
Freiburg erleben: Sonne, Schwarzwald und kulinarische Highlights
Freiburg im Breisgau – allein der Klang dieses Namens weckt schon Assoziationen von mittelalterlichen Gassen, Weinbergen, warmer Sonne und einer entspannten Lebensart. Wenn Ihr auf der Suche nach einem Reiseziel seid, das urbanes Flair, Natur und Genuss miteinander verbindet, dann solltet Ihr Freiburg unbedingt auf Eure Bucket List setzen.
In diesem Beitrag nehme ich Euch mit auf eine Reise in die südlichste Großstadt Deutschlands. Kommt mit und erlebt mit mir das besondere Lebensgefühl, das Freiburg so einzigartig macht.
- Bundesland: Baden-Württemberg
- Einwohnerzahl: 236.236 (Stand 31. Dezember 2023)
- Anreise: Mit dem Auto über die A5 Ausfahrt Freiburg-Mitte. Bitte beachtet, dass Parken in der Innenstadt teuer ist und Parkplätze rar sind, ich empfehle daher die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln / mit der Bahn* bis zum Bahnhof Freiburg im Breisgau/ nächster Flughafen*: Flughafen Basel Mulhouse Freiburg
- Übernachtung: Meine Empfehlung ist das Boutiquehotel Oberkirch*. Dieses liegt direkt am Münsterplatz – ideal für alle, die mittendrin wohnen wollen. Natürlich könnt Ihr auch gerne bei booking.com* stöbern und dort nach der perfekten Unterkunft suchen.
- Road-Trips: Ihr könnt einen Besuch in Freiburg zum Beispiel mit einem Roadtrip durch den Südschwarzwald verbinden

Anreise nach Freiburg: So kommt Ihr bequem in die Stadt
Freiburg liegt ganz im Südwesten Baden-Württembergs, nur einen Katzensprung von Frankreich und der Schweiz entfernt. Dank seiner guten Anbindung erreicht Ihr die Stadt ganz entspannt – egal ob mit dem Zug, dem Auto oder sogar dem Fahrrad, wenn Ihr ambitionierte Radreisende seid.
Mit dem Zug
Die Anreise mit der Bahn* ist wohl die bequemste Option. Auch wir sind hier mit dem Roten Flitzer angekommen. Der Freiburger Hauptbahnhof ist ein wichtiger Knotenpunkt im Süden und wird von ICE-, IC- und regionalen Zügen angefahren. Von Frankfurt, Stuttgart oder Basel seid Ihr in wenigen Stunden da – und das ganz ohne Stau. Der Bahnhof liegt zentral, Ihr könnt direkt loslaufen oder mit der Straßenbahn weiterfahren.
Mit dem Auto
Wer lieber flexibel unterwegs ist, kann natürlich auch mit dem Auto anreisen. Allerdings ist das Parken in der Innenstadt teuer und oft schwierig, daher lohnt es sich, ein Park-and-Ride-Angebot zu nutzen oder eine Unterkunft mit eigenem Stellplatz zu wählen. Hier merkt man deutlich, dass Freiburg eine extrem umweltfreundliche Stadt ist.
Mit dem Fernbus
Auch Flixbus* & Co. fahren Freiburg regelmäßig an – günstig, wenn auch nicht immer superkomfortabel. Die Haltestelle liegt in Bahnhofsnähe, sodass Ihr auch hier direkt in Euer Freiburg-Abenteuer starten könnt.

Ankommen und durchatmen: Der erste Eindruck von Freiburg
Was sofort auffällt: Freiburg hat eine entspannte Atmosphäre. Die Stadt wirkt einladend, hell, freundlich – und irgendwie mediterran. Kein Wunder, schließlich ist sie eine der sonnigsten Städte Deutschlands. Die kleinen „Bächle“, die durch die Altstadt fließen, plätschern fröhlich vor sich hin. Fahrräder dominieren das Straßenbild. Und überall spürt man: Hier wird Nachhaltigkeit großgeschrieben.

