
Fulda entdecken – Barockstadt mit Herz – Top 10 Sehenswürdigkeiten und Reisetipps
Ihr plant einen Trip nach Fulda? Dann macht euch auf eine bunte Mischung aus barockem Charme, Kultur und Naturerlebnissen gefasst. Fulda ist bekannt als Barockstadt in Hessen und bietet zu jeder Jahreszeit tolle Highlights. Ihr werdet die Stadt schnell ins Herz schließen: historische Kirchen, prächtige Schlossanlagen, gemütliche Gassen und das Umland mit seinen Wäldern und Bergen laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein.
In diesem Blogbeitrag führe ich Euch durch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Fuldas und gebe Euch hilfreiche Reisetipps zu Anreise, Unterkunft, Gastronomie, Events, Shopping und Ausflügen in die Umgebung. Seid gespannt auf Fulda – diese Stadt hat wirklich für jeden Geschmack etwas zu bieten!
- Bundesland: Hessen
- Einwohnerzahl: 65.434 (Stand 31. Dezember 2024)
- Anreise: Mit dem Auto über die A7 oder die A66 / mit der Bahn* bis zum Bahnhof Fulda / nächster Flughafen*: Frankfurt
- Übernachtung: Ich empfehle Euch das Maritim Hotel Am Schlossgarten*. Dieses befindet sich direkt in den Altstadt, so dass Ihr schnell zu Fuß bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten seid. Natürlich könnt Ihr auch gerne bei booking.com* stöbern und dort nach der perfekten Unterkunft in der Gegend suchen.

Die Top 10 Sehenswürdigkeiten in Fulda im Überblick
Um Euch die Navigation durch die Sehenswürdigkeiten in Fulda zu erleichtern, habe ich Euch hier eine Karten erstellt. So sehr Ihr auf einen Blick, wo und in welcher Reihenfolge Ihr die Fuldaer Sehenswürdigkeiten besuchen könnt.
Der Dom St. Salvator – Herzstück der Stadt
Wer nach Fulda reist, kommt am Dom nicht vorbei. Der mächtige Barockbau erhebt sich direkt im Zentrum und ist das Wahrzeichen der Stadt. Schon von außen beeindruckt die Fassade mit ihren Türmen und der breiten Kuppel, die an römische Kirchen erinnert. Innen entfaltet der Dom seine volle Pracht: prunkvolle Altäre, aufwendig gestaltete Decken und jede Menge vergoldete Details.

Besonders wichtig ist die Grabstätte des heiligen Bonifatius, der als „Apostel der Deutschen“ gilt und Fulda im 8. Jahrhundert als Klostergründung ins Leben rief. Damit hat der Dom nicht nur architektonischen, sondern auch enormen historischen Wert. Wer aufmerksam durch den Kirchenraum geht, entdeckt immer wieder kleine Details, wie alte Grabplatten oder kunstvolle Fresken.

Auch der Domplatz vor dem Gebäude lohnt sich: Er ist weitläufig und bietet einen tollen Blick auf das Zusammenspiel von Schloss, Dom und barockem Viertel. Zudem dient er in den Sommermonaten – so wie bei unserem Besuch – als Kulisse für die Domfestspiele. Wenn Ihr Fulda also im Sommer besucht, solltet Ihr Euch darauf einstellen, dass der Blick auf den Dom leider etwas eingeschränkt ist.

Tipp: Wer eine Führung mitmacht, erfährt spannende Geschichten rund um Bauzeit und Bedeutung des Gotteshauses. Ein Abstecher ins Dommuseum nebenan gibt euch zudem Einblicke in liturgische Schätze und alte Handschriften. Der Dom ist nicht nur für Gläubige ein Highlight – er ist ein Ort, an dem Kunst, Religion und Geschichte eindrucksvoll zusammenkommen.

