so ein Beispiel: Innerhalb weniger Stunden wandert Ihr durch enge Täler mit plätschernden Bächen, klettert an urigen Felsformationen vorbei, lauft über sonnige Wacholderheiden und kehrt schließlich wieder in die Stille der Wälder zurück. Start und Ziel liegen an einem Ort, der schon für sich allein einen Ausflug wert ist – der Wimsener Höhle, Deutschlands einziger mit dem Boot befahrbarer Wasserhöhle.
Diese Rundtour misst knapp neun Kilometer, ist abwechslungsreich wie ein bunter Bilderbogen und führt Euch durch das romantische Glastal bei Hayingen. Der Weg ist so angelegt, dass Ihr ihn in aller Ruhe genießen könnt. Immer wieder laden Bänke und Aussichtspunkte zum Innehalten ein, und an jeder Ecke wartet eine neue Überraschung. Mal ist es eine Sage, die sich um bizarre Felsen rankt, mal die Vielfalt an Pflanzen, die im Sonnenlicht blühen. „Hochgehschätzt“ ist hier nicht nur ein Name, sondern eine treffende Beschreibung – Ihr werdet schnell merken, wie sehr man diese Landschaft ins Herz schließen kann.
- Parken: Parkplatz an der Wimsener Höhle
- Öffentlicher Nahverkehr: Ab Hayingen fährt auch ein Bus, den Ihr nutzen könnt
- Strecke: ca. 10 Kilometer / ca. 2,5 bis 3 Stunden Wanderzeit
- Höhenmeter: ↗ 180 m ↘ 170 m
- Schwierigkeit: mittel
- Einkehrmöglichkeiten: Entlang der Wanderstrecke gibt es leider keine Einkehrmöglichkeiten, doch an der Wimsener Höhle gibt es das Bio-Gasthof Friedrichshöhle (by TressBrüder), das zur Einkehr einlädt
- Ausrüstung: Wanderrucksack*, Snacks, Getränke*, gute Wanderschuhe*, Wanderstöcke* sind hilfreich
- Wanderkarte: hier bestellen*
- Die Wanderung auf Komoot: hier klicken

Start an der Wimsener Höhle – Ein Tor ins Erdinnere
Eure Hochgehschätzt-Wanderung beginnt direkt am Parkplatz der Wimsener Höhle. Schon nach wenigen Schritten steht Ihr vor dem kleinen See, aus dem die Zwiefalter Ach entspringt und in dem sich die Höhle wie ein geheimnisvolles Portal öffnet. Wer Lust hat, kann hier gleich zu Beginn eine Bootsfahrt unternehmen – ein Erlebnis, das in Deutschland einzigartig ist. Mit einem Kahn gleitet Ihr in die Dunkelheit hinein, während das Wasser still unter Euch fließt. Nur die Stimmen der Höhlenführer und das Tropfen von Wasser begleiten Euch.

Doch auch wenn Ihr die Bootsfahrt für später aufhebt, lohnt es sich, kurz zu verweilen. Das klare Wasser, die Felsen rundherum und die besondere Stimmung machen diesen Ort zu etwas ganz Besonderem. Gleichzeitig ist die Höhle ein perfekter Einstieg in die Tour, denn sie zeigt schon, wie sehr das Wasser die Landschaft der Schwäbischen Alb geprägt hat.

Durch das Glastal – Ein Märchental mit Felswänden und klaren Bächen
Vom Parkplatz führt der Weg in Richtung Glastal, das seinen Namen zu Recht trägt. Glasklares Wasser schlängelt sich hier durch eine verwunschene Landschaft. Links und rechts ragen Kalkfelsen empor, von Moos bewachsen und von Bäumen umrahmt. Das Glastal ist einer jener Orte, an denen Ihr fast automatisch langsamer werdet, weil es so viel zu sehen gibt.

Im Frühling leuchten hier die Blumen am Wegesrand, im Sommer spendet das Tal angenehmen Schatten, im Herbst färbt sich das Laub golden, und im Winter legt sich oft eine stille Decke aus Schnee über die Landschaft. Jede Jahreszeit verleiht dem Glastal ihren eigenen Zauber. Besonders beeindruckend sind die Felsformationen, die sich immer wieder neben dem Weg auftun. Manche ragen fast senkrecht in die Höhe und lassen erahnen, wie lange die Natur hier schon geformt hat.

Während Ihr weiterlauft, begleitet Euch der kleine Bach, der leise plätschert. Es ist diese Mischung aus Wasser, Fels und Wald, die das Glastal so einmalig macht. Kein Wunder, dass es für viele Wanderer zu den schönsten Tälern der Alb zählt.