Die Altstadt von Freiburg: Historie trifft Lebensfreude
Ein Spaziergang durch die Altstadt gehört zu jedem Freiburg-Besuch. Lasst Euch treiben, schaut in kleine Läden, entdeckt versteckte Innenhöfe und bewundert die gotische Architektur. Die Mischung aus Geschichte, Studentenleben und südländischem Flair macht den Reiz dieser Stadt aus.
Und Freiburg bietet auch eine Fülle von Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die Besucher aus aller Welt begeistern und auch Euch begeistern werden. Egal, ob Ihr Euch für Architektur, Geschichte, Natur oder Kunst interessiert, in Freiburg gibt es eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, die Euch mit Sicherheit begeistern werden.
Vom Freiburger Münster bis zu den markanten Stadttoren und den charmanten Gassen der Altstadt – die Sehenswürdigkeiten von Freiburg sind so vielfältig wie faszinierend. In der folgenden Karte habe ich daher alle wichtigen Spots für Euch zusammengefasst:
Das Freiburger Münster
Das Freiburger Münster ist nicht nur das bekannteste Wahrzeichen der Stadt, sondern auch eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke Deutschlands. Der Bau begann im Jahr 1200 und zog sich über mehrere Jahrhunderte hin – was sich in der spannenden Mischung romanischer und gotischer Stilelemente widerspiegelt. Besonders beeindruckend ist der filigrane Turm mit seinen durchbrochenen Maßwerken, der bis heute als architektonisches Meisterwerk gilt. Mit seinen 116 Metern Höhe ist er schon von weitem sichtbar und die Aussichtsplattform in 70 Meter Höhe bietet eine atemberaubende Aussicht auf Freiburg, das Umland und bei klarer Sicht sogar bis zu den Vogesen.

Im Inneren des Münsters beeindrucken kunstvoll gestaltete Glasfenster aus dem Mittelalter, das prächtige Chorgestühl, Altäre und die imposante Orgel. Die Atmosphäre ist ruhig und feierlich – perfekt, um einmal innezuhalten und die spirituelle Kraft dieses Ortes zu spüren. Rund um das Münster herrscht tagsüber lebhaftes Treiben, denn der Münsterplatz mit seinem Markt ist einer der beliebtesten Orte in Freiburg. Kirchenführungen, Orgelkonzerte und der Blick vom Turm machen den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Das Freiburger Münster steht nicht nur für sakrale Baukunst, sondern auch für das Selbstverständnis der Stadt: traditionsbewusst, weltoffen und tief verwurzelt in der Region.Das Freiburger Münster ist zweifellos das Herzstück der Stadt – ein majestätischer Bau, der sich mit seiner filigranen Gotik und dem markanten Turm in den Himmel erhebt. Der Bau begann im 13. Jahrhundert und dauerte mehrere Jahrhunderte, wodurch sich romanische und gotische Elemente auf faszinierende Weise vermischen.

Besonders beeindruckend ist der 116 Meter hohe Turm, der als einer der schönsten gotischen Kirchtürme der Welt gilt. Von oben bietet sich ein grandioser Blick über Freiburg, die Rheinebene bis hin zu den Vogesen. Im Inneren erwarten Euch kunstvolle Glasfenster, eine reich verzierte Kanzel und eine ruhige, ehrwürdige Atmosphäre. Rund um das Münster herrscht geschäftiges Treiben – nicht zuletzt wegen des beliebten Münstermarkts. Der Platz vor dem Gotteshaus ist ein sozialer und kultureller Treffpunkt, der die Verbindung von Spiritualität und städtischem Leben spürbar macht.

Der Münsterplatz
Der Münsterplatz ist das pulsierende Zentrum der Freiburger Altstadt. Hier schlägt das Herz der Stadt – umgeben vom imposanten Münster, historischen Gebäuden und lebendiger Markt-Atmosphäre. An jedem Vormittag außer sonntags findet hier der beliebte Münstermarkt statt, einer der schönsten Wochenmärkte Deutschlands. Regionale Erzeuger bieten hier frisches Obst, Gemüse, Blumen, Käse, Honig, Wein und vieles mehr an.

Besonders legendär sind die „Langen Roten“ – Bratwürste, die frisch vom Grill direkt auf die Hand serviert werden. Neben dem kulinarischen Angebot beeindruckt auch die Kulisse: Historische Häuser wie das Wentzingerhaus oder das Alte Kaufhaus säumen den Platz. Der Platz ist großzügig gepflastert und lädt zum Verweilen ein – mit Blick auf die filigrane Fassade des Münsters ein echtes Highlight. Ob beim Frühstückskaffee oder beim Nachmittagsspaziergang – hier ist Freiburg ganz bei sich.
Das Historische Kaufhaus
Direkt neben dem Münsterplatz thront das Historische Kaufhaus mit seiner auffälligen roten Fassade und den reich verzierten Erkern. Das Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert und diente einst als Ort für den Handel mit Waren aus nah und fern. Besonders ins Auge fallen die vier goldenen Kaiserfiguren auf dem Balkon – sie symbolisieren die Zugehörigkeit Freiburgs zum Heiligen Römischen Reich. Auch das kunstvolle Wappenrelief über dem Eingang erzählt von der langen Geschichte der Stadt.

