
Es gibt Orte, die Ihr einmal im Leben gesehen haben müsst, weil sie so stark in Erinnerung bleiben, dass jeder Gedanke daran sofort ein Lächeln hervorruft. Der Pragser Wildsee ist genau so ein Ort. Mitten im Naturpark Fanes-Sennes-Prags in Südtirol gelegen, strahlt er mit einem türkisgrün bis smaragdblauen Wasser, das von den schroffen Felsen der Dolomiten eingerahmt wird. Kein Wunder, dass dieser See auch den Beinamen „Perle der Dolomiten“ trägt. Sobald Ihr hier ankommt, fühlt Ihr Euch wie in einer anderen Welt. Der Anblick des mächtigen Seekofels, der sich direkt hinter dem See erhebt, wirkt wie eine steinerne Schutzmauer, die den Ort geheimnisvoll umrahmt.
Die Umrundung des Sees ist technisch einfach und für fast jede Kondition machbar. Mit einer Länge von rund 3,8 Kilometern und wenigen Höhenmetern schafft Ihr die Wanderung locker in ein bis anderthalb Stunden – je nachdem, wie viele Pausen Ihr einlegt, um die Landschaft zu genießen. Und glaubt mir: Pausen werdet Ihr viele machen, weil Ihr ständig den Drang verspürt, die Kamera zu zücken oder einfach nur innezuhalten. Diese kleine Rundtour ist kein sportlicher Wettkampf, sondern ein bewusstes Eintauchen in die Schönheit der Natur. Jeder Schritt wird zum Erlebnis, jeder Blickwinkel eröffnet ein neues Panorama, das sich tief in Euer Herz einprägt.
- Parken: Parkplatz am Pragser Wildsee (kostenpflichtig),
- Öffentlicher Nahverkehr: Es fährt auch in regelmäßigen Abständen ein Bus zum Pragser Wildsee, den Ihr nutzen könnt
- Strecke: ca. 3,8 Kilometer / ca. 1,5 bis 2 Stunden Wanderzeit
- Höhenmeter: ↗ 50 m ↘ 40 m
- Schwierigkeit: leicht
- Einkehrmöglichkeiten: Entlang der Wanderstrecke gibt es leider keine Einkehrmöglichkeiten, doch am Parkplatz gibt es das Chalet Grill & More und Emmas Bistro, die zu einer Pause einladen
- Ausrüstung: Wanderrucksack*, Snacks, Getränke*, gute Wanderschuhe*, Wanderstöcke* sind hilfreich
- Wanderkarte: hier bestellen*
- Die Wanderung auf Komoot: hier klicken

Der Start – Hotel Pragser Wildsee und das legendäre Bootshaus
Eure Tour beginnt direkt beim traditionsreichen Hotel Pragser Wildsee, das in herrlicher Lage direkt am Nordufer des Sees thront. Schon beim Start wird Euch bewusst: Hier verbindet sich Geschichte mit Natur. Das Hotel stammt aus der Zeit des frühen Tourismus in Südtirol und war schon immer ein Magnet für Reisende, die das Besondere suchten. Zudem umgibt das Hotel auch eine tragische Geschichte, aber dazu später mehr, wenn wir die Runde um den Pragser Wildsee abgeschlossen haben.

Vor dem Gebäude öffnet sich der Blick auf das vielleicht berühmteste Motiv des Pragser Wildsees: das Bootshaus mit seinen charmanten Ruderbooten. Im Morgenlicht wirken sie, als würden sie wie von Zauberhand über das smaragdgrüne Wasser schweben. Viele Besucher entscheiden sich, hier ein Boot zu mieten, und schon von weitem sieht es aus, als ob kleine Holzinseln über den See gleiten.

Bevor Ihr Euch auf den Weg macht, solltet Ihr Euch Zeit nehmen, dieses Bild auf Euch wirken zu lassen. Es ist nicht nur eine Kulisse, sondern fast ein Symbol für die Harmonie von Natur und Mensch. Direkt hier startet der Rundweg, der den See in beide Richtungen umrundet. Egal, ob Ihr nach rechts oder links startet – die Schönheit begleitet Euch von der ersten Minute an.

Der Einstieg ist breit und bequem, ein Spazierweg, der Euch langsam in diese magische Umgebung hineinführt. Schon jetzt spürt Ihr: Diese Wanderung wird nicht nur Eure Augen, sondern auch Eure Seele berühren. Denn hier beginnt mehr als ein einfacher Rundgang – hier startet eine kleine Reise zu Euch selbst.