Das Schweiftal – Ruhe, Weite und Natur pur
Nach dem Glastal biegt der Weg entlang des Hochgehschätzt Wanderweges ins Schweiftal ab, das einen ganz anderen Charakter hat. Statt enger Felswände öffnet sich hier die Landschaft. Felder und Wiesen wechseln sich ab, und die Weite lädt dazu ein, tief durchzuatmen. Der Name „Schweiftal“ passt, denn hier schweift der Blick weit über die sanften Hügel, und es ist ein Genuss, die offene Landschaft auf sich wirken zu lassen.

Gerade nach der Enge des Glastals wirkt das Schweiftal fast wie eine Befreiung. Der Weg führt Euch über breite Wiesenpfade und kleine Feldwege, begleitet vom Gesang der Vögel. Hier könnt Ihr wunderbar die Ruhe genießen – es ist der perfekte Abschnitt, um einfach mal stehen zu bleiben, die Augen zu schließen und dem Wind in den Bäumen zuzuhören.

Im Sommer flimmern die Wiesen in der Hitze, während im Frühling das zarte Grün dominiert. Besonders schön ist es, wenn die Sonne über die Felder zieht und lange Schatten wirft. Im Schweiftal merkt Ihr schnell, wie abwechslungsreich diese Wanderung ist – hier zeigt sich die Alb von ihrer weiten und offenen Seite.

Über das Digelfeld – Steppe auf der Schwäbischen Alb
Vom Schweiftal führt der Weg weiter auf das Digelfeld, eine Wacholderheide, die wie eine kleine Steppe wirkt. Schon beim ersten Schritt merkt Ihr: Hier ist die Landschaft wieder komplett anders. Weite Flächen, sanft geschwungene Hügel und die typischen Wacholderbüsche prägen das Bild.

Das Digelfeld ist nicht nur landschaftlich spannend, sondern auch ökologisch wertvoll. Viele seltene Pflanzen und Tiere finden hier ihren Lebensraum. Wenn Ihr im Frühling oder Sommer unterwegs seid, entdeckt Ihr eine Fülle an Blüten – Orchideen, Enziane und unzählige andere Kräuter, die zwischen den Wacholdern wachsen. Im Herbst färbt sich die Heide goldbraun, und ein fast melancholischer Zauber legt sich über das Land.

Der Weg über das Digelfeld ist einer dieser Momente, in denen Ihr das Gefühl habt, mitten in einer völlig anderen Welt zu sein. Kein Wald, keine Felsen, sondern offene Natur, die sich weit in alle Richtungen erstreckt. Wer mag, kann hier eine kleine Pause einlegen und einfach ins Weite blicken.

Die Bärenhöhle im Glastal – Ein Ort voller Sagen
Nach dem offenen Digelfeld führt Euch der Weg entlang des Hochgehschätzt-Premiumwanderwegs zurück in das Glastal, diesmal mit einem besonderen Ziel: die Bärenhöhle. Schon der Name klingt geheimnisvoll, und tatsächlich ranken sich einige Geschichten um diesen Ort. Angeblich soll hier einst ein Bär gehaust haben, andere Legenden erzählen von verborgenen Schätzen.

Die Höhle selbst ist klein, aber eindrucksvoll. Sie öffnet sich mitten in den Felsen, und wenn Ihr davorsteht, spürt Ihr sofort diesen Hauch von Abenteuer. Besonders Kinder lieben diesen Abschnitt, weil er ein bisschen wie eine Entdeckungsreise wirkt.

Auch geologisch ist die Bärenhöhle spannend, denn sie zeigt, wie das Wasser über Jahrtausende die Felsen ausgehöhlt hat. Wenn Ihr eine Taschenlampe dabeihabt, könnt Ihr vorsichtig ins Innere leuchten – aber bleibt am besten draußen, denn die Höhle ist ein geschützter Lebensraum für Tiere.

Die Hasenbachquelle – Ein sprudelndes Naturwunder
Weiter geht es zur Hasenbachquelle, die sich mitten im Tal versteckt. Plötzlich sprudelt hier klares Wasser aus dem Boden und bildet einen kleinen Bach, der sich bald in die Zwiefalter Ach ergießt. Quellen wie diese sind typisch für die Schwäbische Alb, die mit ihren Karstlandschaften immer wieder solche Überraschungen bereithält.

Das Wasser ist eiskalt und unglaublich klar. Wenn Ihr Eure Hände hineintaucht, spürt Ihr die Kraft der Natur unmittelbar. An warmen Tagen ist die Quelle ein wunderbarer Ort für eine Erfrischungspause. Gleichzeitig hat sie etwas Beruhigendes – das gleichmäßige Plätschern, das frische Grün drumherum, die feuchte Kühle in der Luft.