Heute wird das Kaufhaus für Veranstaltungen genutzt, darunter Konzerte, Lesungen und Empfänge. Es lohnt sich, das Innere zu besichtigen, wenn sich die Gelegenheit bietet – der Kaisersaal mit seiner historischen Holzvertäfelung ist ein echtes Juwel. Auch außen ist das Kaufhaus ein beliebtes Fotomotiv und ein idealer Ausgangspunkt für eine Erkundung der Altstadt.

Die Alte Wache Freiburg – Haus der badischen Weine
Mitten im Herzen der Freiburger Altstadt, direkt am Münsterplatz, steht ein Gebäude, das nicht nur architektonisch beeindruckt, sondern auch Genießerherzen höherschlagen lässt: die Alte Wache – Haus der badischen Weine. Das elegante Barockgebäude mit seiner markanten gelben Fassade diente einst als Hauptwache der Stadtgarde und blickt auf eine lange Geschichte bis ins Jahr 1733 zurück. Heute lädt es Besucher dazu ein, in die Welt der badischen Weinkultur einzutauchen.

In stilvoller Atmosphäre werden hier mehr als hundert verschiedene Weine aus allen neun badischen Anbaugebieten angeboten – von Kaiserstuhl über Tuniberg bis zum Bodensee. Ob fruchtiger Grauburgunder, eleganter Spätburgunder oder spritziger Gutedel – die Auswahl ist groß und lässt sich vor Ort glasweise probieren. Wer möchte, kann sich auch ein kleines Vesper dazu gönnen und auf der sonnigen Terrasse mit Blick auf das Freiburger Münster den Tag genießen.
Die Alte Wache ist nicht nur ein Paradies für Weinliebhaber, sondern auch ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Gäste aus aller Welt. Veranstaltungen, Weinseminare und Themenverkostungen runden das Angebot ab und machen dieses Haus zu einem lebendigen Ort badischer Lebensart.
Übrigens: Wenn Du Wein liebst, dann empfehle ich Dir auch empfehle ich diese geführte Wein-Wanderung auf den Freiburger Schlossberg mit der passenden Weinverkostung*

Das Martinstor
Das Martinstor ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Freiburgs und zugleich ein eindrucksvolles Relikt aus dem Mittelalter. Es wurde um das Jahr 1200 errichtet und war ursprünglich Teil der Stadtbefestigung. Mit seiner wuchtigen Sandsteinfassade und dem markanten, spitzen Dach zieht es noch heute alle Blicke auf sich. Einst diente das Tor der Verteidigung der Stadt – heute markiert es den Übergang zwischen Altstadt und der lebendigen Innenstadt mit vielen Geschäften und Cafés.
Besonders auffällig ist die Uhr auf der Vorderseite sowie das Fresko des Heiligen Martin, nach dem das Tor benannt ist. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Martinstor mehrfach umgebaut und erhöht, ohne dabei seinen historischen Charme zu verlieren. Heute ist es ein beliebter Treffpunkt und Fotospot für Touristen und Einheimische. Wer durch das Tor spaziert, fühlt sich ein Stück weit in eine andere Zeit versetzt – mitten im modernen Freiburg.

Das Schwabentor
Das Schwabentor, eines der beiden erhaltenen mittelalterlichen Stadttore und ein weiteres bekanntes Wahrzeichen Freiburgs, entführt Euch auf eine kleine Zeitreise ins 13. Jahrhundert. Mit seinem auffälligen roten Dach, dem Uhrturm und dem Wandgemälde des Kaufmanns, der einst mit einem Sack voll Gold die Stadt betreten haben soll, ist es nicht nur architektonisch spannend, sondern auch voller Mythen.

Heute beherbergt das Schwabentor ein kleines Museum zur Stadtgeschichte, und von den oberen Etagen habt Ihr einen großartigen Blick über die Altstadt. Besonders bei Sonnenuntergang wirkt das alte Tor wie aus einem Märchenbuch gefallen.

