Luftaufnahme einer malerischen europäischen Stadt mit roten Ziegeldächern, engen Straßen und historischen Gebäuden, umgeben von grünen Feldern - aufgenommen von Daniel - vor entfernten Hügeln unter einem teilweise bewölkten blauen Himmel.

Auf Entdeckungstour in Nördlingen – unterwegs in der Kraterstadt

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Wenn Ihr eine Reise plant, die Geschichte, Charme und eine ungewöhnliche Landschaft vereint, dann ist Nördlingen ein ideales Ziel. Die Stadt liegt im Herzen des sogenannten Nördlinger Ries, einem riesigen Meteoritenkrater, der vor rund 15 Millionen Jahren durch den Einschlag eines gewaltigen Himmelskörpers entstanden ist.

Doch nicht nur die Lage macht den Ort einzigartig: Wo sonst spaziert man durch eine Altstadt, die komplett von einer kreisrunden Stadtmauer umgeben ist, und blickt gleichzeitig in eine Landschaft, die ihre Entstehung einem kosmischen Ereignis verdankt? Doch Nördlingen bietet noch weit mehr als diese ungewöhnliche Geografie. Die Altstadt mit ihren engen Gassen, farbenfrohen Fachwerkhäusern und malerischen Plätzen wirkt, als sei die Zeit stehengeblieben. Gleichzeitig ist die Stadt lebendig, voller kleiner Läden, gemütlicher Cafés und freundlicher Menschen, die ihre Traditionen liebevoll pflegen.

Wer einmal durch das Stadttor tritt, taucht sofort in eine Atmosphäre ein, die nur wenige Orte so intensiv vermitteln können. Ob für einen Tagesausflug, ein verlängertes Wochenende oder sogar als Ausgangspunkt für eine längere Tour entlang der Romantischen Straße – Nördlingen überzeugt durch Vielfalt und Authentizität. Hier begegnet Ihr Geschichte auf Schritt und Tritt, und gleichzeitig spürt Ihr die Gelassenheit einer Stadt, die stolz auf ihr Erbe ist und es dennoch entspannt und offen präsentiert.

Wissenswertes über Nördingen
  • Bundesland:Bayern
  • Einwohnerzahl: 20.352 (Stand 31. Dezember 2024)
  • Anreise: Mit dem Auto über die A7 Ausfahrt Heidenheim oder Aalen Westhausen und dann weiter über die B466 bzw B29 / mit der Bahn* bis zum Bahnhof Nördlingen / nächster Flughafen*: München
  • Übernachtung: Ich empfehle Euch das Hey Lou Hotel*. Das moderne Hotel liegt zwischen Bahnhof und Altstadt und ist somit ideal für alle Reisende. Natürlich könnt Ihr auch gerne bei booking.com* stöbern und dort nach der perfekten Unterkunft in der Gegend suchen.

Ein historischer Torturm aus weißem Stein mit rotem Ziegeldach in Nördlingen steht unter einem klaren blauen Himmel, eingerahmt von einem grünen Laubbaum. In der Nähe der gewölbten Einfahrt sind Straßenschilder und ein Parkverbotsschild zu sehen.

Die spannende Geschichte Nördlingens

Die Wurzeln Nördlingens reichen weit zurück, und wer sich für Historie interessiert, wird hier auf eine echte Schatztruhe stoßen. Bereits im frühen Mittelalter war die Gegend besiedelt, und im Jahr 898 taucht der Name „Nordilinga“ erstmals in einer Urkunde auf. Im Jahr 1215 wurde der Ort zur Freien Reichsstadt erhoben, was großen Einfluss und wirtschaftliche Unabhängigkeit bedeutete. Handel und Handwerk brachten Wohlstand, und die zentrale Lage an wichtigen Handelswegen machte Nördlingen zu einem bedeutenden Treffpunkt.

Eine Straßenszene in Nördlingen zeigt bunte Gebäude mit steilen Dächern und weiß gerahmten Fenstern, die von einem hohen steinernen Kirchturm im Hintergrund unter einem strahlend blauen Himmel dominiert werden.

Im 14. Jahrhundert begann man mit dem Bau der Stadtmauer, die bis heute vollständig erhalten ist – ein seltener Glücksfall, denn die meisten anderen Städte verloren ihre Befestigungen im Laufe der Zeit. Die Reformation prägte ebenfalls das Gesicht der Stadt, die mehrheitlich evangelisch blieb. Ein einschneidendes Ereignis war die Schlacht bei Nördlingen im Dreißigjährigen Krieg im Jahr 1634, die zu schweren Zerstörungen führte.