Das Westufer – Spiegelungen und die Macht des Lichts
Wenn Ihr Euch für die Westseite entscheidet, erwartet Euch ein besonders eindrucksvolles Stück der Wanderung. Der Weg verläuft zunächst auf einem breiten Schotterpfad direkt am Ufer entlang. Hier habt Ihr eine der schönsten Perspektiven auf den See, denn die Wasserfläche reflektiert die steilen Wände des Seekofels und den weiten Himmel über Euch. Je nach Tageszeit verändert sich das Bild ständig. Morgens herrscht eine klare, fast mystische Stille, mittags funkelt das Wasser in kräftigem Türkis, und am späten Nachmittag tauchen lange Schatten die Szenerie in ein sanftes, melancholisches Licht.

Auf dieser Seite begegnen Euch auch oft Fotograf*innen, die versuchen, das perfekte Bild einzufangen – ein Unterfangen, das fast unmöglich ist, weil jede Sekunde ein neues Motiv bietet. Aber auch ohne Kamera bleibt der Eindruck unvergesslich. Besonders reizvoll sind die kleinen Buchten, die sich immer wieder am Wegesrand öffnen. Hier könnt Ihr direkt ans Wasser treten, die Hand ins kalte Nass tauchen oder einfach sitzen bleiben und zusehen, wie die Wellen sanft ans Ufer rollen. Die Geräusche sind minimal, fast nur das Plätschern des Wassers und das Rascheln der Bäume begleiten Euch. Dieser Abschnitt ist der Inbegriff von Ruhe und Entschleunigung – ein echtes Geschenk, wenn Ihr Abstand vom Alltag sucht.

Das Südufer – Nah am Wasser, nah am Herzen
Je weiter Ihr in Richtung Südufer gelangt, desto mehr spürt Ihr die besondere Nähe zwischen Euch und dem See. Der Weg verläuft hier fast unmittelbar am Ufer entlang, sodass Ihr das Gefühl habt, direkt in die Wasserfläche eintauchen zu können. An manchen Stellen schimmert der Boden durch die glasklare Oberfläche hindurch, und Ihr könnt Steine und Äste auf dem Grund erkennen, als wären sie nur wenige Zentimeter entfernt. Diese Transparenz verleiht dem Pragser Wildsee etwas Magisches – er wirkt gleichzeitig unnahbar und doch so greifbar.

Hier findet Ihr auch die schönsten Rastplätze. Kleine Lichtungen mit Bänken oder einfach nur natürliche Felsvorsprünge laden dazu ein, für einen Moment innezuhalten. Viele Wanderer setzen sich hier hin, um ein Picknick auszupacken, andere genießen schlicht den Blick über das Wasser. Besonders romantisch ist es, wenn Ihr diesen Abschnitt in den frühen Morgenstunden erlebt. Dann liegt oft noch Nebel über dem See, der sich langsam auflöst und der Landschaft eine geheimnisvolle Stimmung schenkt. Am Südufer spürt Ihr eine besondere Intimität mit dem See, weil er Euch hier so nahekommt. Es ist fast so, als ob Ihr ein stilles Gespräch mit der Natur führt, das nur für Euch bestimmt ist.

Die geheimnisvollen Steinmännchen am Pragser Wildsee
Wenn Ihr den Uferpfad rund um den Pragser Wildsee entlangwandert, werdet Ihr an manchen Stellen kleine, aufgeschichtete Steintürme entdecken – die berühmten Steinmännchen. Sie wirken unscheinbar und doch ziehen sie sofort den Blick auf sich, weil sie wie kleine Kunstwerke aus der Natur selbst emporragen. Manche stehen wackelig und scheinen jeden Moment zu kippen, andere sind sorgfältig und stabil gebaut, fast so, als ob jemand sie bewusst als Zeichen hinterlassen hätte.

Diese Steinmännchen haben etwas Mystisches an sich. Sie erinnern an uralte Traditionen der Bergvölker, die solche Steinmarkierungen nutzten, um Wege zu kennzeichnen oder Schutzsymbole zu schaffen. Heute bauen Wanderer und Besucher diese kleinen Türme meist als persönliche Spur – ein stilles „Ich war hier“ oder ein Symbol für den Wunsch nach Glück, Balance und Beständigkeit.

Am Pragser Wildsee bekommen sie noch eine zusätzliche Bedeutung, weil die Landschaft selbst so märchenhaft wirkt, dass man fast das Gefühl hat, in eine Welt voller Legenden und Sagengestalten eingetaucht zu sein. Die Steinmännchen fügen sich dabei harmonisch ins Bild: Sie sind kleine Zeichen menschlicher Präsenz, die nicht stören, sondern dem Ort eine zusätzliche Dimension verleihen.