Der angrenzende Schlossbergtunnel sorgt für Kontraste – denn direkt neben dem historischen Tor beginnt die moderne Verkehrsanbindung. Dennoch bleibt das Schwabentor ein Symbol für Freiburgs bewegte Vergangenheit und ein unverzichtbares Ziel bei jedem Altstadtspaziergang.

Das Freiburger Krokodil
Nahe dem Martinstor versteckt sich ein kurioses Detail: das Freiburger Krokodil. Eingelassen in eine Mauer an der Turmstraße, lugt ein steinernes Krokodil hervor – ein echter Geheimtipp! Es erinnert an eine Geschichte über einen entlaufenen Zirkusgast und sorgt bei Spaziergängen regelmäßig für Schmunzeln.

Wer es entdeckt, darf sich über einen kleinen Glücksmoment freuen – und ein ungewöhnliches Fotomotiv. Das Krokodil ist eines jener kleinen urbanen Kunstwerke, die nicht im Reiseführer stehen, aber beim Entdecken umso mehr begeistern. Gerade Kinder haben ihren Spaß daran, die skurrile Figur aufzuspüren. Und für Instagram-taugliche Schnappschüsse ist es allemal gut. Die genaue Herkunft ist nicht eindeutig geklärt – aber gerade das macht den Charme dieses kleinen Freiburger Geheimnisses aus.

Der Augustinerplatz
Der Augustinerplatz ist nicht nur ein historischer Ort, sondern auch das Wohnzimmer der Freiburger. Auf den Treppen und am Brunnen sitzen Studierende, Straßenmusiker sorgen für Flair, und rundherum gibt es gemütliche Bars, Cafés und Kneipen. Der Platz liegt im Herzen der Altstadt und ist besonders an lauen Sommerabenden ein lebendiger Treffpunkt.

Hier spürt Ihr das echte Lebensgefühl der Stadt. Früher befand sich an diesem Ort ein Augustinerkloster, dessen Überreste noch im Augustinermuseum sichtbar sind. Heute erinnert nicht mehr viel an die religiöse Vergangenheit – der Platz hat sich zu einem Symbol für die Offenheit und Lebendigkeit Freiburgs gewandelt. Ob bei einem Eis, einem kühlen Getränk oder einem Glas regionalen Wein – der Augustinerplatz ist immer ein guter Ort zum Verweilen.

Das Neue und das Alte Rathaus
In Freiburg gibt es gleich zwei Rathäuser nebeneinander. Das Alte Rathaus stammt aus der Renaissancezeit, das Neue aus dem 19. Jahrhundert. Beide sind prächtig verziert und bilden gemeinsam ein malerisches Ensemble am Rathausplatz.

Besonders schön ist der Innenhof des Alten Rathauses mit seiner ruhigen Atmosphäre – ein echter Geheimtipp mitten in der Altstadt. Während das Alte Rathaus früher Sitz der Stadtverwaltung war, befindet sich heute das Standesamt dort.

Das Neue Rathaus ist weiterhin politischer Mittelpunkt der Stadt. Die Gebäude sind liebevoll restauriert und bieten einen interessanten architektonischen Kontrast. Auf dem Platz davor pulsiert das Leben: Marktstände, Straßenkünstler und Besuchende aller Altersklassen machen diesen Ort lebendig. Es lohnt sich, etwas Zeit einzuplanen und den Platz in Ruhe auf sich wirken zu lassen.

Die katholische Kirche St. Martin
Die Kirche St. Martin am Rathausplatz ist ein Ort der Ruhe mitten im Trubel der Innenstadt. Der gotische Bau mit barocken Elementen stammt aus dem 14. Jahrhundert und beeindruckt mit seinen farbigen Fenstern und der schlichten Schönheit des Innenraums. Hier könnt Ihr kurz innehalten und den Moment genießen. Ursprünglich als Franziskanerkirche erbaut, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet. Besonders sehenswert sind das große Chorfenster und die eindrucksvolle Orgel.

Die Kirche ist nicht nur ein religiöser Ort, sondern auch ein kulturelles Zentrum mit Konzerten und Veranstaltungen. Der kleine Vorplatz bietet sich an, um in der Sonne zu sitzen und dem bunten Treiben auf dem Rathausplatz zuzusehen – ein perfekter Mix aus Besinnung und Beobachtung.