Ein taktiles Bronzemodell von Nördlingen steht auf einem Steinsockel auf einem Kopfsteinpflaster und zeigt detaillierte Gebäude und Straßen, die der Besucher durch Berührung erkunden kann.

Interessanterweise wurde danach kaum neu gebaut, wodurch der mittelalterliche Stadtkern nahezu unverändert blieb. Im 19. Jahrhundert kam mit der Eisenbahn neuer Schwung, und im 20. Jahrhundert sorgte der wissenschaftliche Blick auf das Ries für internationales Interesse – sogar die NASA-Astronauten trainierten hier für die Mondlandung.

Ein historisches weißes Gebäude mit einem steilen roten Ziegeldach, Dachgauben, grünen Fensterläden und dekorativen Verzierungen steht an einer sonnigen Straßenecke in Nördlingen, einer charmanten europäischen Stadt. Ein blauer Himmel ist über dem Gebäude zu sehen.

All diese Epochen sind im Stadtbild sichtbar, sei es in den Kirchen, den Türmen oder den stattlichen Bürgerhäusern. Wer durch die Gassen schlendert, bewegt sich buchstäblich durch die Jahrhunderte, und genau das macht Nördlingen so faszinierend.

Eine historische Steinmauer mit einem runden, rot gedeckten Turm in Nördlingen steht neben vier Informationstafeln an einem gepflasterten Weg, umgeben von grünen Bäumen, Gras und einem kleinen Blumenbeet unter blauem Himmel.

Die Stadtmauer – ein Spaziergang durch Jahrhunderte

Eines der größten Highlights Nördlingens ist zweifellos die Stadtmauer. Sie ist nicht nur fast 700 Jahre alt, sondern auch komplett erhalten – etwas, das in ganz Deutschland einzigartig ist. Der Mauerring zieht sich auf rund 2,6 Kilometern um die gesamte Altstadt und ist durchgängig begehbar. Ihr könnt also einmal komplett im Kreis um Nördlingen spazieren und dabei immer wieder neue Blicke auf Dächer, Türme und die Umgebung genießen.

Ein schmaler, rustikaler Korridor mit freiliegenden Holzbalken, verwitterten Wänden und einem Ziegelboden in Nördlingen führt zu einer hellen Öffnung am Ende. Das Sonnenlicht fällt durch die Lamellen auf der linken Seite - perfekt für eine Entdeckungstour in der Kraterstadt.
Ein Blick von einem überdachten Steg in Nördlingen zeigt eine schmale Straße mit einem gelben Fachwerkhaus, Grünflächen und anderen bunten Häusern unter einem blauen Himmel mit einem sichtbaren Kondensstreifen - perfekt für Ihre nächste Entdeckungstour in der Kraterstadt.

Besonders eindrucksvoll ist, dass viele Abschnitte überdacht sind, was damals den Wachen Schutz bot und heute bei Regen sehr praktisch ist. Entlang der Mauer gibt es zahlreiche Tore und Türme, die wie steinerne Wächter die Geschichte bewahren. Einer der bekanntesten ist der Löpsinger Turm, in dem heute ein kleines Museum untergebracht ist, das die Belagerung während des Dreißigjährigen Krieges anschaulich erklärt.
Wer sich Zeit nimmt, entdeckt auf dem Rundgang unzählige Details: Schießscharten, alte Holztüren, kleine Inschriften und Ausblicke, die wie Postkartenmotive wirken.

Überdachter Holzsteg mit Ziegeldach, der entlang einer alten Backsteinmauer verläuft, ideal für eine Entdeckungstour durch die historische Kraterstadt Nördlingen, mit Blick auf eine ruhige Straße und charmante Häuser im Tageslicht.

Und auch für Kinder ist der Rundgang auf der Stadtmauer interessant, denn es gibt einen kleinen Entdeckerpass und verschiedenen Stempelstelle entlang der Mauer. So wird das Ganze zu einer spannenden Entdeckungstour für die ganze Familie. Und wahrscheinlich entdeckt Ihr als Familie von viele andere Details auf der Suche nach den Stempelstellen.

Ein kleiner Holzkasten mit Spitzdach und Glasfenster ist in einer steinernen Nische in Nördlingen angebracht. Auf dem gemauerten Sims darunter sind einige gefaltete Papierobjekte verstreut, die auf Ihrer Entdeckungstour durch die Kraterstadt zur Neugierde einladen.
Eine Hand hält ein Blatt mit großen, runden Aufklebern neben einer Kastenreibe, die in einem Holzschrank montiert ist. Diese Innenraumszene könnte Teil einer Entdeckungstour in Nördlingen, der faszinierenden Kraterstadt, sein.