Stadtschloss und Schlosstheater – Wo Fulda fürstlich wird
Direkt neben dem Dom steht das prächtige Stadtschloss, das früher Residenz der Fürstäbte und Fürstbischöfe war. Schon der Ehrenhof mit seinen symmetrischen Flügeln vermittelt einen Hauch Versailles. Beim Schlendern durch die Anlage merkt man sofort, dass hier Macht und Reichtum zur Schau gestellt wurden.

Teile des Schlosses sind heute für Besucher geöffnet, sodass ihr einige der historischen Säle bestaunen könnt – reich dekoriert mit Stuck, Wandteppichen und Möbeln aus der Barockzeit. Doch das Schloss ist nicht nur Museum, sondern auch lebendiger Kulturort. Besonders beliebt ist das Schlosstheater, das sich direkt in der Anlage befindet. Hier finden Konzerte, Theaterstücke und Musicals statt, die das historische Ambiente perfekt ergänzen. Im Sommer lohnt es sich, die Open-Air-Veranstaltungen im Innenhof mitzunehmen – bei Kerzenschein und barocker Kulisse wird ein Theaterabend unvergesslich.

Auch Hochzeiten oder Lesungen werden hier gerne veranstaltet, sodass das Schloss nach wie vor im Zentrum des städtischen Lebens steht. Auf dem Schlossplatz davor findet ihr übrigens eine Statue des heiligen Bonifatius, die an die enge Verbindung von Stadtgeschichte und Religion erinnert. Ob als Kulturfan oder Architekturfreund – das Stadtschloss ist definitiv ein Muss bei eurem Besuch in Fulda.

Orangerie und Schlossgarten – Barock unter freiem Himmel
Gleich hinter dem Schloss öffnet sich der weitläufige Schlossgarten mit der eleganten Orangerie. Ursprünglich diente das Gebäude dazu, empfindliche Pflanzen wie Orangenbäume zu überwintern – heute ist es ein beliebter Treffpunkt für Spaziergänger und Kulturfreunde. Die Orangerie selbst beeindruckt durch ihre hohen Fenster und den großen Apollosaal, in dem heute ein Café untergebracht ist.

Ein echtes Wahrzeichen ist die imposante Floravase, eine mehrere Meter hohe Skulptur, die die Göttin Flora darstellt und mit ihren barocken Ornamenten sofort ins Auge fällt. Der Schlossgarten lädt gerade im Frühling und Sommer zum Flanieren ein: blühende Blumen, akkurat angelegte Wege und kleine Wasserflächen schaffen eine idyllische Kulisse. Wer Lust hat, macht es sich auf einer Bank bequem und beobachtet das Treiben, während Kinder durch die Anlage toben.
Auch im Herbst, wenn das Laub in warmen Farben leuchtet, oder im Winter, wenn Raureif die Beete bedeckt, hat der Park seinen besonderen Reiz. Ein Spaziergang hier ist eine kleine Reise in die Vergangenheit, bei der ihr euch leicht vorstellen könnt, wie einst Fürsten und Hofdamen durch die Gartenanlagen flanierten. Für ein bisschen Ruhe mitten in der Stadt ist dieser Ort perfekt geeignet.

Die Michaelskirche – Ein Stück frühmittelalterliche Geschichte
Die Michaelskirche ist ein echter Schatz für alle, die sich für die frühen Jahrhunderte deutscher Geschichte interessieren. Sie wurde schon im 9. Jahrhundert erbaut und gilt als eine der ältesten Kirchen in Deutschland. Damit steht ihr hier in einem Bau, der die Zeiten der Karolinger überdauert hat.
Von außen wirkt die Kirche schlicht, fast unscheinbar – innen entfaltet sich jedoch eine ganz besondere Atmosphäre. Das romanische Mauerwerk, die klaren Formen und die Reste alter Fresken vermitteln einen Eindruck von der Spiritualität vergangener Jahrhunderte. Besonders spannend ist die Krypta, in der Archäologen Überreste früherer Äbte fanden. Hier wird Geschichte greifbar.
Die Michaelskirche liegt etwas abseits des Trubels, in der Nähe des Frauenbergs, und ist damit auch ein Ort der Ruhe. Viele Besucher berichten, dass sie hier eine fast meditative Stimmung verspüren. Wer möchte, kann den Besuch mit einem Spaziergang auf den Frauenberg verbinden – von dort oben bietet sich ein wunderbarer Blick über Fulda. Die Michaelskirche zeigt eindrucksvoll, dass Fulda nicht nur für barocken Glanz steht, sondern auch eine tief verwurzelte mittelalterliche Tradition hat.

