Im Vordergrund ist eine rot-weiße Metalltreppe zu sehen, die auf einen Fluss mit ruhigem Wasser blickt. Auf der anderen Seite des Flusses stehen Ulmer Sehenswürdigkeiten wie moderne Wohnhäuser und blattlose Bäume unter einem blauen Himmel.

Lohnt sich die Ulm Card? – Ein Test für Euch

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Wenn man Ulm besucht, ist die Versuchung groß, sich einfach treiben zu lassen. Ein bisschen durch die Altstadt schlendern, das imposante Münster bestaunen, vielleicht einen Kaffee am Donauufer genießen – klingt doch schon ganz nett, oder? Aber wer ein bisschen mehr will, ein bisschen tiefer eintauchen möchte in diese charmante Stadt voller Geschichte, Kultur und Überraschungen, der stolpert früher oder später über die sogenannte Ulm Card*. Diese kleine Karte verspricht freien Eintritt in zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Rabatte, Gratis-Kaffees und sogar freie Fahrt mit Bus und Bahn – je nach Variante.

Klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Deshalb habe ich mir die Karte einmal genauer angeschaut und geprüft, ob sie sich wirklich lohnt. Lässt sich mit ihr bares Geld sparen? Oder zahlt man am Ende doch drauf, wenn man nicht gerade von Museum zu Museum hetzt? Und was steckt eigentlich alles genau drin? In diesem Beitrag nehme ich Euch mit auf eine gedankliche Tour durch Ulm – inklusive Zahlen, Fakten, Erfahrungswerten und ehrlicher Einschätzung. Denn ob sich die Ulm Card* für Euch lohnt, hängt stark davon ab, wie Ihr die Stadt erleben wollt – gemütlich, kulturell tief oder doch möglichst günstig? Ich verrate Euch, worauf es ankommt.

Ein großes hölzernes, moosbewachsenes Wasserrad steht neben einem fließenden Bach, umgeben von grünem Gras, Bäumen und einer Backsteinmauer mit bunten Graffiti - ein malerischer Ort, der oft auf der Ulm Card Tour zu sehen ist.

Was steckt drin? Die Leistungen der Ulm Card im Überblick

Die Ulm Card* gibt es in zwei Varianten: für 24 oder 48 Stunden. In beiden Fällen habt Ihr Zugang zu mehr als 20 Attraktionen – vom berühmten Ulmer Münster über interessante Museen bis hin zum Tiergarten. Dazu kommen einige kleine Extras wie kostenlose Heißgetränke oder ein Willkommensgetränk auf einer Rooftop-Bar. Besonders praktisch: Es gibt auch eine Variante inklusive öffentlichem Nahverkehr, sodass Ihr Euch um Fahrkarten keine Gedanken mehr machen müsst.

Hier gibt es alle Vorteile im Überblick
Sightseeing

  • Geführte Stadtführung mit Ulmer Münster
  • Ulmer Münster: Turmbesteigung auf den höchsten Kirchturm der Welt
  • Zoologischer Garten Ulm – Freier Eintritt
  • m25-Erlebnisraum: 1 Freiflug mit dem Flugsimulator Birdly

Museen/Ausstellungen

  • Das Einsteins-Museum einer Ulmer Familie
  • Donauschwäbisches Zentralmuseum
  • Edwin Scharff Museum
  • HfG-Archiv Ulm
  • Kloster Wiblingen
  • Kunsthalle Weishaupt
  • Museum Brot und Kunst-World Food Forum
  • Museum Ulm @kunsthalle weishaupt
  • Naturmuseum Ulm

Gastronomie

  • Crêperie Kornhäusle: 1 Tasse Apfelwein
  • Konzertsaal Kaffeehaus, Konditorei & Restaurant: 1 Espresso
  • me and all hotel ulm: 1 Begrüßungsgetränk in der Rooftop Bar
  • Restaurant Zur Lochmühle: Apfelkrapfen mit Zimt und Zucker
  • Seeberger Genusswelt: 1 Heißgetränk deiner Wahl (ohne Pott)