Der Spaziergang ist kostenlos, jederzeit möglich und vermittelt ein Gefühl, das man sonst nur schwer erleben kann – das unmittelbare Eintauchen in eine mittelalterliche Stadtstruktur, die bis heute lebt. Es lohnt sich, mindestens eine Stunde einzuplanen, besser noch mehr, wenn Ihr auch die Türme besteigen oder die angrenzenden Gassen erkunden möchtet.

Blick aus dem Inneren eines überdachten Gehwegs aus Ziegeln und Holz auf der Nördlinger Stadtmauer auf den Korridor mit einfallendem Sonnenlicht. Unten gehen zwei Personen neben bunten Gebäuden entlang - perfekt für eine Entdeckungstour in der Kraterstadt.

Die St.-Georgs-Kirche und der Daniel

Mitten in der Altstadt erhebt sich die imposante St.-Georgs-Kirche, ein Meisterwerk der Spätgotik. Der Bau dauerte fast 80 Jahre, von 1427 bis 1505, und noch heute beeindruckt das Gotteshaus durch seine gewaltige Architektur und seine harmonische Ausstrahlung. Besonders bemerkenswert ist das Baumaterial: Die Kirche wurde fast vollständig aus Suevit errichtet, einem Gestein, das durch den Meteoriteneinschlag im Ries entstand. Damit ist St. Georg die größte bekannte Kirche aus diesem Material – ein spannendes Zusammenspiel von Naturereignis und Architektur.

Eine große, historische Steinkirche mit hohen gotischen Fenstern und einem markanten Glockenturm steht an einer Straße in Nördlingen, die von parkenden Autos unter blauem Himmel gesäumt ist. Auch nahe gelegene Gebäude und ein kleiner Baum sind zu sehen.
Im Inneren der St.-Georgs-Kirche beeindruckt vor allem der hohe, lichtdurchflutete Kirchenraum mit seinen filigranen gotischen Bögen und den kunstvoll gestalteten Glasfenstern, die farbenprächtige Motive aus biblischen Geschichten zeigen. Besonders sehenswert sind die detailreichen Altäre, die reich verziert sind und sowohl handwerkliches Können als auch künstlerische Gestaltung aus der Spätgotik widerspiegeln. Wer aufmerksam durch die Kirche geht, entdeckt zudem zahlreiche historische Grabplatten, Skulpturen und Gemälde, die die bewegte Geschichte der Stadt und ihrer Bürger lebendig machen.

Innenraum einer großen gotischen Kathedrale in Nördlingen mit hohen Steinsäulen, gewölbten Decken, Bogenfenstern und komplizierten dekorativen Details. Der Hauptaltar ist mit Blumen und Kunstwerken geschmückt.
Blick in den Innenraum des Nördlinger Münsters mit hohen Steinsäulen, gewölbten Decken, Bogenfenstern und einer großen Pfeifenorgel über einer kunstvollen Empore mit aufwändigem Mauerwerk.

Zum absoluten Muss gehört der Aufstieg auf den 90 Meter hohen Kirchturm, der liebevoll „Daniel“ genannt wird. Über schmale Treppenstufen geht es nach oben, und jeder Schritt bringt Euch näher zu einem der schönsten Panoramablicke in ganz Bayern. Oben angekommen liegt Euch die gesamte Altstadt zu Füßen: rote Dächer, enge Gassen und die kreisrunde Struktur, die das Ries so deutlich erkennen lässt. An klaren Tagen reicht der Blick bis zu den Alpen.

Luftaufnahme einer europäischen Stadt mit roten Dächern und engen Straßen - genießen Sie den Ausblick von Daniel in Nördlingen, umgeben von grünen Bäumen und fernen Hügeln unter einem blauen Himmel mit Wolkenfetzen.

Doch nicht nur tagsüber lohnt sich der Daniel. Jeden Abend um 22 Uhr ertönt der traditionelle Ruf des Türmers: „So, G’sell, so!“. Ein uralter Brauch, der bis heute gepflegt wird und die Verbundenheit der Stadt mit ihrer Geschichte zeigt. Wer diese Tradition miterlebt, versteht sofort, warum Nördlingen eine Stadt ist, die Vergangenheit und Gegenwart in einzigartiger Weise verbindet.

Eine steile Holztreppe mit beidseitigem Geländer führt im schummrig beleuchteten, rustikalen Innenraum des Daniel in Nördlingen nach oben, umgeben von Holzbalken und Drahtgeflecht. Oben lässt das Licht einen faszinierenden Ausblick und Geschichte erahnen.