Das Paulustor und das Barockviertel – Spaziergang durch eine andere Zeit
Ein besonders fotogenes Highlight in Fulda ist das Paulustor, das ehemalige Stadttor im Norden der Altstadt. Heute wirkt es eher wie ein repräsentatives Tor in eine andere Welt: Dahinter eröffnet sich euch das gesamte Barockviertel mit Dom, Schloss und Orangerie. Erbaut im frühen 18. Jahrhundert, war das Tor Teil der Stadtbefestigung, doch statt Wehrhaftigkeit strahlt es Eleganz aus.
Das Relief über dem Torbogen zeigt das Wappen der Fürstäbte und erinnert daran, dass Fulda einst ein eigenständiges Fürstbistum war. Wer das Tor durchschreitet, spürt sofort den besonderen Charme des Viertels: breite Straßen, die auf den Domplatz zulaufen, barocke Bürgerhäuser mit kleinen Gärten und ein stimmiges Ensemble von Architektur und Natur.
Hier lohnt es sich, einfach loszuschlendern und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. In den kleinen Seitenstraßen findet ihr Cafés, Eisdielen und Boutiquen, die zum Verweilen einladen. Besonders schön ist ein Spaziergang in den Abendstunden, wenn die Fassaden in warmes Licht getaucht werden. Im Barockviertel wird die Geschichte Fuldas lebendig – und gleichzeitig zeigt sich die Stadt von ihrer gemütlichsten Seite. Für alle, die gerne fotografieren oder einfach durch historische Kulissen bummeln, ist dieser Teil der Stadt ein Muss.

Die Stadtpfarrkirche St. Blasius – Gotische Eleganz im Herzen der Altstadt
Mitten in der Altstadt von Fulda erhebt sich die Stadtpfarrkirche St. Blasius, die zu den bedeutendsten gotischen Bauwerken in der Region zählt. Sie entstand im 14. Jahrhundert und beeindruckt durch ihre klare Architektur, die sich deutlich vom barocken Glanz des Doms abhebt. Schon von außen fällt das markante Portal mit seinen filigranen Steinmetzarbeiten ins Auge, während der hohe Chorraum und die Spitzbogenfenster den typischen gotischen Charakter betonen.

Innen erwartet euch ein heller, weitläufiger Raum, der von schlanken Säulen getragen wird und in dem das Licht farbig durch die Glasfenster fällt. Besonders sehenswert sind die neugotische Ausstattung und das große Kruzifix, das den Altarraum dominiert. Auch die Orgel ist ein Meisterwerk, das regelmäßig bei Konzerten gespielt wird. Viele Besucher schätzen an der St. Blasius-Kirche die ruhige Atmosphäre, die sie von der geschäftigen Altstadt drumherum abhebt.
Wer ein wenig Zeit mitbringt, sollte sich in eine der Bänke setzen und das Spiel von Licht und Raum wirken lassen. Auch für Kunstfreunde lohnt sich der Besuch, da man hier ein wunderbares Beispiel gotischer Sakralarchitektur findet, das in Fulda einen spannenden Kontrast zum barocken Dom bildet. So zeigt sich, dass die Stadt nicht nur eine Epoche, sondern gleich mehrere Architektur- und Kunststile in sich vereint.