Besonders schön ist es, wenn Ihr im Abendlicht an ihnen vorbeikommt. Dann werfen sie lange Schatten auf den Weg oder spiegeln sich im Wasser des Sees – und wirken, als ob sie selbst Teil einer uralten Geschichte wären, die dieser Ort noch immer erzählt.

Das Ostufer – Treppen, Wurzeln und Höhenluft
Das Ostufer bringt schließlich etwas mehr Abwechslung ins Spiel. Hier verläuft der Weg nicht mehr so eben, sondern steigt leicht an. Ein schmaler Pfad führt über Wurzeln, kleine Steintreppen und schattige Passagen. Dieser Abschnitt fordert ein wenig Trittsicherheit, ist aber gut machbar und bringt Euch eine neue Perspektive auf den See. Während Ihr Euch Schritt für Schritt nach oben arbeitet, verändert sich der Blickwinkel. Der See liegt plötzlich tiefer unter Euch, und Ihr habt das Gefühl, ihn von oben zu betrachten. Diese leichte Anstrengung lohnt sich, denn das Panorama ist einfach überwältigend.

Von hier oben könnt Ihr fast die gesamte Wasserfläche überblicken, und der Seekofel zeigt sich in seiner ganzen Pracht. Besonders im Nachmittagslicht, wenn die Sonne die Felswände in warmes Gold taucht, entfaltet sich eine fast dramatische Szenerie. Auch der Kontrast zwischen den dunklen Waldstücken und den hellen Felsen wird hier besonders deutlich. Viele Wanderer empfinden diesen Abschnitt als den schönsten der gesamten Runde, weil er Bewegung, Naturerlebnis und Aussicht perfekt miteinander verbindet. Hier zeigt sich, dass auch eine vermeintlich einfache Rundwanderung Momente voller Abenteuer und Entdeckung bereithält. Jeder Schritt wird belohnt – mit Ausblicken, die Euch lange im Gedächtnis bleiben.

Der Rückweg – Zurück ins Tal der Stille
Nachdem Ihr die kleine Steigung überwunden habt, führt der Weg langsam wieder bergab. Der Pfad wird breiter, die Schritte werden leichter, und Ihr merkt, dass sich die Runde langsam schließt. Die Geräusche des Wassers kehren zurück, die Nähe zum Ufer nimmt wieder zu, und Ihr fühlt Euch, als würdet Ihr aus einer kleinen Reise zurückkehren. Am Nordufer angekommen, öffnet sich erneut der Blick auf das Hotel und das Bootshaus, wo alles begonnen hat. Doch jetzt ist etwas anders: Ihr habt den See umrundet, jede Perspektive erlebt, jeden Abschnitt gespürt – und das verändert den Blick.

Oft stellt sich an diesem Punkt ein Gefühl tiefer Zufriedenheit ein. Ihr habt keine große sportliche Leistung vollbracht, aber Ihr habt Zeit in einer Landschaft verbracht, die Euch etwas geschenkt hat: Ruhe, Inspiration und das Bewusstsein, dass wahre Schönheit nicht immer fern und unerreichbar ist. Der Pragser Wildsee zeigt Euch, dass auch eine kleine Runde große Gefühle hervorrufen kann. Ihr endet dort, wo Ihr gestartet seid, doch innerlich seid Ihr reicher geworden – um Eindrücke, Erinnerungen und ein Stück Gelassenheit, das Ihr mit nach Hause nehmt.

Die Kapelle am Pragser Wildsee – Ein Ort der Stille und Besinnung
Direkt am Ufer des Sees, eingebettet zwischen den dichten Wäldern und mit Blick auf das türkisgrüne Wasser, steht die kleine Kapelle am Pragser Wildsee, kurz bevor Ihr diesen umrundet habt. Sie wurde im Jahr 1904 erbaut und ist bis heute ein beliebtes Ziel für Wanderer und Pilger gleichermaßen. Schon von außen wirkt sie wie aus einem Märchenbuch entsprungen: ein spitzer Kirchturm, graues Natursteinmauerwerk und ein Schindeldach, das sich perfekt in die alpine Umgebung einfügt. Doch erst, wenn Ihr eintretet, entfaltet sich die ganze Wirkung dieses besonderen Ortes. Die Kapelle ist schlicht, aber voller Atmosphäre, und beim Blick auf den Altar wird man unweigerlich ruhiger.

Viele Besucher lassen sich hier auf einer Bank nieder, lauschen dem Knarren der Holzdielen und spüren für einen Moment eine tiefe Verbindung zwischen Natur und Spiritualität. Kein Wunder, dass Brautpaare diesen romantischen Ort für Hochzeiten wählen und Wanderer sich hier sammeln, um innezuhalten.