Der Marktplatz und die historischen Gebäude

Das Herz Nördlingens schlägt am Marktplatz, der von eindrucksvollen Bürgerhäusern, Fachwerkbauten und geschichtsträchtigen Gebäuden umgeben ist. Schon seit dem Mittelalter diente er als Zentrum für Handel, Feste und öffentliche Versammlungen. Besonders ins Auge fällt das Brot- und Tanzhaus, das im 15. Jahrhundert errichtet wurde und bis heute an die lebendige Kultur vergangener Zeiten erinnert.

Ein historisches Gebäude mit steilem Giebeldach und Fachwerkdetails steht in einer Kopfsteinpflasterstraße in Nördlingen unter blauem Himmel. Geschäfte im Erdgeschoss bieten Sitzgelegenheiten im Freien, während andere ähnliche Gebäude die charmante Straße säumen.

Gleich daneben steht die Metzig, ein altes Zunfthaus der Metzger, dessen Fachwerkfront ein echtes Schmuckstück ist. Wer genauer hinsieht, entdeckt kunstvolle Schnitzereien und kleine Details, die Geschichten erzählen. Ebenfalls am Platz befindet sich das traditionsreiche Gasthaus zur Sonne, das nicht nur für gutes Essen bekannt ist, sondern auch illustre Gäste beherbergte – von Kaisern über Goethe bis hin zu den Apollo-Astronauten.

Ein Steinbrunnen steht auf einem Stadtplatz in Nördlingen, umgeben von historischen Gebäuden mit Giebeldächern. Eine Person geht in der Nähe spazieren, und im Hintergrund ist bei teilweise bewölktem blauen Himmel ein Kran zu sehen.

Das Rathaus mit seinem prächtigen Portal und dem historischen Festsaal ist ein weiteres Highlight. Wer Glück hat, kann eine Führung mitmachen und die kunstvollen Wandmalereien bestaunen. Der Marktplatz selbst ist ein lebendiger Ort, an dem Märkte, Veranstaltungen und das bekannte Volksfest, die Pfingstmesse, stattfinden. Im Sommer sitzen Einheimische wie Besucher gerne in den Straßencafés, genießen ein kühles Getränk und beobachten das bunte Treiben. Hier spürt Ihr am besten, wie sehr Nördlingen Tradition und modernes Leben miteinander verbindet.

Historisches weißes Gebäude mit einem hohen zentralen Turm, einer verzierten Steintreppe und einem schrägen rotbraunen Dach unter einem strahlend blauen Himmel. In Nördlingen gelegen, säumen nahe gelegene Gebäude und parkende Autos die charmante Kopfsteinpflasterstraße.

Das RiesKraterMuseum und weitere Museen

Ein Besuch in Nördlingen wäre unvollständig ohne das RiesKraterMuseum. Es widmet sich der faszinierenden Entstehungsgeschichte des Ries und erklärt anschaulich, wie ein gewaltiger Meteorit die Landschaft formte. Besonders spannend ist das ausgestellte Mondgestein, das die NASA nach Nördlingen brachte, weil die Astronauten hier für ihre Missionen trainierten. Interaktive Stationen, Modelle und Filme machen den Museumsbesuch für Erwachsene ebenso spannend wie für Kinder.

Ein Mondgestein aus den Apollo-Missionen ist in einer Glasvitrine mit einer goldenen Plakette ausgestellt. Im Hintergrund ist ein Astronaut zu sehen, der die Mondoberfläche in der Nähe des berühmten Rieskraters in Nördlingen erkundet, während in der Ferne der Mondrover zu sehen ist.

Neben diesem besonderen Museum lohnt auch das Stadtmuseum, das Einblicke in die lokale Geschichte, Kunst und Kultur gibt. Von mittelalterlichen Gemälden über Handwerksgeräte bis hin zu archäologischen Funden reicht die Sammlung. Wer sich für Technik begeistert, sollte das Bayerische Eisenbahnmuseum besuchen, in dem historische Dampfloks und alte Waggons erhalten sind. Einsteigen, staunen und manchmal sogar mitfahren – das ist hier möglich.

Ebenfalls ungewöhnlich ist das Augenblick-Museum, in dem optische Geräte, Fotoapparate und alte Projektoren gezeigt werden. All diese Museen machen deutlich: Nördlingen ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein Ort, an dem Wissen und Geschichte auf lebendige Weise vermittelt werden. Ob Ihr nur einen Regentag überbrücken wollt oder gezielt mehr erfahren möchtet – die Auswahl ist groß genug, um mehrere Tage zu füllen.

Ein weißes Gebäude mit rotem Ziegeldach und dem Schriftzug Stadtmuseum an der Wand steht unter einem blauen Wolkenhimmel in Nördlingen. Es hat mehrere Fenster, einen gläsernen Eingang und einen kleinen eingezäunten Gartenbereich davor.