Das Alte Rathaus – Fuldaer Geschichte zum Anfassen
Ein weiterer Höhepunkt bei einem Stadtrundgang ist das Alte Rathaus, das sich malerisch am Gemüsemarkt befindet. Das Gebäude wurde im 14. Jahrhundert errichtet und diente über viele Jahrhunderte als Sitz der städtischen Verwaltung. Seine Fassade ist ein echter Blickfang: ein prächtiger Treppengiebel, Fachwerkelemente und spitzbogige Fenster geben dem Bau einen unverwechselbaren Charakter.

Im Erdgeschoss findet ihr eine offene Halle mit Arkaden, die früher als Markthalle genutzt wurde – hier versammelten sich Händler, Bürger und Ratsherren, um Waren zu tauschen oder Entscheidungen zu treffen. Bis heute ist dieser Platz einer der belebtesten Orte der Altstadt und vermittelt ein authentisches Stück Stadtgeschichte. Das Alte Rathaus wird zwar nicht mehr für Verwaltungszwecke genutzt, ist aber ein beliebtes Fotomotiv und dient heute oft als Kulisse für Veranstaltungen oder Stadtführungen.

Besonders schön ist es, wenn ihr das Gebäude im Zusammenspiel mit den umliegenden Fachwerkhäusern betrachtet – hier entfaltet Fulda seinen mittelalterlichen Charme in voller Breite. Wer tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, kann eine der Stadtführungen buchen, die auch spannende Anekdoten über das Rathaus bereithalten. So erfahrt ihr, wie hier einst Politik gemacht wurde und welche Rolle das Haus im Alltag der Fuldaer spielte.

Ein ganz besonderes Zeugnis der Geschichte haben wir an der Fassade des Alten Rathaus gefunden. Die Schwarze Hand zeugt davon, dass hier früher auch der Henker der Region zu finden war.

Das Bonifatiusdenkmal – Erinnerung an den „Apostel der Deutschen“
Unweit des Doms, am Domplatz, steht das eindrucksvolle Bonifatiusdenkmal, das an den Gründer des Klosters Fulda erinnert. Bonifatius, der als „Apostel der Deutschen“ bekannt ist, kam im 8. Jahrhundert nach Germanien, um das Christentum zu verbreiten. Fulda wurde durch ihn zu einem bedeutenden religiösen Zentrum, und deshalb ehrt man ihn hier mit einem monumentalen Denkmal.

Geschaffen wurde es 1842 vom Bildhauer Werner Henschel aus Kassel und zeigt Bonifatius in kraftvoller Pose mit Kreuz und Buch. Besonders beeindruckend ist die Symbolik: Das Kreuz steht für den Glauben, das Buch für die Bildung, die Bonifatius nach Deutschland brachte. Viele Besucher sehen das Denkmal als idealen Ausgangspunkt für eine Stadtbesichtigung, denn von hier hat man einen wunderbaren Blick auf den Dom und die umliegenden historischen Gebäude.

Das Bonifatiusdenkmal ist nicht nur ein kunstvolles Werk, sondern auch ein Ort des Innehaltens. Es verdeutlicht, wie eng die Geschichte Fuldas mit Bonifatius verbunden ist. Auch heute noch pilgern Gläubige nach Fulda, um an seinem Grab im Dom zu beten – das Denkmal davor erinnert eindrucksvoll daran, warum die Stadt ihren Beinamen „Bonifatiusstadt“ trägt.