Die Hasenbachquelle ist einer dieser kleinen Momente auf der Hochgehschätzt Wanderung, die man nicht so schnell vergisst. Kein großes Highlight wie Schloss oder Höhle, sondern ein stiller Ort, der zeigt, wie lebendig die Natur hier ist.

Schloss Ehrenfels – Ein Märchenschloss am Waldrand
Nach der Hasenbachquelle führt Euch der Weg schließlich zum Schloss Ehrenfels. Schon von Weitem erkennt Ihr die hellen Mauern, die sich aus dem Wald erheben. Das Schloss wirkt fast wie ein Märchenschloss, das mitten in dieser abwechslungsreichen Landschaft plötzlich auftaucht.
Erbaut im 17. Jahrhundert, diente es ursprünglich als Jagdschloss und Sommerresidenz. Heute ist es privat bewohnt, aber die Anlage selbst ist sehenswert. Besonders schön ist der Blick auf das Schloss im Zusammenspiel mit den umliegenden Bäumen und Wiesen. Wenn Ihr davorsteht, fühlt Ihr Euch fast ein wenig in eine andere Zeit versetzt.

Schloss Ehrenfels ist ein würdiger Höhepunkt der hochgehschätzt – Wanderung, weil es der Route eine kulturelle und historische Dimension verleiht. Nach all den Naturerlebnissen kommt hier ein Hauch von Geschichte hinzu – eine perfekte Kombination, die diese Runde so abwechslungsreich macht.

Rückkehr zur Wimsener Höhle – Ein runder Abschluss
Vom Schloss Ehrenfels führt der Weg zurück zur Wimsener Höhle. Damit schließt sich der Kreis, und Ihr kehrt an den Ort zurück, an dem alles begann. Jetzt ist ein perfekter Moment, um die Wanderung noch einmal Revue passieren zu lassen. Vielleicht wollt Ihr Euch nun die Bootsfahrt in die Höhle gönnen, falls Ihr das am Anfang ausgelassen habt. Oder Ihr setzt Euch einfach ins Restaurants, stärkt Euch nach der Wanderung ein wenig und genießt die Stimmung.

Am Ende bleibt der Eindruck einer Wanderung, die unglaublich vielfältig ist. Jede Station des Hochgehschätzt-Weger hat ihren eigenen Charakter – von der geheimnisvollen Höhle über die stillen Täler und die offene Heide bis hin zum Schloss. Genau diese Mischung macht die Runde zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Tipps für die Hochgehschätzt-Wanderung
- Start früh am Tag: Morgens ist es besonders schön, wenn das Licht durch die Bäume fällt und die Luft frisch ist.
- Ausrüstung: Feste Schuhe sind Pflicht, denn die Wege wechseln zwischen Waldpfaden, Wiesen und steinigen Abschnitten.
- Proviant: Es gibt zwar Rastplätze, aber keine Einkehrmöglichkeiten direkt am Weg. Ein Vesper im Rucksack lohnt sich.
- Zeit lassen: Plant nicht nur drei Stunden reine Gehzeit ein, sondern auch Pausen für Aussichtspunkte, Quellen und das Digelfeld.
- Jahreszeit: Frühling und Herbst sind ideal. Im Sommer kann es auf den offenen Flächen heiß werden, im Winter ist es still und mystisch, da die Wimsener Höhle dann geschlossen ist.

Die Wanderung im Überblick
Ihr möchtet den Premiumwanderweg “hochgehschätzt” selber einmal erwandern? Dann gibt es hier die gesamte Wanderung noch einmal im Überblick und als GPS-Download
Fazit – Eine Wanderung für alle Sinne
Der Hochgeschätzt Premiumwanderweg ist mehr als nur ein Spaziergang durch die Natur. Sie ist ein Streifzug durch die ganze Vielfalt der Schwäbischen Alb. Wasser, Felsen, Täler, weite Landschaften, Kultur und Geschichte – hier kommt alles zusammen. Die Runde ist nicht zu lang und eignet sich damit auch für Familien oder entspannte Tagesausflüge. Gleichzeitig bietet sie genug Abwechslung, um selbst erfahrene Wanderer zu begeistern.
Wenn Ihr Lust habt, die Schwäbische Alb von ihrer schönsten Seite kennenzulernen, dann ist diese Wanderung genau das Richtige für Euch. Und ganz ehrlich: Schon allein die Wimsener Höhle ist ein Grund, hierherzukommen. Der Hochgehschätzt Wanderweg macht den Tag nur noch schöner.

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