Das Gerberviertel und die Marienhöhe

Abseits der großen Sehenswürdigkeiten gibt es in Nördlingen auch stille Ecken, die ihren ganz eigenen Zauber haben. Dazu gehört das Gerberviertel, ein malerisches Viertel mit kleinen Fachwerkhäusern und der Eger, die durch die Gassen fließt. Früher war dies das Arbeitsgebiet der Gerber und Färber, heute ist es ein idyllischer Ort für Spaziergänge. Besonders charmant ist das Kneippbecken im Wasserlauf, wo Ihr an heißen Tagen die Füße kühlen könnt. Hier zeigt sich, wie Nördlingen Geschichte und moderne Ideen verbindet.

Eine Straße in Nördlingen, einer europäischen Stadt, mit bunten, steilen Dächern auf beiden Seiten und einem hohen steinernen Kirchturm, der sich im Hintergrund unter einem blauen Himmel erhebt.

Nicht weit entfernt liegt die Marienhöhe, ein Park, der auf einem ehemaligen Galgenberg entstand und heute als grüne Oase dient. Weitläufige Wege, alte Bäume, Spielplätze und Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein. Von oben habt Ihr einen großartigen Blick über die Dächer der Stadt und die weite Landschaft des Ries. Besonders schön ist es hier bei Sonnenuntergang, wenn die Umgebung in warmes Licht getaucht wird. Wer Lust auf Bewegung hat, kann von der Marienhöhe aus Wanderungen oder Radtouren starten, etwa zum Deininger Weiher oder zur Burgruine Harburg. Das macht Nördlingen auch für Naturliebhaber zu einem reizvollen Ziel, denn Stadt und Landschaft gehen hier Hand in Hand.

Eine Skulptur in Nördlingen zeigt vier menschliche Figuren, die auf hohen, zylindrischen Steinsäulen klettern und sitzen. Sie stehen auf einem runden Sockel auf einer Wiese in der Nähe gelber Gebäude und eines Baumes.

Kulinarische Erlebnisse

Auch kulinarisch lohnt sich Nördlingen. In den gemütlichen Wirtshäusern werden schwäbisch-bayerische Spezialitäten serviert, die nach einem langen Stadtrundgang besonders gut schmecken. Probiert deftige Braten, hausgemachte Spätzle oder die traditionelle Rieser Kartoffelsuppe. Wer gerne gehoben speist, findet im Meyers Keller ein Sternerestaurant, das kreative Küche mit regionalem Bezug bietet.

Ein sonniger Stadtplatz in Nördlingen mit Cafés, die im Freien sitzen, Menschen, die essen, und historischen Gebäuden mit roten, weißen und Fachwerkfassaden. Im Vordergrund ist ein Schild mit der Aufschrift LOTTO zu sehen.

Aber auch die traditionellen Gasthöfe haben ihren Reiz – im Bayrish Pub etwa gibt es zünftige Kost und frisch gezapftes Bier in historischem Ambiente. Genau dort habe ich mich auch für ein leckeres Mittagessen niedergelassen – auch wenn ich als Autofahrer leider kein Bier genießen konnte, was es ein tolles Erlebnis.

Ein Glas mit einem dunkelroten Getränk steht auf einem Holztisch im Freien in Nördlingen, neben zwei Speisekarten von BAYRISH PUB, im Hintergrund sind Stühle und der Bürgersteig zu sehen.
Ein Teller mit zwei Würsten, einer Portion Spätzle und einer Portion Linseneintopf - klassische Nördlinger Geschmacksrichtungen - steht neben einem Glas eines dunklen Getränks auf einem Holztisch.

Für den kleinen Hunger zwischendurch laden Cafés zu Kaffee und Kuchen ein. Besonders beliebt sind die Konditoreien rund um den Marktplatz, in denen Ihr neben klassischen Torten auch moderne Kreationen findet. Ganz besonders kann ich Euch das Café-Konditorei Altreuter empfehlen, die nicht nur eine riesige Auswahl an Torten (Ich empfehle die Gerd-Müller-Torte) sondern auch an leckeren Pralinen haben. Letztere eignen sich auch hervorragend als Souvenir.

In einer gemütlichen Bäckerei in Nördlingen steht eine Vitrine mit einer Vielzahl von Kuchen und Gebäck, darunter Schokoladen-, Obst- und Sahnetorten in Scheiben. Eine Person steht hinter der Theke, und in den Regalen darüber sind weitere Backwaren zu sehen.
Eine Glasvitrine in einem modernen Nördlinger Geschäft ist mit verschiedenen Pralinen und Trüffeln gefüllt, jede Sorte ist mit kleinen Schildern gekennzeichnet. Die Pralinen sind in ordentlichen Reihen auf schwarzen Tabletts angeordnet und verführen den Besucher bei jedem Blick.