Das Palais Altenstein – Barocker Charme mit kultureller Vielfalt
Das Palais Altenstein gehört zu den eindrucksvollsten Barockbauten in Fulda. Es wurde im 18. Jahrhundert als Adelspalais erbaut und zeigt eindrucksvoll, wie prachtvoll das Fuldaer Stadtbild in der Barockzeit gestaltet wurde. Die Fassade ist reich verziert, elegant gegliedert und wirkt dennoch harmonisch, sodass man hier gut erkennen kann, wie Architektur und Repräsentation Hand in Hand gingen.
Heute dient das Palais nicht mehr als Adelssitz, sondern wird vielfältig genutzt – etwa für kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte. Damit ist es ein lebendiger Ort, an dem Geschichte und Gegenwart aufeinandertreffen. Wer sich für Architektur interessiert, sollte einen Blick auf die fein gearbeiteten Details werfen, die das Haus von außen schmücken. Auch der Innenhof mit seiner ruhigen Atmosphäre lädt zu einem kleinen Zwischenstopp während eines Stadtrundgangs ein.
Das Palais Altenstein liegt mitten in der Altstadt, sodass es sich wunderbar mit einem Besuch im Dom oder beim Stadtschloss verbinden lässt. Viele Reisende schätzen an diesem Gebäude, dass es einen anderen Aspekt der Fuldaer Geschichte zeigt – nicht nur das kirchliche Leben, sondern auch die adelige Wohnkultur, die das Bild der Stadt stark prägte.

Die Benediktinerinnenabtei zur Hl. Maria – Stille und Spiritualität
Etwas abseits des touristischen Trubels findet ihr die Benediktinerinnenabtei zur Hl. Maria, die bis heute ein Ort gelebter Spiritualität ist. Gegründet wurde das Kloster im Jahr 1626 von Fürstabt Johann Bernhard Schenk zu Schweinsberg. Seither leben hier Benediktinerinnen nach den Regeln des heiligen Benedikt, und die Abtei ist damit ein wichtiger Bestandteil des kirchlichen Lebens in Fulda.

Architektonisch zeigt sich das Kloster eher schlicht, aber genau diese Zurückhaltung macht seinen besonderen Charme aus. Die Kirche der Abtei ist hell und ruhig, ein perfekter Ort, um ein wenig innezuhalten und die Stille zu genießen. Besucher sind vor allem zu den Gottesdiensten willkommen, die von einem besonderen Chorgesang begleitet werden und einen tiefen Eindruck hinterlassen.
Wer sich für klösterliches Leben interessiert, bekommt hier einen authentischen Einblick in eine Tradition, die seit Jahrhunderten in Fulda gepflegt wird. Auch historisch hat die Abtei Bedeutung: Sie überstand Kriege, Umbrüche und die Säkularisation und ist bis heute ein aktiver, lebendiger Ort. Für Reisende ist die Benediktinerinnenabtei ein schöner Tipp, wenn man neben den prunkvollen Barockbauten auch die stilleren, spirituellen Seiten Fuldas erleben möchte.

Anreise – So kommt ihr nach Fulda
Fulda ist verkehrstechnisch hervorragend angebunden und lässt sich sowohl mit der Bahn* als auch mit dem Auto oder Fernbus bequem erreichen. Besonders praktisch ist der ICE-Bahnhof, an dem Hochgeschwindigkeitszüge aus allen Richtungen halten. Von Frankfurt aus seid ihr in weniger als einer Stunde dort, von Kassel dauert es ähnlich lange, und selbst von München oder Hamburg erreicht ihr Fulda mit Direktverbindungen in wenigen Stunden.
Wer lieber mit dem Auto fährt, erreicht die Stadt über die Autobahnen A7 und A66. Parkmöglichkeiten gibt es in der Innenstadt ausreichend, teilweise sogar direkt unterhalb der Altstadt in Parkhäusern.
Flugreisende* wählen am besten den Frankfurter Flughafen, von wo aus es mit dem Zug schnell weitergeht. Auch Fernbusse* steuern Fulda regelmäßig an.
Vor Ort braucht ihr eigentlich kein Auto: Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander und sind bequem zu Fuß erreichbar. Wer ins Umland möchte, kann Busse oder Regionalzüge nutzen, um Ausflüge in die Rhön oder nach Schloss Fasanerie zu unternehmen.