Die Wappen der Partnerstädte
Auf dem Platz vor dem Alten und dem Neuen Rathaus sind die Wappen aller Freiburger Partnerstädte zu finden – von Innsbruck über Madison bis Matsuyama. Jedes Wappen steht für eine besondere Beziehung und erinnert daran, wie sehr Freiburg über seine Grenzen hinausblickt. Die kunstvoll gearbeiteten Wappenplatten sind in den Boden eingelassen und bilden einen kleinen Rundgang.
Ein Spaziergang entlang dieser Symbole wird schnell zu einer kleinen Weltreise im Herzen der Stadt. Die Wappen regen zum Nachdenken an – über kulturelle Unterschiede, Gemeinsamkeiten und das große Ganze. Gerade für Kinder ist es spannend zu sehen, wo Freiburg überall auf der Welt „Freunde“ hat. Die Idee dahinter: Städte sind Brückenbauer, keine Inseln. Und Freiburg lebt diesen Gedanken mit Nachdruck.

Das Archäologische Museum Colombischlössle
Das Museum im neugotischen Colombischlössle verbindet ein romantisches Äußeres mit spannender Archäologie. Von der Steinzeit über die Römer bis ins Mittelalter erfahrt Ihr hier alles über die Besiedlung der Region. Interaktive Elemente, liebevolle Ausstellungen und ein herrlicher Garten machen den Besuch lohnenswert – auch für Familien. Besonders eindrucksvoll sind die Funde aus der römischen Zeit, darunter Schmuck, Keramik und Werkzeuge.
Die Ausstellung ist modern aufbereitet und ermöglicht spannende Einblicke in das Leben früherer Generationen. Das Schlösschen selbst wurde im 19. Jahrhundert erbaut und ist bereits von außen ein echter Blickfang. Wer sich für Geschichte interessiert und gleichzeitig ein Faible für schöne Architektur hat, wird hier auf seine Kosten kommen. Zudem ist das Museum ruhig gelegen – ideal für eine kleine Auszeit vom Trubel der Innenstadt.

Das Haus zum Walfisch
Das Haus zum Walfisch ist eines der prächtigsten historischen Gebäude in Freiburg und befindet sich in der Altstadt, nur wenige Schritte vom Münsterplatz entfernt. Errichtet wurde es zwischen 1514 und 1516 im spätgotischen Stil für Jakob Villinger von Schönenberg, der als Schatzmeister unter Kaiser Maximilian I. diente. Besonders auffällig ist die reich verzierte Fassade mit ihren filigranen Steinmetzarbeiten, der große Erker und die gotischen Spitzbogenfenster – ein echtes Schmuckstück für Liebhaber historischer Architektur.

Berühmt wurde das Haus vor allem durch einen seiner prominentesten Bewohner: Erasmus von Rotterdam, einer der bedeutendsten Humanisten der Renaissance, lebte hier für kurze Zeit zwischen 1529 und 1531. Allerdings fühlte er sich in Freiburg nicht besonders wohl, was sich auch in seinen Briefen widerspiegelt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude beschädigt, jedoch in den späten 1940er-Jahren originalgetreu wieder aufgebaut. Heute beherbergt es unter anderem eine Filiale der Sparkasse und steht unter Denkmalschutz. Der ungewöhnliche Name „Haus zum Walfisch“ ist bereits seit dem 16. Jahrhundert überliefert – vermutlich in Anlehnung an die biblische Geschichte von Jona im Bauch des Wals. Für viele Besucher ist das Haus ein stilles Zeugnis der reichen Geschichte Freiburgs.

Freiburgs Bächle und Gassen: Kleine Besonderheiten entdecken
Die Bächle – kleine Wasserläufe, die durch viele Straßen der Altstadt fließen – sind typisch für Freiburg. Früher dienten sie der Wasserversorgung, heute sind sie ein charmantes Element des Stadtbildes. Kleiner Aberglaube am Rande: Wer aus Versehen in ein Bächle tritt, kommt angeblich mit einem Freiburger oder einer Freiburgerin unter die Haube.