Souvenirs

  • Gutes von hier: Eine Packung “Ulm-Nudla” (100 g)
  • Tourist-Information Ulm/Neu-Ulm: 1 Souvenir von Ulm/Neu-Ulm
  • Heimatmuseum: Postkarte mit einer historischen Stadtansicht
  • Stadthaus Ulm: 1 Thymian-Duftgarten-Würfel

Bei Karten mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Freie Fahrt mit Bus und Bahn in der Stadt Ulm/Neu-Ulm (Tarifzonen 10 und 20) sowie in den Städten Blaustein, Herrlingen, Thalfingen & Rasthaus Seligweiler

Ein historischer Backsteinbogen mit einem Turm darüber steht unter einem strahlend blauen Himmel. An der unteren Wand sind einige Graffiti zu sehen, und eine Straße mit Kopfsteinpflaster - die Sie mit Ihrer Ulm Card befahren können - führt durch den Bogen an alten Gebäuden vorbei.

Kosten und Varianten – was bezahlt Ihr für wie viel Erlebnis?

Die Kostenstruktur der Ulm Card* ist sehr übersichtlich. Es gibt sie für 24 oder 48 Stunden und dabei jeweils mit oder ohne öffentlichen Nahverkehr.

  24 Stunden 48 Stunden
Ohne öffentliche Verkehrsmittel 23,00 € 29,00 €
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln 28,50 € 40,00 €

Eine große schwarze Vogelskulptur ist an der gelben Außenwand eines Gebäudes angebracht, über einem gewölbten Eingang mit mehreren Fenstern, die entlang der Wand zu sehen sind - ein auffälliger Ort, der von Besuchern, die die Ulm Card benutzen, oft bemerkt wird.

Mehr Freiheit auf Rädern – warum die ÖPNV-Option oft sinnvoll ist

Einer der entscheidenden Vorteile der Ulm Card* ist die Option, Bus und Bahn im gesamten DING-Verkehrsverbund zu nutzen – zumindest in den Zonen Ulm und Neu-Ulm sowie einigen umliegenden Orten wie Blaustein, Dornstadt oder Wiblingen. Gerade wenn Ihr Euer Hotel* etwas außerhalb habt oder Euch ein kleiner Ausflug ins Umland reizt, spart Ihr Euch damit nicht nur die Einzel- oder Tagesfahrkarten, sondern auch jede Menge Nerven.

Die Bus- und Bahnverbindungen in und um Ulm sind zuverlässig, sauber und gut getaktet – perfekt also für alle, die flexibel bleiben wollen. Besonders praktisch ist das, wenn man beispielsweise das Kloster Wiblingen besuchen möchte. Es liegt etwas außerhalb des Zentrums, aber mit der Ulm Card* inklusive Verkehr kommt Ihr problemlos dorthin, ohne zusätzlich ins Portemonnaie greifen zu müssen.

Auch bei schlechtem Wetter ist der Nahverkehr ein echter Segen – niemand läuft bei Regen gerne vom Zoo in der Friedrichsau zurück in die Innenstadt. Außerdem entfällt das nervige Suchen nach Parkplätzen, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Der Umweltaspekt ist natürlich auch nicht zu unterschätzen: Mit Bus und Bahn seid Ihr nachhaltiger unterwegs – und das passt ja irgendwie ganz gut zu einer Stadt wie Ulm, die sich gern modern und verantwortungsbewusst zeigt.

Ein steinernes Denkmal steht in einem kleinen, kreisförmigen Park am Flussufer, umgeben von blattlosen Bäumen und einem Spazierweg, mit Gebäuden im Hintergrund - ein idealer Ort, um mit der Ulm Card auf Entdeckungstour zu gehen.