Unterkunft – Übernachten mit Stil oder Gemütlichkeit
In Fulda gibt es eine breite Auswahl an Unterkünften* – von luxuriösen Hotels bis zu einfachen Pensionen. Wer direkt im Herzen der Stadt wohnen möchte, wählt am besten eines der größeren Hotels rund um den Schlossgarten. Besonders beliebt ist das Maritim Hotel*, das direkt an der Orangerie liegt und viele Zimmer mit Blick ins Grüne bietet. Wer es moderner mag, findet im Hotel Esperanto* ein großes Haus mit Spa-Bereich und großzügigen Zimmern.

Für kleinere Budgets gibt es zahlreiche familiär geführte Pensionen und Ferienwohnungen, die oft in historischen Häusern untergebracht sind und damit ganz besonderen Charme haben. Für Gruppen oder junge Reisende lohnt sich die Jugendherberge, die auf dem Petersberg liegt und einen tollen Ausblick über die Stadt bietet. Campingfreunde werden ebenfalls fündig: Im Umland gibt es mehrere Plätze, die sich für einen Aktivurlaub in der Rhön eignen.

Ganz egal, wofür ihr euch entscheidet – Gastfreundschaft wird in Fulda großgeschrieben. Viele Gastgeber bieten ein reichhaltiges Frühstück mit regionalen Spezialitäten an, sodass ihr gestärkt in den Tag starten könnt. Bucht am besten frühzeitig, vor allem, wenn ihr während großer Veranstaltungen wie dem Musicalsommer oder dem Weihnachtsmarkt anreist.

Essen und Trinken – Fuldaer Spezialitäten genießen
Auch kulinarisch hat Fulda einiges zu bieten. In der Altstadt reiht sich ein Restaurant ans nächste, von traditioneller hessischer Küche bis zu internationalen Spezialitäten. Wer die regionale Küche probieren möchte, sollte unbedingt Ahle Wurscht kosten – eine luftgetrocknete, würzige Wurstspezialität – oder deftige Gerichte wie Rinderroulade mit Klößen. Dazu passt hervorragend ein frisch gezapftes Bier aus einer der lokalen Brauereien.

Besonders beliebt ist das Hohmanns Brauhaus, wo ihr neben verschiedenen Biersorten auch klassische Hausmannskost bekommt. Weinliebhaber kommen ebenfalls auf ihre Kosten, besonders während des Weinfests im Spätsommer, wenn Winzer aus der Region ihre Tropfen anbieten. Für den kleinen Hunger zwischendurch lohnt sich ein Besuch in einer der vielen Bäckereien oder Konditoreien, die süße Spezialitäten anbieten. Probiert doch einmal den „Fuldaer Rehrücken“ – ein schokoladiger Kuchen, der perfekt zu einer Tasse Kaffee passt.

Vegetarier und Veganer müssen übrigens nicht lange suchen: In Fulda gibt es inzwischen mehrere Restaurants und Cafés, die moderne, pflanzliche Gerichte auf die Karte gesetzt haben. Wer abends ausgehen möchte, findet urige Kneipen, Weinstuben und Bars, in denen oft auch Livemusik gespielt wird. Essen und Trinken sind in Fulda nicht nur Versorgung, sondern Teil der Lebensfreude – genießt es!

Da wir uns etwas in der Zeit verplant hatten, ließen wir uns in der La Romantica Ristorante Pizzeria. Dort gab es wirklich leckere Pizza, die zwar nichts mit den typischen Rhöner Leckereien zu tun hat, die ich aber auf jeden Fall an Euch weiterempfehlen kann.