Die Kapelle erzählt aber auch von der engen Bindung der Menschen zur Landschaft und zum Glauben: Sie ist ein Zeichen dafür, dass die Natur am Pragser Wildsee nicht nur schön, sondern auch heilig ist. Wer Glück hat, hört vielleicht das Läuten der kleinen Glocke, das sich über den See trägt – ein fast mystischer Klang, der das Erlebnis dieser Wanderung abrundet und Euch noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ein Ort der Geschichte – Das Hotel Pragser Wildsee und die Häftlinge von 1945
Wenn Ihr am Hotel Pragser Wildsee vorbeikommt, begegnet Ihr nicht nur einem traditionsreichen Gebäude mit Blick auf den wohl berühmtesten See der Dolomiten, sondern auch einem stillen Zeugen der Weltgeschichte. Auf den ersten Blick wirkt das Hotel wie ein friedliches Refugium, ein Ort zum Träumen, zum Ankommen und Genießen. Doch im Frühjahr 1945, in den letzten chaotischen Tagen des Zweiten Weltkriegs, wurde es Schauplatz eines dramatischen Kapitels. Eine Gruppe von 139 sogenannten „Sippen- und Sonderhäftlingen“ aus Konzentrationslagern, unter ihnen hochrangige Politiker, Militärs, Geistliche und ihre Familien, wurde von der SS aus dem KZ Dachau verschleppt und in Richtung Südtirol gebracht.

Ihr Schicksal war ungewiss, die Gefahr einer Hinrichtung allgegenwärtig. Doch im Chaos der zusammenbrechenden Front übernahmen Wehrmachtsoffiziere schließlich die Initiative und verhinderten Schlimmeres. Am 30. April 1945 wurden die Häftlinge in Niederdorf (Villabassa) befreit und fanden für mehrere Tage Unterkunft im Hotel Pragser Wildsee. Stellt Euch vor, wie die Gästezimmer, die heute Wanderer, Familien und Urlauber beherbergen, damals Zuflucht vor Tod und Verfolgung boten.

Diese Vergangenheit gibt dem Ort eine zusätzliche Tiefe: Wer hier verweilt, begegnet nicht nur der Schönheit der Natur, sondern auch einer Erinnerung daran, wie zerbrechlich Frieden ist und wie wertvoll es ist, dass dieser Ort heute nur noch Freude, Ruhe und Landschaftsglück schenkt. Das Hotel ist damit nicht nur Teil einer grandiosen Szenerie, sondern auch Mahnmal und lebendige Geschichtsstätte zugleich.

Die Wanderung am Pragser Wildsee im Überblick
Ihr habt Lust bekommen, die Wanderung am Pragser Wildsee einmal nachzuwandern? Dann gibt es hier alles noch einmal im Überblick und als GPS-Download:
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
Und um Euch noch mehr Lust auf die Wanderung zu machen, gibt es hier noch einige tolle Impressionen von unserer Wanderung um den Pragser Wildsee. Denn so bekommt Ihr einen noch besseren Eindruck, wie wunderschön es hier ist.
Fazit – Ein kleiner Weg mit großer Wirkung
Die Rundwanderung am Pragser Wildsee ist viel mehr als nur ein Spaziergang um einen Bergsee. Sie ist eine Begegnung mit der Seele der Dolomiten, eine Einladung, den Moment bewusst zu leben. Jeder Abschnitt hat seinen eigenen Charakter – vom breiten Westufer mit seinen Spiegelungen über die Nähe zum Wasser am Südufer bis hin zu den aussichtsreichen Höhen des Ostuferpfads. Gemeinsam ergeben sie ein Ganzes, das Euch lange in Erinnerung bleibt.

Gerade weil die Tour so leicht zugänglich ist, eignet sie sich für nahezu alle: Familien mit Kindern, ältere Wanderer oder Paare, die einfach nur eine romantische Stunde in der Natur verbringen möchten. Doch unterschätzt nicht die emotionale Kraft dieser Wanderung. Sie ist nicht anstrengend für den Körper, aber sie geht tief ins Herz. Wer einmal hier war, wird den Pragser Wildsee nie vergessen. Er ist mehr als ein Ausflugsziel – er ist ein Naturerlebnis, das Euch zeigt, wie reich und schön das Leben sein kann, wenn Ihr Euch Zeit nehmt, still zu werden und zu schauen. Genau dafür ist dieser Weg gemacht: für Augenblicke, die bleiben.

- Wir haben den Pragser Wildsee während einer Reise nach Kastelruth besucht
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