Kaffee, Kuchen, Krapfen – kleine Extras mit Charme

Was beim ersten Blick auf die Ulm Card* fast wie eine Randnotiz wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als echter Stimmungsaufheller: Die kleinen kulinarischen Extras, die in der Karte enthalten sind, bringen Abwechslung, Genuss und ein bisschen Verwöhngefühl in den Sightseeing-Alltag.

Ein Gratis-Espresso im Konzertsaal Kaffeehaus, ein Apfelkrapfen in der Lochmühle oder ein Heißgetränk bei Seeberger – das sind keine weltbewegenden Summen, aber sie verleihen der Ulm-Erkundung eine persönliche Note. Es fühlt sich einfach gut an, zwischendurch irgendwo einzukehren, ohne gleich wieder überlegen zu müssen, ob man das Geld „noch ausgeben möchte“.

Besonders gelungen ist auch das Willkommensgetränk auf der Rooftop-Bar des „me and all hotels“. Mit Blick auf die Dächer der Stadt ein kühles Getränk zu genießen, ist ein echtes Highlight – und mit der Ulm Card* inklusive. Das schafft Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben. Auch die kleinen Souvenirs – etwa eine Portion Ulm-Nudla – zeigen, dass die Karte mehr als nur nüchterne Eintrittskarten zusammenfasst. Sie versteht sich als liebevoll gepacktes Gesamtpaket für eine rundum gelungene Stadterfahrung.

Und genau das macht den Unterschied: Es geht nicht nur um das „Wie viel spare ich?“, sondern um das „Wie fühlt sich mein Besuch an?“. Und mit so kleinen Extras fühlt sich’s einfach rund an.

Ein Fluss fließt durch eine Stadt mit modernen weißen Gebäuden und älteren Häusern an den Ufern. Bäume säumen beide Seiten, und mehrere Menschen gehen unter strahlend blauem Himmel auf einem Weg am Wasser entlang, vielleicht mit einer Ulm Card in der Hand.

Für wen sich die Ulm Card besonders lohnt – und wann man lieber darauf verzichtet

Ob sich die Ulm Card* für Euch lohnt, hängt ganz stark von Eurer Art zu reisen ab. Wenn Ihr nur mal eben zwei Stündchen durch Ulm spaziert, einen Kaffee trinkt und vielleicht das Münster anschaut – dann spart Ihr mit der Karte vermutlich nichts. Aber sobald Ihr einen ganzen Tag (oder mehr) aktiv unterwegs seid und mehrere Sehenswürdigkeiten besucht, wird die Sache interessant.

Für Kulturfans, Museumsliebhaber, Familien mit Kindern und alle, die zum ersten Mal in Ulm sind und möglichst viel mitnehmen wollen, ist die Ulm Card* ein echtes Geschenk. Auch wer gern gut plant und eine klare Tagesstruktur mag, wird mit dem Angebot viel Freude haben – weil es einfach entspannt ist, sich nicht ständig Gedanken über Tickets oder Eintrittspreise machen zu müssen.

Weniger sinnvoll ist die Karte hingegen für Menschen, die lieber nur draußen sind, Parks und Plätze erkunden oder sich auf Shopping konzentrieren. Denn viele der Leistungen beziehen sich eben auf Museen, Führungen oder Eintrittsgelder. Wer also in erster Linie zum Bummeln, Eisessen und Donaufotografieren nach Ulm kommt, kann getrost auf die Karte verzichten. Für alle anderen aber gilt: Je aktiver und neugieriger Ihr seid, desto schneller rechnet sich das Ganze – nicht nur finanziell, sondern auch emotional.

Ein historisches Gebäude mit farbenfrohen Wandmalereien und kunstvollen Details, mit einer großen Uhr an der Fassade, spitzen Dächern und einem kleinen grünen Turm - entdecken Sie es einfach mit der Ulm Card vor einem strahlend blauen Himmel.