Museen in Fulda – Spannende Einblicke in Geschichte, Kunst und Kultur
Wer Fulda besucht, sollte unbedingt auch einen Blick in die vielfältige Museumslandschaft werfen, die weit mehr bietet als nur klassische Ausstellungen. Besonders bekannt ist das Vonderau Museum, das als größtes Regionalmuseum Osthessens gilt. Hier lassen sich gleich drei spannende Themenbereiche erkunden: Kunst, Kulturgeschichte und Naturkunde. Neben historischen Objekten zur Stadt- und Klostergeschichte erwarten euch auch Gemälde, Skulpturen und archäologische Funde, die die Entwicklung der Region lebendig machen.Für Kinder gibt es zudem ein Naturkundekabinett mit anschaulichen Darstellungen von Flora und Fauna, das den Museumsbesuch spielerisch gestaltet.

Ein weiterer Höhepunkt ist das Deutsche Feuerwehr-Museum, das eindrucksvoll die Entwicklung des Brandschutzes zeigt – von historischen Löschgeräten bis hin zu modernen Fahrzeugen. Technikbegeisterte kommen hier voll auf ihre Kosten. Und direkt im Stadtschloss befindet sich das Fastnachtsmuseum, der sich dieser alten Tradition und ihrer Geschichte widmet.

Wer sich für sakrale Kunst interessiert, wird im Dommuseum fündig, das Schätze aus der langen Geschichte des Bistums Fulda präsentiert. Dort sind kostbare liturgische Geräte, Gewänder und Reliquiare zu sehen, die tief mit der Stadtgeschichte verbunden sind. Für Freunde zeitgenössischer Kunst lohnt sich außerdem ein Abstecher in kleinere Galerien, die über die Altstadt verteilt sind.
Damit bieten die Museen in Fulda eine breite Palette an Themen – ideal, um einen Stadtrundgang mit einem kulturellen Highlight zu verbinden und die Stadt aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.

Kultur und Events – Fulda feiert rund ums Jahr
Fulda ist nicht nur für seine Sehenswürdigkeiten bekannt, sondern auch für ein buntes Kulturprogramm. Das ganze Jahr über finden Veranstaltungen statt, die Besucher aus nah und fern anlocken.

Im Sommer verwandelt sich der Domplatz in eine riesige Bühne für Konzerte unter freiem Himmel. Klassische Musik, Pop oder Musicals – die Kulisse vor dem Dom ist immer ein Erlebnis. Auch das Schlosstheater lockt mit einem vielfältigen Programm von Operetten über Musicals bis zu modernen Theaterstücken. Im Herbst wird beim Weinfest auf dem Universitätsplatz gefeiert, während im Winter der Weihnachtsmarkt die Innenstadt in ein Lichtermeer verwandelt. Dann duftet es nach gebrannten Mandeln und Glühwein, und die barocke Architektur bietet die perfekte Kulisse. Ein weiteres Highlight ist die Fastnacht, die in Fulda groß gefeiert wird – mit Umzügen, Musik und guter Laune.

Aber auch kleinere Events wie Kunsthandwerksmärkte, Lesungen oder Jazzfestivals füllen den Kalender. Fulda versteht es, Tradition und Moderne zu verbinden, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Egal zu welcher Jahreszeit ihr kommt – ein kulturelles Erlebnis werdet ihr garantiert mit nach Hause nehmen.

Shopping – Bummeln in barocker Kulisse
Fulda eignet sich hervorragend zum Shoppen. Die Innenstadt ist kompakt und bietet eine Mischung aus großen Kaufhäusern, bekannten Modeketten und individuellen Boutiquen. Besonders schön ist die Fußgängerzone rund um den Universitätsplatz und die Friedrichstraße, wo sich Läden, Cafés und kleine Manufakturen abwechseln. Hier findet ihr sowohl aktuelle Modetrends als auch liebevoll gestaltete Souvenirs.

Wer nach einem Mitbringsel sucht, sollte in den kleinen Fachgeschäften Ausschau halten: Regionaler Senf, hessische Marmeladen oder handgemachte Keramik sind tolle Erinnerungen an euren Aufenthalt. Auch Feinkostläden mit regionalen Spezialitäten lohnen sich. Zwischendurch laden gemütliche Cafés zum Verweilen ein – perfekt für eine kleine Pause mit Kaffee und Kuchen.