Im Sommer sitzt man draußen und genießt das Treiben, im Winter sorgen die gemütlichen Stuben für eine warme Atmosphäre. Abends könnt Ihr den Tag bei einem Glas Wein oder Bier in einem der Biergärten ausklingen lassen. Die Gastronomie in Nördlingen ist vielfältig und bietet für jeden Geschmack etwas – vom einfachen Snack bis zum festlichen Menü.

Außenterrasse eines europäischen Cafés in Nördlingen mit leeren Tischen und Stühlen, großen Sonnenschirmen, einem schattigen Baum und traditionellen Gebäuden mit roten Ziegeldächern im Hintergrund an einem sonnigen Tag.

Übernachten in Nördlingen

Wer länger bleibt, findet in Nördlingen eine breite Auswahl an Unterkünften. Familien fühlen sich im JUFA Hotel* wohl, das geräumige Zimmer und viele Angebote für Kinder bietet. Wer lieber modern übernachtet, ist im Hey Lou Hotel* richtig, das mit frischem Design und zentraler Lage überzeugt.

Für alle, die es romantisch mögen, gibt es charmante Boutique-Hotels* in historischen Gebäuden, in denen Tradition und Komfort harmonisch zusammengehen. Besonders urig ist der Gasthof Walfisch, der seit Jahrhunderten Gäste beherbergt. Auch kleinere Pensionen und Bed-&-Breakfast-Angebote sind eine gute Wahl, wenn Ihr Wert auf persönliche Atmosphäre legt. Für Reisende mit Wohnmobil gibt es Stellplätze am Stadtrand, und Campingfreunde finden in der Umgebung schöne Plätze.

Eine gelbe Wand in Nördlingen mit zwei Schildern in deutscher Sprache und einem grünen Schild mit einem automatischen externen Defibrillator (AED). Die Tafeln enthalten historische Informationen über das Gebäude und bemerkenswerte Persönlichkeiten, die mit Nördlingen verbunden sind.

Wichtig ist: Besonders in den Sommermonaten solltet Ihr rechtzeitig buchen, da Nördlingen nicht nur bei Touristen beliebt ist, sondern auch Veranstaltungen viele Besucher anziehen.

Egal, ob Ihr zentral in der Altstadt wohnen wollt oder lieber etwas ruhiger am Rand – die Auswahl ist groß genug, damit Ihr die passende Unterkunft für Eure Bedürfnisse findet.

Straßenansicht des Hotels und Cafés Altreuter in Nördlingen, mit Sitzgelegenheiten im Freien, Topfpflanzen, einem Fahrrad und großen Fenstern an einem sonnigen Tag. Schilder für Hotel, Café und Konditorei sind sichtbar.

Abendliche Erlebnisse

Auch am Abend hat Nördlingen einiges zu bieten. Besonders stimmungsvoll ist ein Rundgang mit dem Nachtwächter, der Euch bei Laternenlicht durch die Gassen führt und spannende Geschichten erzählt. Der Ruf des Türmers vom Daniel gehört ebenfalls zu den Erlebnissen, die man nicht verpassen sollte.

Ein gerahmtes Gedicht mit dem Titel "So, Gsell, so!" in deutscher Sprache von Daniel in Nördlingen, mit handgeschriebenem Text und Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Dorfgebäuden - Kirche, Tor und Laterne - auf cremefarbenem Hintergrund. Ein Hauch von Geschichte und Ausblick.

Wer Kultur mag, besucht eine Vorstellung im Ochsenzwinger, wo Open-Air-Konzerte und Theaterstücke stattfinden. Im Sommer gibt es oft kleinere Festivals, die die Stadt mit Musik erfüllen. Wer es ruhiger mag, genießt den Abend in einem Café oder Biergarten, während die Lichter der Stadt angehen. Auch ein Spaziergang auf der Stadtmauer bei Sonnenuntergang ist ein Erlebnis, das Ihr nicht vergessen werdet.

Ein Blick durch einen steinernen Torbogen auf eine schmale Straße in Nördlingen, in der Bauabsperrungen und Baumaschinen den Weg säumen; farbenfrohe historische Gebäude erhellen die Szene unter einem lebhaften Himmel.

Für Nachtschwärmer gibt es Bars und Kneipen, in denen Ihr mit Einheimischen ins Gespräch kommt und die gemütliche Atmosphäre genießt. Ob entspannt oder gesellig – Nördlingen bietet am Abend den perfekten Rahmen, um den Tag auf angenehme Weise ausklingen zu lassen.