Ulm in zwei Tagen – ein Beispiel, wie man die Ulm Card ideal nutzt

Stellt Euch vor, Ihr kommt freitags am späten Vormittag in Ulm an. Ihr holt Euch die Ulm Card für 48 Stunden* – mit ÖPNV – und startet entspannt mit einem Kaffee in der Seeberger Genusswelt, der schon inklusive ist. Danach macht Ihr die geführte Stadtführung mit und erfahrt alles über das Münster, die historische Altstadt und die Donau. Den Nachmittag nutzt Ihr für das Museum Brot und Kunst sowie einen Besuch in der Kunsthalle Weishaupt. Abends geht’s zum Rooftop-Drink aufs Hotel – Ausblick inklusive.

Am Samstag fahrt Ihr morgens zum Kloster Wiblingen – beeindruckende Barockarchitektur und ein tolles kleines Museum. Danach geht’s zurück in die Stadt, wo Ihr den Tiergarten besucht – nicht nur für Kinder ein Erlebnis. Der Nachmittag gehört dann dem HfG-Archiv und dem Donauschwäbischen Zentralmuseum oder vielleicht noch dem Edwin Scharff Museum, wenn Ihr Lust habt. Zwischendurch ein Apfelkrapfen hier, ein Espresso da – und Ihr habt zwei volle Tage mit Kultur, Spaß und Genuss verbracht.

Ohne die Ulm Card* wäre das Ganze nicht nur teurer, sondern auch organisatorisch deutlich komplizierter. So aber fühlt sich Euer Wochenende wie aus einem Guss an – und genau das macht gute Städtekarten aus: Sie eröffnen Möglichkeiten, ohne Druck aufzubauen.

Ein großes Steingebäude mit einem steilen, abgestuften Satteldach steht unter einem strahlend blauen Himmel. Laublose Bäume verdecken teilweise die Fassade, und im Erdgeschoss sind gewölbte Türöffnungen zu sehen - ein idealer Anblick für Inhaber der Ulm Card, um ihn zu erkunden.

Fazit: Ja, die Ulm Card lohnt sich – wenn Ihr sie richtig nutzt

Am Ende bleibt die Frage: Ja oder nein zur Ulm Card*? Aus meiner Sicht ein klares Ja, wenn Ihr vorhabt, die Stadt aktiv zu entdecken. Die Karte bietet nicht nur finanzielle Vorteile, sondern auch Komfort, Flexibilität und kleine Extras, die das Erlebnis abrunden. Sie motiviert dazu, Neues zu erkunden, ohne ständig abwägen zu müssen, ob sich der Eintritt lohnt. Wer ohnehin gern Museen besucht, Stadtführungen mitmacht und nicht vor ein paar Stufen zum Kirchturm zurückschreckt, ist mit der Ulm Card* bestens bedient.

Besonders empfehlenswert finde ich die 24-Stunden-Variante ohne Nahverkehr – sie ist preislich attraktiv und erlaubt eine gute Mischung aus Sightseeing, Entspannung und Bewegung. Wer zwei Tage bleibt, sollte die 48-Stunden-Version mit Nahverkehr wählen – sie bringt den besten Gegenwert, vor allem wenn man auch Ziele außerhalb des Stadtzentrums besucht.

Für reine Flaneure und Shopping-Fans lohnt sich das Ganze vielleicht nicht, aber das ist ja auch völlig okay. Für alle anderen gilt: Die Ulm Card* ist ein Rundum-sorglos-Paket, das Euch nicht nur Zugang, sondern auch Lust auf Entdecken schenkt. Und genau darum geht es doch beim Reisen: mehr erleben, mehr mitnehmen – und sich dabei rundum wohlfühlen. Ulm hat’s verdient – und Ihr auch!

Eine Reihe bunter, traditioneller europäischer Gebäude mit steilen Dächern säumen eine sonnenbeschienene Straße. Ein gelbes Gebäude trägt ein Schild mit der Aufschrift "ambiente fiori". Davor sind kahle Baumzweige zu sehen - eine reizvolle Szene, die Sie mit Ihrer Ulm Card erkunden können.
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