Bei meinem Besuch hatte ich allerdings richtig Pech. Es war gerade die Zeit der jährlichen Reinigung der Bächle und so war leider überall das Wasser abgelassen. Tja, manchmal sind es Kleinigkeiten beim Timing. Und ein Grund wieder zurück zu kommen. Am besten im Sommer, wenn die Bächle für erfrischende Momente sorgen

Aber auch die Gassen von Freiburg sind einen Stadtbummel wert. Nehmt Euch einfach die Zeit und lasst Euch durch die gemütlichen Gassen treiben. Ihr werdet überrascht sein, wie viele kleine Besonderheiten und Details es hier zu entdecken gibt. Die perfekte kleine Auszeit.

Besonders schön: die Konviktstraße mit ihren liebevoll restaurierten Häusern, Boutiquen und Cafés. Auch die Gerberau, einst das Viertel der Gerber und Handwerker, ist mit ihren Fachwerkhäusern und kleinen Läden einen Besuch wert.

Kulinarik in Freiburg: Genuss auf badisch
Freiburg ist ein Paradies für Genießer. Dank der Nähe zu Frankreich und der Weinregion Baden ist das kulinarische Angebot vielfältig und hochwertig.
Frühstück & Kaffee
Startet den Tag zum Beispiel im „Café Marcel“ oder im „Kolben Kaffee“ – beides stylische Spots mit tollem Kaffee und kreativen Frühstücksvariationen. Wer es gemütlich mag, ist im „La Cornerie x POW“ oder im „Café Auszeit“ gut aufgehoben.

Mittagessen & Abendessen
Wenn Ihr auf der Suche nach einer Stärkung sein, dann solltet Ihr im Gasthaus “Zum Kranz“ einkehren, das badische Klassiker serviert – vom Schäufele bis zum Flammkuchen. Wer nach etwas besonderem sucht, sollte sich die “Hausbrauerei Feierling” näher anschauen. Die Brauerei bietet nicht nur Führungen sondern auch einen Biergarten und ein Restaurant mit deutscher Küche.

Wer eher auf kreative Küche mit regionalem Fokus steht, dem empfehle ich das „Drexlers“. Wer es edel mag, reserviert im „Wolfshöhle“ – Freiburgs Gourmetadresse.
Und für alle, die noch mehr wollen, empfehle ich diesen geführten Kneipenbummel mit Getränken*. Oder wie wäre es mit dieser Street Food Tour*?

Weingenuss im Breisgau: Freiburgs Rebland entdecken
Nur wenige Minuten von der Altstadt entfernt beginnt das Freiburger Rebland – sanfte Hügel, Weingüter und Straußwirtschaften. Perfekt für einen Nachmittagsspaziergang mit Weinprobe! Besonders schön ist ein Ausflug nach St. Georgen oder Munzingen. Viele Weingüter bieten Führungen und Verkostungen an – fragt am besten vor Ort nach Öffnungszeiten.
Allen, die noch mehr erfahren möchten, empfehle ich diese geführte Wein-Wanderung auf den Freiburger Schlossberg mit der passenden Weinverkostung*

Shopping in Freiburgs Altstadt: Entspanntes Bummeln mit Stil
Bei unserem Stadtbummel durch Freiburg haben wir uns wie so oft einfach treiben lassen – von einer charmanten Gasse zur nächsten. Die Altstadt steckt voller kleiner Überraschungen, trendiger Läden, gemütlicher Cafés und einladender Restaurants. Ganz zufällig sind wir in der Gerberau gelandet, einer Straße, die mit ihrem besonderen Flair und individuellen Geschäften begeistert. Besonders ins Auge gefallen ist uns der Concept Store „Lust auf Gut“ – ein echtes Highlight mit kreativen, ausgefallenen Produkten, die man nicht überall findet.

Doch damit nicht genug: Entlang der Gerberau reiht sich ein originelles Geschäft ans nächste. Wer auf Vintage-Möbel, handverlesene Designkarten, liebevoll gestaltete Wohnaccessoires oder nachhaltige Second-Hand-Mode steht, wird hier garantiert fündig. Auch die Salzstraße ist ein Muss für Modebegeisterte – hier erwarten euch stilvolle Boutiquen mit Kleidung, Schmuck und Lederwaren. Coole Streetwear findet ihr zum Beispiel im „Yum Yum Freiburg“, während der Laden „zündstoff“ mit seinem Fokus auf Fair Fashion punktet. Ein weiterer Geheimtipp: „SiRiPiRi“ – dort gibt’s wunderschöne Dekoartikel, die jedes Zuhause ein Stück besonderer machen. Wer Freiburgs Altstadt erkundet, sollte unbedingt Zeit fürs Shoppen einplanen!