Ein festlicher, mit bunten Bändern und Eiern geschmückter Brunnen steht auf einem sonnigen Kopfsteinpflasterplatz in Nördlingen, umgeben von Sitzgelegenheiten im Freien, Fahrrädern und Fachwerkhäusern in dieser malerischen europäischen Stadt.

Gerd Müller – Ein Sohn der Stadt

Wenn man an Nördlingen denkt, kommt vielen Fußballfans sofort ein Name in den Sinn: Gerd Müller. Der „Bomber der Nation“, einer der größten Stürmer, die Deutschland je hervorgebracht hat, wurde hier geboren. Gerd Müller war nicht nur ein Weltklassefußballer, sondern auch ein Idol für Generationen. Seine Wurzeln in Nördlingen sind bis heute spürbar, und die Stadt ist stolz darauf, den berühmten Sohn in ihrer Geschichte zu wissen.

Geboren 1945, begann er seine Fußballkarriere beim TSV 1861 Nördlingen, wo er bereits mit unglaublichem Talent auf sich aufmerksam machte. Sein Weg führte ihn später zum FC Bayern München, wo er zu einer Legende wurde und mit unzähligen Toren die Bundesliga und den europäischen Fußball prägte. Auch im Nationaltrikot schrieb er Geschichte, unter anderem beim Gewinn der Weltmeisterschaft 1974, als er das entscheidende Tor im Finale schoss.

In Nördlingen erinnert heute vieles an ihn: Neben dem Gerd-Müller-Stadion gibt es auch Ausstellungen, die an seine Karriere und seine Wurzeln in der Stadt erinnern. Wer also Nördlingen besucht, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, diese Verbindung zwischen Stadtgeschichte und Fußballgeschichte zu erleben. Es ist faszinierend zu sehen, wie ein kleiner Ort wie Nördlingen den Ausgangspunkt für eine Weltkarriere geliefert hat, die noch immer unvergessen ist.

Die Bronzestatue eines Fußballspielers, der einen Ball kickt, steht auf einem Sockel in einem kleinen Park mit grünem Rasen in Nördlingen. In der Nähe laden eine Informationstafel und Bänke zum Ausruhen ein, während traditionelle europäische Häuser eine reizvolle Kulisse bilden.

Nördlingen in Filmen und Serien

Nördlingen ist nicht nur wegen seiner Geschichte und Architektur bekannt, sondern auch, weil die Stadt schon mehrfach zur Kulisse für Filme und Serien wurde. Ihre Altstadt mit der vollständig erhaltenen Stadtmauer und den mittelalterlichen Gassen wirkt wie aus einer anderen Zeit – fast so, als wäre man mitten in einem Filmset gelandet.

Ein sonniger Stadtplatz in Nördlingen mit Kopfsteinpflaster, verzierten gelben und roten Fachwerkhäusern, einem schattigen Baum, Bänken und abgestellten Fahrrädern unter strahlend blauem Himmel.

Kein Wunder also, dass internationale Produktionen hierherkommen. Besonders spannend ist, dass Teile von „Willy Wonka und die Schokoladenfabrik*“ aus den 1970er-Jahren in Nördlingen gedreht wurden. Die verschlungenen Gassen und das märchenhafte Flair passten perfekt, um die skurrile Welt von Willy Wonka zum Leben zu erwecken. Viele Fans des Films staunen, wenn sie erfahren, dass sie beim Bummeln durch Nördlingen auf denselben Wegen stehen, die einst die Darsteller von Charlie und seinen Freunden betreten haben.

Detaillierte Karte der historischen Altstadt von Nördlingen, mit beschrifteten Straßen, Sehenswürdigkeiten, Parkplätzen und der berühmten Stadtmauer. Mit Symbolen für Parkplätze, Toiletten, Informationsstellen und einer Windrose für eine einfache Navigation.

Doch nicht nur klassische Kinofilme haben die Stadt für sich entdeckt: Auch die weltbekannte Anime-Serie „Attack on Titan*“ ließ sich von Nördlingen inspirieren. Die Idee einer komplett von Mauern umschlossenen Stadt erinnert stark an die kreisrunde Altstadt, die bis heute einzigartig in Europa ist. Viele Fans pilgern daher nach Nördlingen, um die Ähnlichkeiten selbst zu erleben und Fotos zu machen. So ist Nördlingen zu einer Art geheimem Treffpunkt für Film- und Anime-Fans geworden, die hier nicht nur Geschichte, sondern auch Popkultur hautnah entdecken können.

Ein aufgeschlagenes Gästebuch auf einem Holztisch in Nördlingen zeigt handschriftliche Notizen in Englisch und einer anderen Sprache, Bleistiftskizzen von zwei männlichen Gesichtern im Anime-Stil und einen gelben Bleistift, der neben dem Buch liegt.