Besonders charmant ist das Einkaufen in Fulda, weil die historischen Fassaden der Altstadt den Bummel zu einem besonderen Erlebnis machen. Hier ist Shopping nicht nur Konsum, sondern ein Spaziergang durch eine wunderschöne Kulisse.

Ausflüge in die Umgebung – Rhön und Schloss Fasanerie
Auch das Umland von Fulda ist absolut sehenswert. Nur wenige Kilometer entfernt liegt die Rhön, ein UNESCO-Biosphärenreservat, das sich perfekt für Wanderungen und Radtouren eignet. Besonders bekannt ist die Wasserkuppe, der höchste Berg Hessens. Hier könnt ihr nicht nur wandern, sondern auch Gleitschirmflieger beobachten oder im Winter Ski fahren.

Ein weiteres Highlight ist das Schloss Fasanerie bei Eichenzell, das oft als das schönste Barockschloss Hessens bezeichnet wird. Es ist von einem großen Park umgeben und beherbergt ein Museum mit prachtvollen Möbeln, Porzellan und Gemälden. Besonders im Frühjahr, wenn die Blumen blühen, ist ein Spaziergang durch die Anlage ein Genuss.

Wer Natur pur sucht, kann an den Auensee fahren oder die Wälder rund um Fulda erkunden. Auch der Vogelsberg, ein weiteres Mittelgebirge, ist nicht weit entfernt und bietet tolle Ausflugsziele. Egal ob ihr Lust auf Kultur, Natur oder beides habt – das Umland von Fulda bietet unzählige Möglichkeiten für abwechslungsreiche Tagesausflüge.

Fulda entdecken – mit Touren und Reiseführern
Ihr möchtet noch mehr über Fulda, seine Geschichten und seine Sehenswürdigkeiten erfahren? Das geht am Besten während einer geführten Tour, von der Fulda natürlich einige zu bieten hat.
Hier findet Ihr die beliebtesten Toure:
- Express-Spaziergang mit einem Einheimischen*
- Privater geführter Rundgang durch Fulda*
- Nachtwächter Tour*
- Geführte Weinprobe mit Weinen und Weinbegleitern*
Ihr möchtet die Stadt lieber auf eigene Faust erkunden? Auch das in kein Problem. Tolle Reiseführer sorgen dafür, dass Ihr alles wichtige zu den Sehenswürdigkeiten in Fulda erfahrt.
Hier habe ich Euch einige zusammengestellt:
- Fulda an einem Tag: Ein Stadtrundgang*
- Glücksorte in Fulda: Fahr hin & werd glücklich*
- KOMPASS Fahrradkarte Rhön & Fulda*
- KOMPASS Wanderkarten-Set Rhön & Fulda*

Fazit – Fulda lohnt sich immer
Fulda ist eine Stadt, die euch mit ihrer Vielfalt überraschen wird. Barocke Architektur, mittelalterliche Kirchen, spannende Museen und ein buntes Kulturleben machen den Aufenthalt zu einem Erlebnis. Gleichzeitig ist Fulda überschaubar und freundlich – perfekt also für einen entspannten Städtetrip. Durch die gute Anbindung seid ihr schnell dort, und mit den vielen Unterkunftsmöglichkeiten findet jede und jeder das Passende.
Ob ihr euch für Geschichte interessiert, durch Parks flanieren wollt, auf kulinarische Entdeckungstour geht oder einfach die besondere Atmosphäre genießen möchtet – Fulda hat all das zu bieten. Und mit der Rhön sowie Schloss Fasanerie liegt auch die Natur direkt vor der Tür. Kurz gesagt: Fulda ist ein Reiseziel, das sich das ganze Jahr über lohnt und bei dem jede Reise ihre ganz besonderen Momente bereithält.

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