Übernachten in Freiburg: Meine Empfehlungen
Freiburg bietet Unterkünfte für jedes Budget* – von der Jugendherberge bis zum Boutique-Hotel.
- Zentral & stilvoll Das „Boutiquehotel Oberkirch*“ liegt direkt am Münsterplatz – ideal für alle, die mittendrin wohnen wollen. Ebenfalls charmant: das „Designhotel am Stadtgarten*“ mit moderner Einrichtung und Dachterrasse.
- Günstig & gut Das „StayInn Hostel*“ bietet eine coole Atmosphäre für junge Reisende, das „Hotel Barbara*” ist ein solides Mittelklassehotel in Bahnhofsnähe.
- Besonderes Flair Das „Best Western Premier Hotel Victoria*“ punktet mit nachhaltigem Konzept, das „The Alex Hotel*“ ist ein stylischer Geheimtipp mit viel Liebe zum Detail.

Tagesausflüge ab Freiburg: Schwarzwald, Titisee & Co.
Freiburg eignet sich auch hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung.
Schauinsland
Der Freiburger Hausberg ist mit der Seilbahn erreichbar und bietet tolle Wandermöglichkeiten sowie ein Besucherbergwerk. Die Aussicht ist spektakulär – ideal für einen Halbtagesausflug.
Europapark Rust – Nur etwa 45 Autominuten von Freiburg entfernt liegt mit dem Europa-Park in Rust einer der größten und beliebtesten Freizeitparks Europas. Mit über 100 Attraktionen und Shows begeistert er Familien, Adrenalinjunkies und Genießer gleichermaßen – von Achterbahnen über Themenwelten bis hin zu erstklassiger Gastronomie. (↗ Ticket buchen*)
Titisee & Feldberg
Wer Lust auf Natur pur hat, fährt mit dem Zug oder Auto zum Titisee. Baden, Tretbootfahren oder einfach am Ufer spazieren – Erholung pur. Noch höher hinaus geht’s auf den Feldberg, den höchsten Berg des Schwarzwalds.
Mulhouse, Straßburg & das Elsass
Ein Abstecher ins benachbarte Frankreich? Kein Problem! Sowohl Mulhouse als auch Straßburg sind nur etwa eine Stunde entfernt und bezaubert mit Fachwerkromantik und elsässischer Küche.

Fazit: Freiburg ist mehr als nur schön
Freiburg im Breisgau ist ohne Zweifel eine der schönsten Städte Deutschlands – mit ihrer charmanten Altstadt, den berühmten Bächle, dem imposanten Münster und den zahlreichen Sonnentagen im Jahr. Doch wer genauer hinschaut, merkt schnell: Freiburg ist weit mehr als nur hübsche Kulisse. Die Stadt lebt und atmet Geschichte, Nachhaltigkeit, Lebensfreude und kulturelle Vielfalt.
Hier treffen Tradition und Zukunft auf einzigartige Weise zusammen. Alte Gebäude erzählen von mittelalterlicher Blütezeit, während moderne Architektur, Fahrradinfrastruktur und ökologische Stadtentwicklung neue Maßstäbe setzen. Freiburg ist ein Vorreiter in Sachen Umweltbewusstsein – ob durch das autofreie Vauban-Viertel oder die vielen Bio-Läden und regionalen Wochenmärkte.

Zudem punktet die Stadt mit einem lebendigen studentischen Flair, das sich in gemütlichen Cafés, alternativen Läden und einem reichen Kulturangebot widerspiegelt. Auch die Lage zwischen Schwarzwald, Kaiserstuhl und Elsass macht Freiburg zum idealen Ausgangspunkt für Naturliebhaber und Genießer.
Freiburg begeistert nicht nur auf den ersten Blick – es berührt, inspiriert und bleibt im Herzen. Wer einmal hier war, nimmt mehr mit als nur schöne Fotos. Freiburg ist ein Gefühl, das man erlebt haben muss. Eine Stadt, in der man nicht nur verweilt, sondern sich zuhause fühlt.

- Besucht habe ich Freiburg im Rahmen meiner Reise mit dem Roten Flitzer
- Unter anderem habe wir in der Region auch noch Bad Säckingen, Lörrach, Basel, Mulhouse, Titisee-Neustadt und Donaueschingen besucht
- Hier gibt es viele weitere Tipps für den Südschwarzwald
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