Private geführte Wandertour – Ein persönlicher Spaziergang durch Geschichte und Natur

Für alle, die Nördlingen nicht nur als touristischen Hotspot, sondern als lebendiges Stück Geschichte erleben möchten, ist die Private geführte Wandertour* eine ideale Wahl. Diese Tour bietet Euch die Möglichkeit, die Stadt abseits der üblichen Pfade zu entdecken – ganz entspannt und mit individuellem Fokus.

Was erwartet Euch?

  • Dauer: Etwa 1,5 Stunden – perfekt für einen entspannten Nachmittagsspaziergang.
  • Preis: Ab 250 € pro Gruppe bis zu 15 Personen – ideal für Paare, Familien oder kleine Freundesgruppen.
  • Sprache: Deutsch oder Englisch – je nach Wunsch.
  • Startpunkt: Flexibel wählbar, oft in der Altstadt oder an einem zentralen Treffpunkt.

Highlights der Tour:

  • Altstadtflair: Schlendern durch die mittelalterlichen Gassen und entdecken von Fachwerkhäusern, die Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten erzählen.
  • Stadtmauer: Ein Spaziergang entlang der vollständig erhaltenen Stadtmauer, die Nördlingen einst schützte.
  • St.-Georgs-Kirche: Besuch der beeindruckenden Kirche mit dem berühmten „Daniel“-Turm, der einen atemberaubenden Blick über die Stadt bietet.
  • Meteoritenkrater: Erfahrt mehr über den 15 Millionen Jahre alten Einschlagkrater, der Nördlingen zu etwas Besonderem macht.

Warum diese Tour?

  • Individuell: Der Guide geht auf Eure Interessen ein – sei es Geschichte, Architektur oder Natur.
  • Flexibel: Anpassung der Route je nach Wetter, Energielevel oder besonderen Wünschen.
  • Komfortabel: Kein Gedränge, keine festen Gruppen – Ihr seid unter Euch.

Diese private Tour ist besonders geeignet für Paare, Familien oder kleine Gruppen, die Nördlingen in Ruhe und mit persönlicher Begleitung erleben möchten. Ob als Einstieg in einen Tag in der Stadt oder als entspannter Abschluss – sie bietet einen einzigartigen Blick auf die historische Stadt.

Eine überdachte Holztreppe führt hinauf zu beigen Gebäuden mit roten Ziegeldächern in Nördlingen, umgeben von grünen Bäumen und Laub an einem sonnigen Tag.

Reiseführer und Wanderkarten

Für alle, die Nördlingen und das Nördlinger Ries näher entdecken und erkunden möchten, gibt es natürlich auch jede Menge Reiseführer und Wanderkarten für die Stadt und die Regio.

Hier habe ich Euch einige zusammengestellt:

Der Blick durch ein steinernes Fenster in Nördlingen zeigt eine Wiese mit Bäumen, eine Steinmauer und eine nahe gelegene Straße mit Bürgersteigen. Es ist ein heller, sonniger Tag mit strahlend blauem Himmel und üppigem Grün.

Fazit – Nördlingen lohnt sich

Nördlingen ist eine Stadt, die Euch auf vielen Ebenen begeistert. Die einzigartige Lage im Meteoritenkrater, die vollständig erhaltene Stadtmauer, die imposante Kirche St. Georg mit dem Daniel und die malerische Altstadt machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Dazu kommen spannende Museen, idyllische Viertel wie das Gerberviertel, grüne Oasen wie die Marienhöhe und kulinarische Highlights, die von bodenständig bis edel reichen.

Ein alter blauer deutscher Briefkasten mit der Aufschrift POSTBRIEFKASTEN ist an einer orangefarbenen Wand in Nördlingen angebracht. Er ist mit dekorativen Elementen und drei beschrifteten Schlitzen für die Post versehen.

Ob Ihr nur einen Tag bleibt oder mehrere, Nördlingen hält genug bereit, um Euch immer wieder Neues entdecken zu lassen. Die Mischung aus Geschichte, Natur und lebendiger Kultur sorgt dafür, dass Ihr Euch willkommen fühlt und mit vielen Eindrücken nach Hause fahrt. Wer authentische Orte liebt, die nicht überlaufen sind und trotzdem ein reiches Angebot haben, wird Nördlingen sofort ins Herz schließen.

Blick auf eine enge Straße in Nördlingen, die von bunten Häusern mit roten Ziegeldächern gesäumt ist, von einer erhöhten Position neben einer Steinsäule aus gesehen, unter einem klaren blauen Himmel. In der Ferne erhebt sich ein Kirchturm.
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